Die schönsten Vorkriegsfilme

In den 80er- und 90er-Jahren ist man freilich nicht mit Vorkriegsfilmen groß geworden, eher mit der Olsenbande, Colt Sievers, Diddi auf vollen Touren oder Terence Hill und Bud Spencer. Aber manchen Vorkriegsfilm gab es da auch gelegentlich im Vormittagsprogramm zu sehen. Daß ich irgendwann eine wirkliche Liebe zu diesen alten Filmen entdeckte, hat jedoch vor allem mit der Musik zu tun. Mir hat schlicht die Operettenfilm-Musik aus Die drei von der Tankstelle so gefallen, daß ich den Film hoch und runter schaute. Mit der Zeit, da ich immer mehr dieser Schinken kennenlernte, erkannte ich allerdings, daß diese Filme auch den Drehbüchern nach unseren gegenwärtigen Produktion oft weit überlegen waren. Dazu später mehr. Zunächst aber haben diese Filme vor allem auch mein historisches Interesse gestillt. Denn das ist doch eine andere Welt, die man da zu Gesicht bekommt.

Es ist im Grunde wie im Theater: Gleich welcher Stoff – nein, ich will die Schauspieler nicht im Anzug oder in Jeans auf der Bühne herumstolpern sehen. Das bekommt man jeden Tag vorgesetzt, wenn man durch eine beliebige Stadt spaziert (den Anzug zugegeben kaum noch). Warum sollte ich dasselbe nochmals auf die Bühne verfrachtet sehen wollen? Eben, dafür gibt es keinen Grund. Ah doch, die Übersetzung des Stoffes in die Gegenwart durch einen Einfaltspinsel auf dem Regiestuhl. Gut, gehen wir von der mittlerweile völlig absurden Voraussetzung aus, daß ein halbwegs vernünftiger Mann auf besagtem Stuhl sitzt. Ja, dann darf man mit Selbstverständlichkeit fordern: Ich will historische Kostüme oder von mir aus je nach Stoff vielleicht fantastische Ausstattung sehen, aber bestimmt keine alltägliche. Jaja, der Alltag ist das größte Drama… zwanzig Pfennig in die Platituden-und-Modernisten-Sparbüchse.

Nun gibt es freilich auch zeitgenössische Historienfilme, die gut, d.h. halbwegs realistisch historisch ausgestattet sind oder Sci-Fi- und Fantasy-Filme, die eben fantastischer Art sind. Diese erfüllen den Anspruch natürlich ebenfalls, auch ohne schwarz-weiß und mit schlechtem Ton daherzukommen. Und es gibt selbst zeitgenössische Filme, die in der Gegenwart spielen, also keine historische Ausstattung benötigen, und trotzdem ausgesprochen gut sind. Was saug ich mir da aus den Fingern? Auf der Flucht z.B. – zugegeben, das ist eine Geschichte aus den 60ern. Dann eben Duel.

Nun sind aber alle möglichen Historienfilme eben immer nur Filme, also meist mehr oder weniger weit von der Realität entfernt. Als historisch Interessierter habe ich allerdings auch ein Interesse an der wahren Geschichte. Manches Historische kann jedoch nur dadurch realer werden, indem der Zeitpunkt der Herstellung des Films weiter zurückliegt, zu einer Zeit, als noch eine andere Welt herrschte, als die Menschen noch anders erzogen waren, anders sich gaben. Und angesichts der Tatsache, daß in den letzten 100 Jahren Vieles von der alten Art des Lebens, des Benehmens, Verhaltens, der Sprache, des Umgangs usf. verlorengegangen ist, wird der alte Film zugleich zu einer Dokumentation der alten Zeit selbst.

Alte Historienfilme sind deshalb, da sie uns eine ältere, also näher an der dargestellten Zeit gelegene Interpretation des Historischen bieten, auch näher an der historischen Wirklichkeit. Woran sich das zeigt? Heute kann beispielsweise schon kaum mehr jemand vernünftig einen Offizier des 19. oder frühen 20. Jahrhunderts spielen. Eben weil es in der Gesellschaft diesen Typus nicht mehr zu beobachten gibt. Die 20er- und 30er Jahre hatten davon hingegen eine sehr genau Vorstellung. Und so geht es überhaupt mit zahlreichen Charakteren vom Landstreicher über den Bankier, den Lebemann bis hin zum Bauern.

Aber es ist nicht nur dieses historische Interesse, das mir jene Filme angenehmer macht als die meisten zeitgenössischen. Die dargestellten Themen entsprechen mir ebenso mehr, wie auch die Behandlung der Stoffe. So werden Sie in diesen alten Filmen keine absurde Gewalt dargestellt finden, keine völlig verdummte oder zotige Sprache, kaum miserable Spezialeffekte, keine unsinnige Sexualisierung usw. Und das zwingt diese alten Filme vor allem, sich ganz auf das Drehbuch, gelungene Szenenfolgen, Kameraeinstellungen, den Text und ordentliche Schauspielerei zu stützen, um eine gute, unterhaltsame und interessante, manchmal faszinierende Geschichte zu erzählen, während heute oft CGI, Bettszenen und eben Gewalt die einfachen Gemüter in Gefühlswallung versetzen soll, um davon abzulenken, daß die Erzählung im Grunde miserabel ist.

