Die 2. Auflage von „Kultur und Ingenium“ . Teil 1: Allgemeines und Einleitung

Zum Vortrag auf Youtube

Heute spreche ich über das Zustandekommen und die hauptsächlichen Absichten der Überarbeitung meiner Geschichtsphilosophie, welche nun in zweiter Auflage erschienen ist. Es geht dabei um Fragen einer stellenweise besseren Verständlichkeit, Fragen auch des Stils, insbesondere der sprachlichen Rhythmik, manche inhaltliche Erweiterung, die allerdings erst in den kommenden Teilen genauer besprochen werden, und schließlich die Frage, für wen – unter den Lesern der ersten Auflage – die 2. Auflage interessant ist.

Dazu vergleichen wir die Neuauflage auch mit der 1923er-Überarbeitung des „Untergangs des Abendlandes“, für welche Spengler weit größere Umarbeitungen vorgenommen hat als es jetzt für „Kultur und Ingenium“ geschehen ist.

Schließlich gehen wir das erste Kapitel, die „Einleitung“ in den wesentlichen Umarbeitungen durch, als da sind: Die Straffung und klarere Formulierungen im Unterkapitel „Wagnis und Sicherheit“, später in der Gelehrtenkritik die ausführlichere Begründung der Unsinnigkeit des Popperschen Falsifikationismus für alle analogischen, also Wesentliches enthaltenden Theorien und schließlich die aus der Vortragsreihe „200 Jahre Geschichtsphilosophie“ her bereits bekannte Einbettung von „Kultur und Ingenium“ in die Vorläuferarbeiten nicht nur Spenglers, sondern auch Paul Ligetis, Harry Graf Kesslers und vor allem Goethes mit den entsprechenden, damals versprochenen Zitaten aus Goethes „Begegnungen und Gesprächen“.

*

2 Gedanken zu “Die 2. Auflage von „Kultur und Ingenium“ . Teil 1: Allgemeines und Einleitung

  1. Dr. Caligari

    Sehr geehrter Herr Wangenheim,

    nur eine kleine Anmerkung, auch mit Blick auf die Diskussion in den Kommentaren auf der Videoplattform.

    Der Philosoph Feyerabend hatte mehrere Schaffensperioden. Die erste als Popperianer, dann „Wider den Methodenzwangs“, danach hat er eine Zeit lang den Clown gespielt (die akademische Welt aufs Korn genommen) und gegen Ende seines Lebens ging er noch mal an die Entwicklung einer Metaphysik. Stichwort: „Widerstreit und Harmonie“. Letztere freilich unvollendet.
    Vor dem Schaffen gab es aber eine Zeit, in der er gedacht hat, ohne den Inhalt als Werk zu publizieren.

    Es grüßt,

    Caligari

    P.S.: Stimmt es, dass das gesamte Werk in Handarbeit entstand?
    Dass Sie selbst sich die Mühe machten, das Werk herzustellen?

    Gefällt 1 Person

  2. So ähnlich, muß ich sagen, kam mir diese zweite Phase ebenfalls vor: seine akademische Herkunft auf’s Korn nehmend. Die Unernsthaftigkeit, die all solchen 180-Grad-Wendungen anhaftet, ist mir ebenfalls unsympathisch.

    Sie meinen KuI? Nein, das wäre unmöglich. Vielleicht meinen Sie „Migraton und die Kultur Europas“, das habe ich immer selbst hergestellt. Da ich im Moment dafür aber keine Zeit habe, gibt es das Heftchen nicht. Vielleicht komme ich irgendwann wieder dazu.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..