Der gute, passende Herren-Anzug . Teil 2 . Wann paßt ein Sakko wirklich?

Als Allererstes sollte es Ihnen um die Frontansicht gehen. Zwar ist die wirkliche Herausforderung an einen gut sitzenden Anzug nicht die Frontansicht, sondern die Seiten- und vor allem die Rückansicht, aber wenn Sie von vorn nicht absolut tadellos aussehen, brauchen Sie sich gar nicht rumdrehen. Probieren Sie also Ihre Größe, dann eine Größe darüber, dann eine darunter. Die kleinste Größe, die faltenfrei Brust und Umgebung des Schließknopfes (zweiter von unten) zeigt, wo also keine Stauchungen und Zugkräfte im Tuch auftreten, gehört zur engeren Auswahl.

Im Detail muß die Frontansicht folgende Kriterien erfüllen (zweiknöpfiger Einreiher):

• gleichmäßig fallende und abkantende Schultern
• die Außenlinien der Ärmel verlaufen glatt nach unten
• das Revers fällt im Bogen über die Brust, knickt nicht
• die Sakkoschöße spreizen nicht von der Hüfte weg
• das Sakko sollte bis auf die Höhe der Schrittöffnung reichen
• Taillierung, aber keine Zugfalten vom Schließknopf her
• Ihre Faust paßt zwischen Bauch und geschlossenen Schließknopf
• der Schließknopf liegt zwei, drei Fingerbreit über dem Bauchnabel

Front Sakko Paßform.JPG
links: Sommertweed mit faltigen Ärmeln . rechts gute Silhouette

Ist das alles erfüllt, gehört das Sakko nun zur eingehender zu prüfenden Auswahl. Denn die Glätte der Frontansicht ist nur die Pflicht. Und das übergehen viele Paßformhilfen allzugern. Jetzt erst wird es kompliziert. Nun folgt als Kür die Rückansicht.

Die Öffnung der Jacke beschwert der Front nämlich recht große Ausgleichsmöglichkeiten. Etwa den Öffnungswinkel des Revers, aber auch die Möglichkeit der Weitung am Saum, ohne daß irgendetwas komisch aussähe. Außerdem wird ein Sakko am Rücken ausgerichtet, hat also überhaupt die meisten Berührungsflächen am Rücken, während die Front nur von Brust und Schulter getragen wird. Der Rückenteil des Sakkos muß – abgesehen von den Rückenschlitzen – der Kontur des Körpers ohne alle ausgleichenden Öffnungen nachgeformt werden. Und da liegt meist der Hund begraben.

Obere Rückansicht: Am Rücken, d.h. am Verlauf der Falten, die am Rücken auftreten, können Sie aber verhältnismäßig leicht ablesen, was an jedem einzelnen Sakko nicht paßt. So ist es etwa an der Frontansicht nur durch etwas lose Fülligkeit zu erkennen, ob die Brustweite zu groß ist. Sehen Sie aber am Rücken Falten neben dem Ärmellöchern, wie an dem braunen Sommertweed hier im Bild, dann liegt das an einer zu weiten Brust (meist im Zusammenhang mit Falten am hinteren Oberarm).

nicht gut sitzender Anzug.JPG
schlecht sitzender Anzug: Ärmelfalten und überflüssiger Stoff an den Achseln (zu große Brustweite), außerdem schlecht nach-tailliert

Eine einfache Falte an dieser Stelle kann man durchaus zulassen, sofern sie sauber verläuft. Denn klassische Hunting-Jackets, die eine große Bewegungsfreiheit zum Anlegen des Gewehrs benötigen, werden sogar an dieser Stelle zielgerichtet mit einer Falte ausgestattet, wie man sie auch an Hosen als sogenannte Bundfalten kennt (dazu später mehr). Nur alles hat eben seine Grenzen und je sauberer diese Stelle verläuft, desto makelloser die Gesamtwirkung. Treten also neben den Ärmelansätzen Falten auf, wählen Sie möglichst eine kleinere Größe desselben Sakkos aus. Auch können Falten innen zwischen den Schulterblättern, d.h. mittig auf der Wirbelsäule auftreten, wenn die Schulterweite des Jacketts zu groß (senkrechte Falten) oder zu gering ist (Querfalten).

Achten Sie übrigens darauf, daß kein collar gap, keine Kragenlücke zwischen ihrem Hemdkragen und dem Sakko-Kragen besteht. Das wäre Zeichen einer gesamtheitlich andersartigen Proportionierung des Sakkos, als Sie es benötigen. Allerdings kommt diese Kragenlücke auch nie allein.