Daß dergleichen Zurückhaltung, das Verzichten auf Skandal und billige Aufregung, im Film auch damals schon bei weitem nicht mehr selbstverständlich war, zeigt die Tatsache, daß um 1930 in den USA der sogenannte Hays-Code eingeführt wurde, der die genannten Darstellungen von Gewalt, Blasphemie und Sexuellem weitgehend unterband. Daher wurden in den 30er-Jahren die amerikanischen Filme zu sehr harmloser Unterhaltung. Denken Sie etwa an die Astaire-Tanz- und Musik-Filme, aber auch Historienfilme und Komödien.

Gone with the Wind halte ich im übrigen für eine Umgehung des Hayes-Codes. Dieser Film war schon während seiner ellenlangen Produktionszeit so bekannt, daß seine Premiere 1939 zu einem nationalen Ereignis avancierte. Er konnte daher nicht mehr zensiert werden. So zumindest meine Theorie. Denn die Geschichte jener verhurten Scarlett O’Hara, und insbesondere die entscheidende Schlußszene des Treppensturzes ist moralisch von solcher Ekelhaftigkeit, daß ich mir zumindest gut vorstellen könnte, daß ein weniger bekannter Film glatt verboten worden wäre. Aber zumindest auch hier gibt es keine offen anzüglichen Darstellungen. Will man dergleichen sehen, kann man schließlich in das einschlägige Regal greifen. In gewöhnlichen Spielfilmen lenkt es nur ab.

Der amerikanische Film hat meiner Auffassung nach inhaltlich und filmerisch von jener Beschränkung allerdings nicht sonderlich profitiert. Denn harmlose Unterhaltung heißt eben nicht auch gleich spannende, interessante, überraschende oder filmhistorisch wertvolle Unterhaltung. Daß in Deutschland aus meiner Sicht in den 30er-Jahren, also mit Beginn des Tonfilms ab 1930, die besseren oder zumindest tiefgründigeren und innovativeren Filme produziert wurden, das habe ich Ihnen ja bereits an anderer Stelle auseinandergesetzt.

Aber man ginge fehl, glaubte man, daß derartige Entwicklungen, denen man in den USA bereits um 1930 Einhalt gebieten zu müssen glaubte, in Deutschland kein Thema gewesen wären. Und sie werden vielleicht sagen: Der Nationalsozialismus wird schon dafür gesorgt haben, daß es im Film biederer zuging. Aber das ist bei genauerer Betrachtung ein Irrtum. Denn was die Umwertung aller Werte angeht, wenn ich den Ausdruck borgen darf, so ist der deutsche Film und sogar besonders der nationalsozialistische Film davon in gleicher Weise, vielleicht sogar systematisch noch stärker betroffen.

Ich sage das nicht nur, aber insbesondere vor dem Hintergrund eines Films, den ich erst ganz zuletzt sah. Es ist die Großstadtmelodie von 1943 (Achtung, ich verrate den Filmverlauf!). Denn das ist eine Geschichte, die so 1:1 hätte in Amerika gedreht werden können, ja gedreht wurde – nur nicht ganz so modernistisch. Ja, Sie haben richtig gelesen: nicht so modernistisch. Eine junge Frau aus der bayrischen Provinz, die sich für die Fotografie interessiert, gerät zufällig mit einem Foto eines auf dem Acker notgelandeten Rekordflugzeugs in eine Berliner Zeitung und folgt daraufhin ihrem Vermittler (in den sie sich verguckt) hinterher in die Reichshauptstadt, um dort zugleich beruflich ihr Glück zu machen.

Das gibt es mit männlichen Protagonisten seit der Depressionsära im Hollywood-Film zuhauf. Dort ist es nicht Berlin, sondern New York. Daß es sich hier sogar um eine sich emanzipierende Frau handelt (was in Hollywood meiner Kenntnis nach kein Äquivalent in dieser Zeit hat), die ausdrücklich, so der Originalton, den konservativen Verhältnissen der bayrischen Kleinstadt entflieht und ihnen den Kampf ansagt, gibt dem Ganzen einen derart modernistischen Anstrich, daß es so Mancher als eine Fälschung empfinden wird, daß nicht selten mit Heil Hitler gegrüßt und die junge Fotografin sogar bei der Fotodokumentation politischer Reden von Goebbels und Hitler gezeigt wird. Wie kann so etwas im Nationalsozialismus gedreht worden sein?

Denn das scheint doch nicht zusammenzupassen, oder doch? Der Nationalsozialismus war eben – das sollte langsam eine Binsenweisheit sein – keine konservative, sondern in weiten Teilen ultra-modernistische Bewegung. Die Realität bestätigt die Geschichte ja sogar: Leni Riefenstahl! Auch wenn die propagandistische Notwendigkeit der arbeitenden, karriereorientierten Frau wohl hier noch unbedeutend ist – obwohl im Spätsommer 1942, als die Dreharbeiten begannen, die massenhafte Kraftanstrengung des Krieges sicher schon Männerhände in der Industrie knapp machte – so ist es um so mehr durchaus eine Hommage an die Moderne überhaupt, die in diesem Film gefeiert wird. Und das ist freilich auch nichts anderes als eine Reflektion der tatsächlichen gesellschaftlichen Bedingungen. Während z.B. ihr in der Provinz Versprochener noch vor Berlin warnt, ist der Film – vergleiche auch den Titel und etliche Szenen mit Berlin – Sinfonie einer Großstadt (1929) – eine große Liebeserklärung an die Hauptstadt. O-Ton im Film:


Renate, du weißt ja gar nicht was du riskierst! Berlin ist eine gräßliche Stadt. Berlin frißt die Menschen auf und macht sie kaputt. Und dafür bist du mir zu schade.


Kommt Ihnen das bekannt vor? Ja, so könnte man heute auch noch reden. Aber es sagt der frühe Verlierer um die Gunst der Heldin im angeblich konservativen, tief nationalsozialistischen Jahr 1943. Und sie ignoriert ihn. Nicht etwa, um irgendwann reumütig in ihre Heimat zurückzukehren, es eingesehen zu haben und wieder das gute, brave Mädchen vom Lande zu sein. Nein. Sondern – und das zeigt, daß auch der Nationalsozialismus der allgemeinen modernistischen Strömung nichts entgegengesetzt, ja sie sogar ganz im Sinne eines heutigen Cuckservatism befeuert hat – es ist der allgemeine Traum des modernen Lebens, der hier dargestellt wird, als erstrebenswert für junge Frauen: Ihr späterer Liebhaber wird gleich zu Beginn eingeführt als ein Mann der Presse, der mal eben von Berlin im eleganten Sportcabriolet, einem BMW 327 (ausdrücklich auf der Autobahn), mal eben nach Wasserburg am Inn gefahren ist, also über 600km, um die Notlandung besagten Flugzeugs zu fotografieren, worin ihm das Fräulein Heiburg jedoch gerade zuvorgekommen ist.

Das ist für die Zeit eine ungeheure Beweglichkeit. Das faszinierte einfache Leute wie ein Privatjet-Reisender heute. Nichts ist moderner als diese Ungebundenheit im Raum. So wie die Moderne überhaupt ungebunden sein will. Übrigens ist das eine ähnliche Reisefreiheit, wie die des russischen Offiziers im Postmeister (1940), der die Postmeister-Tochter mit nach Moskau oder Petersburg nimmt, wo sie dann zur Prostituierten wird. So weit kommt es hier nicht. Aber die Bewerbung als leicht bekleidetes Tanzmädchen kommt genauso vor, wie in zeitgenössischen amerikanischen Filmen mit den dazugehörigen moralischen Bedenken, die ebenfalls auf beiden Seitens des Atlantiks dargestellt werden.

Hinzu tritt die ausgesprochene Schroffheit in Wirtschaftssachen, überhaupt die Ausrichtung auf das Geld und den Erfolg, der ihr in Berlin schnell eingebleut und vom Film keineswegs negativ konnotiert wird, sondern im Gegenteil zur Bühne gerät, auf der das Mädel sein Glück macht, indem sie zur gefeierten Karrieristin wird und ihren angehimmelten Karrieristen-Freund am Ende ebenfalls bekommt. Daß diese auch tatsächlich heiraten, ist dabei nichts besonderes. So endet es in Hollywood auch immer.

Hieran wird auch sehr schön deutlich, wie romantisch verklärt man gelegentlich die deutsche Wirtschaftsauffassung der amerikanischen oder englischen gegenüberstellt (ganz nach Spengler). Aber der angeblich undeutsche American-Dream ist durchaus der deutsche Traum der Gründerjahre und sogar noch der des Jahres 1943, wie dieser Film zeigt. Fräulein Heiberg lebt den deutschen Traum, der ganz und gar kein romantischer Traum ist, sondern ein Traum des Wohlstands (und im Grunde ist der echt romantische Lebenstraum, ob bei Eichendorff oder Stifter, auch immer vor allem ein hedonistischer, also besseren Zeiten des Adels nachtrauernd und sich feine Häuschen am See mit seiner Geliebten imaginierend). Und dieser Traum wird geträumt auf dem Parkett des wenig romantischen Kapitalismus, der Karriere, des Abstreifens konservativer Provinzialität, des Lebens im neuen Hedonismus. Ob es einem gefällt oder nicht.

Angeblich ist es auch der letzte Film vom unzerstörten Berlin, was ich jedoch bezweifle. Die Aufnahmen mit dem starken Verkehr und vielen Männern auf der Straße scheinen mir Vorkriegsaufnahmen, z.B. von Avus-Rennen, als so viele Autos auf den Parkplätzen zu sehen sind, wie es sie 1943 im ganzen Reich nicht mehr gegeben hat. Einzig die Fahrszenen im Kleinst-Auto scheinen mit Statisten-Autos im Hintergrund tatsächlich 1943 gedreht. — Verstehen Sie dies alles aber nicht als handwerkliche Kritik: Der Film ist im Detail, d.h. den Dialogen, dem Schnitt, der Kamera und den Szenenfolgen nach wirklich ausgezeichnet gestaltet.

*

Sie werden fragen, warum ich diesen einen, gar nicht bedeutenden Film in der Vorrede zu meiner doch allgemeinen Liste so ausführlich bespreche. Eben weil ich damit zeigen will, daß der Übergang von den wertvollen, vernünftigen Drehbüchern hin zu modernistischen, tendentiell unangenehmen, weil bloß noch Zivilisationsproblemchen behandelnden Erzählungen sehr fließend ist und keineswegs in Deutschland – das damals mit Hollywood zur Spitze der Filmproduktion gehörte – andersgeartet war als in den USA. Ich will sagen, daß also mit einigen Zwischenschwingern um 1950 herum das Anti-Literarische oder wenigstens Platt-Literarische in den Film Einzug hält und keineswegs der Nationalsozialismus oder der Hayes-Code noch einmal für anständige Filme gesorgt hätte. Denn auch in den späten 40er und 50er-Jahren finden sich noch ganz angenehme Beispiele, von denen die Liste auch einige wenige beinhaltet.