S 5.JPG
seitliche Rückansicht an einem hellbraunen Leinenanzug: guter Sitz (der Schlitz ist nach winterlangem Hängen geknickt – kein Paßformproblem)

Mittlere und untere Rückansicht: Die richtige Höhe und Weite der Taille erkennen Sie an einem gleichmäßig und faltenfrei ausgeformten Sattel (d.i. die horizontale Rundung um Ihre Taille und die vertikalen Hohle Ihrer Wirbelsäule). Weiter unten sollte der Sakkoschoß über das Gesäß fallen, ohne daß die Rückenschlitze auseinanderklaffen. Das wird meist durch eine zu enge oder zu tief liegende Taille verursacht.

Ist die Taillierung zu stark und zu tief, so steht der Schoß absurd nach hinten, wie ein Entenbürzel. Hier sehen Sie ab 1:33, daß das Sakko weitaus zu eng tailliert ist (nicht an den Seitennähten, sondern in der Rückennaht). Das nennt man trying too hard. Die dort gestellte Diagnose ist völlig falsch. Freilich kann man Falten bekämpfen, indem man quer dazu noch mehr Stoff wegnimmt… bis eine Preßwurst entsteht. Bleiben Sie also gelassen: Taillierung Ja! Extremismus Nein!

Wenn Sie sich exakt von der Seite betrachten, sollte der sogar Rücken kaum in die Hohle gehen, ja fast gerade fallen – obwohl ihre Wirbelsäule das freilich nicht tut. Aber wie ich schon sagte: So wie ein Leisten nicht jede Zehe und jeden Knöchel des Fußes abbildet, so kann und soll ein Sakko nicht jeder Kontur Ihres Körpers nachlaufen, sondern ihn insgesamt elegant umhüllen.

Erst wenn Sie sich ein wenig drehen, sehen Sie, wie tief die Taillierung in Ihre Seiten hineinflieht, so wie auf dem folgenden Bild:

Rückansicht Sakko Vergleich.JPG
Links ein brauner Sommertweed, schlecht nachtailliert, zu breiter Oberrücken, d.i. zu großer Brustumfang . Rechts grau gestreifte 130er Wolle, guter Sitz (gleicher Schnitt wie der hell karierte Anzug oben)

Der ganze Rücken, aber insbesondere Taille und Schoß hängen stark miteinander zusammen. Selten läßt sich hier an einem Teil eine wesentliche Änderung vornehmen, ohne daß es zerstörende Wirkung woanders hat.

Haben Sie nämlich das Gefühl, das Sakko müßte nachtailliert werden, so kann es leicht geschehen, daß Sie hernach erst bemerken, daß nun Falten an den Ärmelansätzen entstehen. D.h. das Sakko hatte eine zu große Brustweite, doch die Taille war ebenfalls zu weit. Da das Jaquett also überall gleichmäßig leicht aufgeblasen war, faltete sich kaum etwas. Lassen Sie nun taillieren, wird sichtbar, daß auch die Brustweite zu groß war und es entstehen Falten, da die Armlöcher und die Schulterbreite nicht geändert werden können. Das ist das eigentliche Problem mit dem Sommertweed im Bild. Ich trage den Anzug zwar trotzdem, denn beim Wandern ist das recht nebensächlich, aber ein Anblick, wie man sich ihn wünscht, ist das freilich nicht.

Um Ihnen die Wichtigkeit dieses Rückenproblems noch klarer zu machen: Die Konstruktion der Ärmellöcher und der Brust/Schulterbreite ist das Herzstück eines jeden Jaquetts. Alles andere hängt mehr oder weniger im wörtlichen Sinne daran. Achten Sie also darauf, hier keine Kompromisse zu machen. Denn wenn der Brust- und Schulterbreich in der Rückansicht nicht einwandfrei sitzt, dann wird ein Änderungsschneider hier nie endgültig Abhilfe schaffen können. Sie wandern dann von einem Übel zum anderen. Lassen Sie sich also raten: Kaufen Sie nur Sakkos, die mindestens am oberen Rücken ohne Weiteres tadellos passen, besser noch in der gesamten Rückansicht, inkl. glatter Ärmel.

Aber ich zeige Ihnen noch die englische Hunting-Jacket-Konstruktion, mit der große Bewegungfreiheit und eine recht saubere Ansicht mit einer bewußt genähten Falte möglich wird.

Hunting Jacket Bewegungsfreiheit.JPG
Hacking (Hunting, Schooting) Jacket mit Bewegungsfalte hinter der Achselhöhle (nachtailliert)

Was Sie außerdem an dem braunen Tweed-Anzug gesehen haben, sind die Falten an den Ärmeln. Das ist die nächste große Frage, die Sie – wie in der Frontansicht – stellen müssen. Lassen Sie sich nicht überreden, die Ärmellöcher Ihres Jaquetts drehen zu lassen, um diese zu beseitigen. Das Ärmelloch ist kein Kreis, nichtmal eine Ellipse. Wer hier dreht, muß die ganze Sakko-Konstruktion neu ausrichten oder eben – was meistens geschieht: den ganzen Ärmelansatz verunstalten.