Gerade aber aufgrund dieser älteren, echt literaturhaften Filmdrehbücher liebe ich viele dieser Werke und stelle jene Liste zusammen. Eine Garantie ist das Produktionsdatum keineswegs, genauso wie es auch heute noch ausgezeichnete Filme geben kann. Aber da die Wahrscheinlichkeit mit dem jüngeren Datum wächst und außerdem der alte Umgang, die alten Redensarten usw. nur dort vorkommen können, der alte Witz mir auch meist besser liegt, so schaue ich lieber einen solchen alten Schinken als irgend eine moderne Produktion, bei der man aus dem Fremdschämen aufgrund oben genannter Lächerlichkeiten kaum herauskommt.

Vielleicht noch ein Wort zu den zahlreichen Komödien. Hier gibt es meiner Einschätzung nach einen durchaus gehörigen Unterschied zwischen Amerika und Deutschland. Während selbst in den 30er-Jahren die US-Komödie immer noch hauptsächlich auf Slapstick beruht – denken Sie an Chaplin, Dick und Doof oder die Marx-Brothers – so ist der deutsche Film viel frischer auf die neue Tonfilm-Ära zugegangen. Hier ist es vor allem der Wortwitz, den es zwar auch teils sehr schön in amerikanischen Komödien gibt, aber doch etwas hereinplatzender und weniger fein, als er in Deutschland erfolgreich war. Kriminal- und Gerichtsfilme hingegen sind eine Paradedisziplin des amerikanischen Films, wenngleich es auch einzelne gute deutsche Beispiele gibt. Der beste Revuefilm kommt dafür trotz der Vielzahl amerikanischer Beispiele unerwarteterweise aus Deutschland: Es leuchten die Sterne (Dank an Herrn Mühlbrandt!) – ein Feuerwerk an filmerischen, tänzerischen und Dialog-Einfällen, die selbst das Unzusammenhängende, das jeder Revuefilm p.d. hat, vergessen machen.

Wo werden nun diese Filme gezeigt? Die meisten findet man auf Youtube (gelegentlich in zu breitem Format!), im InternetArchive oder bei OK und ähnlichen Plattformen (teils nur in schlechter Qualität). Ob im einzelnen jeder der dort verfügbaren Filme aber schon gemeinfrei ist, kann ich nicht sagen. Und auch wenn das Fernsehprogramm heute nahezu von Vorkriegsfilmen bereinigt ist (im Gegensatz zu den 90ern etwa), so gibt es doch dann und wann einen zu sehen, auch in HD. Es empfiehlt sich, regelmäßig eine Fernsehprogramm-Internetseite zu nutzen, auf der man das Produktionsjahr einschränken und sich auch E-Mail-Nachrichten zur Erinnerung kommen lassen kann. Etliches gibt es auch auf DVD, wobei es, um die Auflösung der alten Filme abzubilden und auch völlig frei von Artefakten zu sein, Blu-Ray oder ähnlichen HD-Materials bedarf.

Mit weitgehender Garantie sich also nicht fremdschämen zu müssen, empfehle ich (unter ständiger Erweiterung und mit der Hoffnung auf Ihre Mithilfe in den Kommentaren) folgende Streifen aus deutscher/österreichischer und amerikanischer/britischer Produktion mit einer groben Qualitätseinteilung von 1 bis 3 Sternen (schwarz/blau/rot).

A Christmas Carol ** . 1938 . s/w . gute Adaption der Dickens-Erzählung

A Damsel in Distress (ein Fräulein in Nöten) * . 1937 . s/w . schwächerer Astaire-Tanzfilm

Blackmail (Erpressung) ** . 1929 . s/w . Klassischer Hitchcock

Blue Skies * . 1946 . Technicolor . einfallsloser Revuefilm, aber mit bekanntem Schlager: Puttin on the Ritz

Bomben auf Monte Carlo ** . 1931 . s/w . witzig-dramatische Lebemann-Tragödie

Borrowed Wives ** . 1930 . s/w . Spielfilm um eine Erbschaft und Heirat

Broadway Melody * . 1929 . s/w . leichte Liebesgeschichte im Schauspielermilieu (1935 & 1938 Neuverfilmungen)

Cavalcade ** . 1934 . s/w . eine Art Downton-Abbey-Film

Cocktail für eine Leiche (Rope) *** . 1948 . Technicolor . ausgenommen psychologisch-spannende Kriminalgeschichte im Kammerspielformat (Hitchcock)

Das alte Lied * . 1945 . s/w . nicht ganz überzeugende Verfilmung von Fontanes „Irrungen, Wirrungen“

Das Lied ist aus ** . 1930 . s/w . schwach und amerikanisch beginnender, aber dann stark endender Liebesfilm

Der brave Soldat Schweigk ** . 1960 . s/w . Irrenkomödie im 1. Weltkrieg

Der Draufgänger ** . 1930 . s/w . Kriminalfilm mit Hans Albers

Der florentiner Hut *** . 1939 . s/w . filmerisch innovative Verwechslungskomödie (auch 1927 stumm, frz.)

Der gebieterische Ruf *** . 1944 . s/w . psychologisch starkes Liebesdrama

Der Hauptmann von Köpenick *** . 1931/1956/1997 . s/w-Agfacolor . Drei gute Verfilmungen (Adalbert/Rühmann/Juhnke)

Der Herrscher *** . 1937 . s/w . tiefgründiges und aufwühlendes Familiendrama (mit Propagandaelementen)

Der Mann der Sherlock Holmes war *** . 1937 . s/w . herrliche Gaunerkomödie

Der Mann von dem man spricht ** . 1937 . s/w . Studenten-Liebes-Komödie (Rühmann, Lingen, Moser)

Der Mustergatte ** . 1937 . s/w . Ehekomödie (Rühmann)

Der Postmeister ** . 1940 . s/w . tragische Geschichte einer russischen Postmeistertochter

Der Student von Prag *** . 1913 . stumm . mystisch-romantischer Gruselfilm, Neuverfilmungen 1926 & 1935

Die Drei von der Tankstelle *** . 1930 . s/w . unvergleichliche Operettenkomödie

Ein gewisser Herr Gran *** . 1933 . s/w . Der Ur-Bond! (Agenten-Kriminalfilm)

Einbrecher * . 1930 . s/w . mittelmäßig unterhaltsame Filmoperette mit schönen Liedern

Ein Mann wie Maximilian ** . 1945 . s/w . angenehmer Liebesfilm (Karin Hardt)

Es leuchten die Sterne ** . 1937 . s/w . bester mir bekannter, innovativer Revuefilm

Die Feuerzangenbowle *** . 1944 . s/w . Dauerbrenner der deutschen Komödie

Flying down to Rio * . 1933 . s/w . noch recht schwacher, früher Astaire-Tanzfilm

FP1 antwortet nicht *** . 1932 . s/w . Sci-Fi-Film und tragische Heldengeschichte

Frauen sind doch die besseren Diplomaten ** . 1941 . Agfacolor . Liebesgeschichte mit typischen Verwechslungen und anzüglichen Dialogen

Funny Face ** . 1957 . Technicolor . recht witziger Musikfilm mit schönen Liedern

Gold *** . 1933 . s/w . tiefgründige Sci-Fi-Odyssee eines Wissenschaftlers um’s Goldmachen

Gone with the Wind ** . 1939 . Technicolor . wenig vorbildliches Lebensdrama einer verzogenen Frau, technisch sehr gut

Grand Hotel (Menschen im Hotel) * . 1932 . s/w . etwas unzusammenhängender Hotelfilm

Heidi ** . 1952 . s/w . rührender Kinderfilm eines Schweizer Almmädels

Ich vertraue dir meine Frau an ** . 1943 . s/w . Verwechslungskomödie (Rühmann)

Illusion ** . 1941 . s/w . unterhaltsamer und tragischer Liebesfilm mit komödiantischen Elementen

Immensee . 1942 . Agfacolor . noch ungesehen

It happened one Night *** . 1934 . s/w . unterhaltsamer Liebesfilm als Roadmovie

It happened on Fifth Avenue *** . 1947 . s/w . rührende Weihnachtsgeschichte

Königliche Hochzeit (Royal Wedding) ** . 1951 . Technicolor . netter Astaire-Tanz- und Musik-Film

Lachende Erben ** . 1933 . s/w . nette Trink- und Liebeskomödie

Lady behave! ** . 1937 . s/w . Verwechslungskomödie

Liebe muß verstanden sein * . 1933 . s/w . Verwechslungskomödie

Liebesbriefe aus dem Engadin ** . 1938 . s/w . kurzweilige Liebeskomödie (Luis Trenker)

Lumpacivagabundus ** . 1936 . s/w . Landstreicherkomödie (Lied: Wozu ist die Straße da?)

Metropolis ** . 1929 . stumm . langatmiger, aber bildgewaltiger Sci-Fi-Klassiker

Monkey Business ** . 1931 . s/w . witziger Slapstick (Marx Brothers)

Münchhausen ** . 1943 . Agfacolor . etwas unzusammenhängender Abenteuerfilm

Nanu, Sie kennen Korff noch nicht? * . 1938 . s/w . Verwechslungskomödie

Nosferatu *** . 1922 . stumm . romantisch-expressionistischer Dracula-Klassiker

Opfergang *** . 1944 . Agfacolor . Fontane-ähnliches Ehe- und Liebesdrama in herrlichen Agfa-Color-Farben

Quax, der Bruchpilot *** . 1941 . s/w . Klassiker der deutschen Komödie (Rühmann)

Rich and Strange (Endlich sind wir reich) * . 1931 . s/w . etwas zusammenhangsloser Hitchcock-Liebesfilm

Roberta ** . 1935 . s/w . typischer Astaire-Tanzfilm

Robin and the 7 Hoods ** . 1964 . Technicolor . unterhaltsame Gangster-Musik-Komödie mit großartigen Sängern

Shadow of a doubt (Im Schatten des Zweifels) ** . 1943 . s/w . guter klassischer Hitchcock (ähnlich Blackmail)

Sherlock-Holmes-Filme (mit Basil Rathbone) ** . 1939-1946 . s/w . wunderbar gespielte Doyle-Verfilmungen, Wiki-Liste