Übrigens rate ich zu zwei Seitenschlitzen. Der einfache Schlitz ist besonders anfällig aufzugaffen. Das macht den Eindruck eines übergroßen Gesäßes und sollte vermieden werden. Außerdem ist der Doppelschlitz sehr geeignet für Träger, die gern bei geschlossenem Sakko die Hände in die Hosentaschen stecken wollen. Die Seiten klaffen dabei natürlich auf, aber der Rücken fällt davon unbeeindruckt glatt herunter. Die dritte Variante ist ein Rücken ohne Schlitz, was insbesondere für Smokings, also sehr formale Jaquetts, bevorzugt wird. Hier sollte man nie auf die Idee kommen, die Hände in die Hosentaschen zu stecken. Das knittert ganz fürchterlich. Und Sie wissen ja, bei Herren der alten Schule ist das ohnehin verpönt.

*

Zu Farbe und Stoff muß ich bereits hier etwas anfügen, da es noch zur Paßform gehört.

Ich habe Ihnen zur besseren Ansicht oben einen hellbraunen, fast ins Weiße reichenden Leinenanzug fotografiert. Bedenken Sie aber, daß Falten mit zunehmender Helligkeit des Anzugs auch immer deutlicher zu sehen sind. Ein nicht ganz perfekter anthrazitfarbener Anzug fällt dagegen deutlich weniger negativ auf. Das ist auch der Grund, warum es so wenige helle Anzüge gibt und sie vor allem den Maßschneidern vorbehalten sind. Ein heller Anzug, der Falten wirft, sieht ausgesprochen peinlich aus.

Dagegen trage ich meinen mäßig sitzenden ersten Anzug im Theater noch immer. Denn gerade im abendlichen Kunstlicht gehen die Unvollkommenheiten des anthrazitfarbenen Tuches weitgehend unter. Zumal die Garderoben-Qualität in den Theatern ja auch von Jahr zu Jahr abnimmt und man oft mit einem einigermaßen vernünftigen dunklen Anzug, ordentlichen schwarzen Schuhen, weißem Einstecktuch und schwarzer Fliege bereits zum bestangezogenen Besucher aufsteigt.

Außerdem sollten Sie allzu feinen Stoff nicht ausschließlich bejahen. Je dünner und leichter der Stoff fällt, desto eher faltet er sich auch. Ein etwas gröberer Stoff hält die Form viel besser. Die merkwürdige Tendenz, daß Off-the-rack-Anzüge mit immer feineren Stoffen – am liebsten Super 150 – angeboten werden, steht dem Wunsch nach einer faltenfreien Silhouette bei vorproduzierten Größen eigentlich entgegen. Ein Anzug mit feinem Stoff muß Ihnen viel besser passen, damit er keine Falten schlägt. Außerdem sind diese Stoffe recht wenig strapazierbar. Bevor wir aber zu den „inneren“ Werten des Anzugs kommen, noch ein paar Worte zu Weste, Hemd und Hose im dritten Teil.

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10 Gedanken zu “Der gute, passende Herren-Anzug . Teil 2 . Wann paßt ein Sakko wirklich?

  1. Pingback: Der gute, passende Herren-Anzug . Teil 1 . Vorbetrachtungen – Die Reisen des wunderlichen Herrn Wangenheim

  2. Dark P. Green

    Sehr geehrter Herr Wangenheim,
    dass sich ein Harry Graf Kessler um Faltenwürfe bei nicht so gut sitzenden Anzüge gekümmert hätte, wäre mir auch egal. Wohingegen er in Weimar, und vielleicht in der thüringischen Provinz im Allgemeinen – seiner Zeit – gute Garderobe her hatte, fände ich schon interessanter. Die Zeit ist kostbar. Ich freue mich daher schon sehr auf das Hörbuch zu Graf Kessler. Zumindest würde mich schon vorab ein Hörprobe interessieren. Ich möchte nicht wie Julius Posener entäuscht werden, als er zum ersten Mal die Stimme von Hermann Muthesius vernahm, der sein Leben lang sein Großneuhausener Dialekt nicht abgelegt hat. Weimar, Waltersdorf, Jena, Almrich, Roda oder Saaleck liegen nun mal nicht weit voneinander. Einen gepflegten Sonntag! Auch möchte ich Sie an das 4. Gebot (Der Kunstwart, 1. Februar 1900 „Die Zehn Gebote zur Wohnungseinrichtung“) von Ferdinand Avenarius erinnern: „Vermeide alle Imitationen!“
    Mit geneigtem Gruß
    Ihr Dark Paul Green

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  3. Sie vielleicht nicht, Kessler hat sich allerdings sehr wohl dafür interessiert, war jedoch keineswegs auf Weimar angewiesen, wenn es um Garderobe ging. In späten Jahren jedenfalls hat er in London Anzüge gekauft und ist ja überhaupt viel herumgekommen. Gleichwohl wäre damals auch in Weimar genügend Auswahl an vernünftigen Schneidern gewesen, was er vermutlich in seiner Weimarer Zeit auch genutzt hat. Sie dürfen nicht von heutigen Verhältnissen ausgehen.