The Gay Divorcee (Scheidung auf amerikanisch) ** . 1934 . s/w . guter Astaire-Tanzfilm

Top Hat (Ich tanz mich in dein Herz hinein) ** . 1935 . s/w . guter Astaire-Tanzfilm

Ungeküßt soll man nicht schlafen gehn ** . 1936 . s/w . angenehme Komödie

Viktor und Voktoria ** . 1933 . s/w . schöne Verwechslungs-/Travestiekomödie

Westfront 1918 * . 1930 . s/w . Antikriegsfilm mit realistischen Grabenszenen, aber reißerischem Schluß

Wiener Blut ** . 1942 . s/w . charmante Verwechslungskomödie im historischen Kostüm (Fritsch, Moser, Lingen)

You were never lovelier (Du warts nie berückender) **, 1942, s/w, sehr romantischer Operettenfilm mit Fred Astaire und Rita Hayworth

*

Wünsche unterhaltsame Filmabende!

17 Gedanken zu “Die schönsten Vorkriegsfilme

  1. Danke, der Beitrag bietet viele Anregungen. Ich selbst war zum Beispiel noch gar nicht darauf aufmerksam geworden, daß man so viele wunderbare alte Filme, die von Youtube wieder herunter genommen worden waren zwischenzeitlich, nun auf Archive oder OK finden kann. Das ermöglicht ja viele neue Filmabende.
    Bewertungen sind natürlich individuell. Wenn man mit achtjährigen Kindern zum Beispiel „Liebe muß verstanden sein“ sieht, wird man sofort diesen Film hochwerten auf rote Markierungsfarbe – so wie die Feuerzangenbowle und Quax den Bruchpiloten.
    Auch Viktor und Viktoria kommt bei Kindern gut an. Überhaupt finde ich es einen guten Maßstab, ob man solche Filme, die eigentlich Erwachsenenfilme sind, sich zusammen mit Kindern ansehen kann. Auch wenn in ihnen echte „Erwachsenenprobleme“ verhandelt werden, ist das zumeist so gelungen dezent gemacht, daß das Kinder gar nicht mitkriegen. Meine Güte, und das geht auch noch? Man ist fast erschüttert darüber. In was für ekelhaften Zeiten leben wir. Dasselbe gilt übrigens für „Ein hoffnungsloser Fall“. Ach, der fehlt hier noch in der Liste, ein schöner Arztfilm, der – wie mir scheint – unter anderem in der Eingangshalle der Humboldt-Uni spielt 1939. Überhaupt …. Studentenleben 1939 …
    Und wie sieht es aus mit dem „Gasmann“? Auch ein schöner Film, aber nichts für Kinder, ebenso wenig „Das alte Lied“ (1944/45), der mir klar gemacht hat, wie wichtige Lebensentscheidungen unseres letzten Kaisers, seines Sohnes, des Kronzprinzen und von dessen ältestem Sohn einzuordnen sind. Der Film weckt ganz schön gemischte Gefühle über den Moral-Sumpf der Kaiserzeit.
    „Der schwarze Husar“ kommt bei Kindern übrigens auch gut an und ist – natürlich – auch spannend für patriotische Erwachsene.
    Der Engel mit dem Saitenspiel wäre noch zu ergänzen (VON Heinz Rühmann, nicht MIT ihm).
    „Der Verräter“, ein Geheimdienstfilm.
    Meine eigene Liste ist noch viel kürzer –
    http://studgenpol.blogspot.com/2019/02/mein-film-tagebuch-2014-bis-2017.html
    aber ich werde sie jetzt gut ergänzen können!

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  2. Ich unterstreiche fast jedes Wort dieses Blogbeitrages doppelt.
    Mir drängt sich auch hier wieder der üble Verdacht auf (die üble „Verschwörungstheorie“), daß nicht gar zu viele Filme der Zeit vor 1945 gar zu einfach zugänglich sein DÜRFEN für das große Publikum – denn wie völlig entblättert, wie völlig geistlos steht dann das Filmschaffen SEIT 1945 da? Für fast jeden offensichtlich?
    Es wurden ja unglaublich viele Filme produziert damals. Wenn man durch Zufall auf vollständige Listen von Filmtiteln stößt, ist man ja richtig erschreckt, was man alles davon trotz langjährigem Hinsehen IMMER noch nicht kennt. Nur ein Bruchteil davon wird einem bekannt dadurch, daß der Film einmal irgendwo im Netz zugänglich wird.
    Daß der Film eine politische Macht darstellt, ist vielen Mächtigen vermutlich viel mehr bewußt als dem durchschnittlichen Herdentier, das so alles in sich hinein konsumiert, was ihm vorgesetzt wird. Friß Vogel oder stirb.
    Dieses Filmschaffen vor 1945 zeigt: Schrott MUSS nicht sein. Und eine vertierte Gesellschaft MUSS nicht sein.
    Sie sind also gewollt.
    Ok, ich rede in Platitüden, ich weiß.
    Wunderbar auch der Satz: „Jaja, der Alltag ist das größte Drama… zwanzig Pfennig in die Platituden-und-Modernisten-Sparbüchse.“
    (Aber ich habe einmal vor langen Jahren in Salzburg Hamlet in Motarrad-Lederjacke auf der Bühne gesehen und bin seitdem ERSTAUNT, wie völlig nebensächlich „Ausstattung“ werden kann, wenn ein erschütternder Text einfach nur verdammt GUT gespielt wird. Ähnliches habe ich später auch in Frankfurt am Main insbesondere bei Shakespeare-Stücken erlebt.)

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  3. In der Tat, auch wenn man schon seit Jahren Vorkriegsfilme schaut, hat man immer noch viel vor sich und von vielem noch gar nicht gehört. Auch deshalb habe ich diese Liste gemacht, um selbst mehr kennenzulernen, weshalb ich sehr für Ihre Empfehlungen danke! Sie kommen, nachdem ich sie gesehen habe, gleich hinzu.

    Da ich es aber für eine Schade halte, solche Filme in miserabler Qualität zu schauen, gestalte ich meine Filmabende erstmal mit denen, die in HD verfügbar sind und nur in der größten Not mit den verpixelten, sodaß es auch etwas dauern kann.

    Daß man diese Filme vor den Zuschauern versteckt, wage ich aber zu bezweifeln, wenn Sie das sagen wollten. Denn es ist ja kein Zufall, daß unsere Filme heute so sind, wie sie sind. Es ist zum großen Teil das, was die breite Masse wünscht. Sie würde vermutlich die alte erzählweise mehrheitlich als langweilig, die Ton- und Bild-Qualität (s/w!) für unerträglich halten usw. Aber vom Massengeschmack muß man sich zum Glück ja nicht leiten lassen.

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  4. Ja, bei „Liebe muß verstanden sein“, ist es tatsächlich die lächerliche Schlußszene mit dem Robotertanz, der ihn für erwachsene doch zu absurd macht. Aber Sie haben völlig recht, daß Kinder vor der Leinwand ein gutes Kriterium sind: Da weiß man sofort, ob mit unanständigen oder unmenschlichen Ekelhaftigkeiten hantiert wird oder nicht.

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  5. Dr. Caligari

    Hallo,

    ich MUSS mich quasi zum Thema äußern, denn Sie, Herr Wangenheim, haben etwas übersehen:
    > https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Cabinet_des_Dr._Caligari

    Und ja, der deutsche Expressionismus scheint irgendwas in mir anzusprechen. Halten sie, liebes Publikum, mich gerne für einen altmodischen Spinner, aber der Film hat es hinbekommen, mich total zu fesseln und das, obwohl er ein Stummfilm ohne Farbe war. Heutzutage braucht man deutlich mehr Spezialeffekte, um deutlich weniger zu erreichen.

    Was vielleicht viele Leser ebenfalls überraschen wird, ist ein Hinweis auf eine Quelle, die viele Leute gar nicht auf den Schirm haben:
    Die 7 Samuari von Kurosawa. Mit Kurosawa macht man allgemein wenig falsch.

    Die uneinholbare Dominanz von Hollywood ist erst in den 1970ern oder 80ern entstanden und weist, wie ich anhand der politikorrekten Stoffe zu sehen glaube, inzwischen ihre Mängel auf.
    Wenn Europa nicht in dem Zustand wäre, in dem es allgemein ist, könnte es den Platz Hollywoods zurückerobern… Vor allen Dingen mit den Spezialeffekten kann man heute viel machen. Zudem ich fest davon überzeugt bin, mit guten Kulissen und altmodischen Effekten auch wieder ein Publikum erreichen zu können.
    Heute explodieren in vielen Filmen nicht weniger als das Universum und… es passiert nix.

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  6. Zu absurd ja, aber das will ja ALLES mit einem Augenzwinkern gesehen werden. Oder sogar mit zwei.
    Ich selbst stieß auf diesen Film tatsächlich erstmals aufgrund dieser kurzen, kruden Szene:

    Sie macht unglaublich neugierig, weil man die vielen erschreckten Gesichter sieht und sich denkt: was gab es da alles an Vorlauf? Im Vordergrund der Szene steht das Lied selbst und die fröhliche Frau, die es singt.
    Daß die Szene zu absurd ist, wird ja erst deutlich, wenn man den ganzen Film kennt. Aber was an diesem Film ist eigentlich nicht „zu absurd“?
    Schon gleich zu Anfang, wo die Hunderter-Geldscheine auf die Straße fliegen und im Gulli landen …. Und so weiter und so weiter. All das ist ja zugeschnitten auf die naiv-fröhliche Hauptdarstellerin. So richtig Klamauk in allen Varianten, ohne jemals niveaulos zu sein.
    Die Lieder machen viel bei diesem Film, auch das Lied „Ein bisschen Vorschuß so kurz vor Torschluß, das macht das Leben noch mal so schön“. Das sind halt schmissige Sachen, die ICH nur DESHALB ablehne, weil es gar zu üble Ohrwürmer sind.
    Beide Lieder sind Running gags bei uns, ersteres auch in der getanzten Fassung ….
    So viel unbeschwerte Fröhlichkeit, wo gibt es das denn noch?

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  7. Philipp von Pentz

    Ich würde noch einige Filme von John Ford anregen.
    Beispielsweise The Stagecoach (auf Deutsch: Ringo) für Western, ein überraschend gesprächiger Film für einen frühen John Wayne Western als gelungener, sogar durchaus tiefgründiger Gesellschaftsfilm. Kann man auf Englisch auf YouTube sehen und ist ja auch aus der Vorkriegszeit.
    Zudem hat mich der Film ‚How Green Was My Valley‘ (Schlagende Wetter) sehr berührt. Es ist eine ebenfalls kulturell-historisch interessante Darstellung des traditionellen Lebens in Wales und des gesellschaftlichen Wandels in der Spätphase des des viktorianischen Zeitalters anhand einer ärmlichen, hart arbeitenden Familie gezeigt. Eine vor allem sehr rührende Geschichte, die vor allem wegen ihrer ‚Einfachheit‘ umso ergreifender ist.
    Definitiv ein Film, den ich im Hinterkopf habe, wenn ich an idyllische Darstellungen der ‚vormodernen Zeit‘ denke. Übrigens hat der Film auch sehr schönen walisischen Gesang zu bieten.
    Der Film hat nicht umsonst den Oscar gewonnen, in einem Jahr als er gegen Orson Welles mit Citizen KKane antreten musste. Beide Filme gibt es wie gesagt auf Englisch frei bei YouTube, ansonsten müsste man wahrscheinlich die DVD erwerben.
    Diese beiden Filme kann ich vorbehaltlos empfehlen. Es gäbe natürlich noch weitere großartige John Ford Filme die man jedenfalls mal gesehen haben sollte, aber die sind meist schon der Nachkriegszeit zuzuordnen. Ford ist ein Regisseur dessen Filme bisweilen neben der filmischen Dimension für amerikanische Filme fast schon provinziell (auch manchmal religiös) und lyrisch daherkommen, wodurch sie sich klar vom heutigen US-Kino abheben

    Vielen Dank für die Liste, über Weihnachten wird das viel Freude bereiten, denn so lässt sich Kultur mit Genuss verbinden wie es sich gehört! 🙂

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  8. Sie haben völlig recht, ich habe die Western vergessen, also sozusagen den amerikanischen Heimatfilm. Ich habe vor vielen Jahren einige gesehen, kann mich aber an die Titel nicht mehr erinnern. Ich werde auf Ihre Anregung hin das ganze nochmals in Angriff nehmen!

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  9. Felix P.

    Ich kann die Musikfilme von Geza von Bolvary empfehlen. Insbesondere:
    – Das Lied ist aus
    – Zauber der Boheme
    – Die Fledermaus (auch wenn der Film etwas neuer ist)
    und, auch wenn das trivial klingen mag, die alten Filme von Alfred Hitchcock, meine Top 3 der Filme die man auf Youtube gucken kann:
    1. The trouble with Harry
    2. Spellbound – Ich kämpfe um dich
    3. Eine Dame verschwindet

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  10. Danke für Ihre Hinweise! Hitchcock kommt in meiner Liste ebenfalls vor, aber Ihre Aufzählung kenne ich noch nicht.

    P.S.: Ich habe Ihren Namen geändert, denn Sie haben ausversehen Ihre E-Mail-Adresse in das Feld eingegeben.

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  11. Juan E.

    Als ich die Tage so vor mich dahin vegetierte, schließlich muss man den Verwandten ja auch mal etwas Luft lassen, wurde der Wunsch nach kulturvoller Unterhaltung sehr stark und so besann ich mich auf ihren YouTube-Kanal. Denkfaul bemühte ich eine Suchmaschine und fand so diese Seite.

    Nun aber ernsthaft. Damit möchte ich nicht den Inhalt meiner Worte korrigieren (kulturvoll z.B.), sondern nur den Stil. Sowohl dieser Artikel als auch die beigefügte Liste gefallen mir sehr. Den Herrn Gran habe ich sogar gleich gefunden und freue mich schon darauf. Vielen Dank, auch stellvertretend für Ihre anderen Beiträge.

    Selbst schätze ich viele Filme des besprochenen Zeitraums, die Begründung, der auch ich mich anschließen kann, haben Sie mit treffenden Worten in Ihrem Artikel gegeben. Aus anderen Kommentaren (auch zum verlinkten Beitrag an anderer Stelle) entnahm ich weitere Hinweise auf Filme, die ich entweder noch gar nicht oder nur dem Titel nach kannte. Eine willkommene Bereicherung der Filmsammlung.

    Mit einem Hinweis möchte ich mich bei allen Lesern (und beim Schreiber) revanchieren, auch wenn das Erscheinungsjahr in den späten 50ern liegt. Ich halte die Verfilmung von „Es geschah am hellichten Tag“ von 1958 ebenfalls für einen gelungenen Film. Nicht nur, weil einer dar Hauptdarsteller einmal „nur um die Ecke“ wohnte.

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  12. Das freut mich sehr! Achten Sie übrigens darauf, daß das Seitenverhältnis bei den Filmen stimmt. So ist der Gran z.B. bei Youtube zu breit gezogen. Das richtige Verhältnis finden Sie bei OK.

    Ich habe auch an den „hellichten Tag“ gedacht, habe jedoch ambivalente Erinnerungen daran. Das hat vor allem mit dem Filmthema zu tun. Genauso wie in „M“ (1931) stoßen mich die Kindermörderfilme sehr ab. Aber das sind persönliche Befindlichkeiten. Ansich ist der Film freilich gut, nicht nur Rühmanns wegen.

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  13. K. Laufinger

    Nur eine kleine Anmerkung zur schönen Liste: Wenn es um Aufarbeitung von Western geht, beginnen Sie gern mit zwei der größten: „My Darling Clementine“ (1946) und „The Searchers“ (1956), beide von John Ford…
    Viele Grüße!

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