    Bezüglich des Hörbuches muß ich Sie enttäuschen, das liegt auf Eis.

    Die Imitation soll natürlich im allgemeinen nicht vermieden werden, denn sie ist Ausgangspunkt aller Neuschaffung. Avenarius meint hier die Imitation von Materialien, aus denen der Einrichtungsgegenstand aus Mangel an Qualität gar nicht besteht. Und das ist in der Tat abzulehnen.

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  4. D. Green

    Sehr geehrter Herr Wangenheim,
    Nun meiner Empfindung nach hat ein weißgelackter bureau des femmes in deinem Herren- oder Studierzimmer eher als eine Imitation eines bureau zu gelten. Gerade wenn offensichtlich ein Glas – nur als Solitär ? – aus dem Hause Moser zur abendlichen Stunde darauf abgesetzt wird. Abgesehen davon das da Cognac V.S.O.P und Zigarren hingehörten. Bei der Beratung hinsichtlich Ameublement bin ich gern behilflich.
    Mit geneigtem Gruß
    Ihr Dark P. Green

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  5. Ich hatte die Wahl zwischen einem schön gemaserten mittelbraunen und einem weißlackierten. Ich habe mich für den Kontrast entschieden, zugegeben vor allem wegen der praktischeren Schubladen. Heute würde ich vielleicht anders entscheiden. Da das Ganze aber mit dem zweifarbigen Sessel recht gut harmoniert, bin ich ausgesprochen zufrieden.

    Warum sollte ich mir zwei oder drei Gläser für das Trinken beim Vortrag aufstellen? Und es ist kein Glas von Moser. Cognac gehört dort nicht hin, weil ich keinen trinke, sondern ausschließlich extrem verdünnte Bärenauslese. Zigarren gehören auch nicht hin, da ich nicht rauche.

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  6. Dark P. Green

    Guter Herr Wangenheim, es ging mit mit den Anspielungen auf Zigarren und Cognac eher um die kleinen Herrengesellschaft nach einen Abendessen. Ich bedaure, daher die Andpielung auf den Solitär, dass in Ihrem Herrenzimmer offensichtlich wenig dergleichen Gesellschaften stattfinden. Als wir noch im Großstädtischen Milieu lebten, hatten wir häufiger Geselligkeit, wo die Damen das Wohnzimmer besetzten und die Herren sich im Esszimmer zum gepflegten Skat versammelten. Ja richtig auch ohne Cognac und Zigarren. Ich traue Ihnen zu, dass Sie einen exquisite Herrenabend vorstehen könnten, selbstredend auch oder gerade in der Thüringischen Provinz. Mit oder ohne Beerenauslese gespritzt. Kontrapunkt gut und schön. Damenmöbel bleibt Damenmöbel. So denke ich. Hochachtungsvoll Ihr Dark P. Green

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  7. Auch wenn es solche Bestrebungen schon mehrfach gegeben hat, sind sie doch letztlich nicht von Dauer gewesen. Aber wer weiß, was die Zukunft bringt. Dieses Zimmer allerdings wäre ohnehin ungeeignet, da es sich nicht um ein Herrenzimmer, sondern nur eine kleine Bibliothek handelt, in der man kaum drei Menschen unterbringt. Das wäre genug für Skat, aber den spiele ich ebenfalls nicht.

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  8. Dark P. Green

    Lieber Herr Wangenheim, in Geschichte und Gegenwart kenne ich keinen Salon oder Herrenabend der von langen Bestand ist oder war. Im Vereinigten Königreich mag man in Club Culture so etwas auf Dauer etabliert haben, dies Art von Institutionen bleiben mir doch fremd. Dennoch empfinde ich doch wie wichtig Resonanz ist, auch wie sie jener Jenaer Philosophie Professor beschreibt. Nur zu Monologisieren, kann ich nicht. Warum lesen wir beide Briefwechsel von Goethe sofern? Weil es ein Wechsel ist und mit Resonanzen zu tun hat. Keine Kommentare zu Einlassungen. Das Gegenüber auf Augenhöhe. Im Übrigen ist Skat sehr gut für die Charakterbildung, gerade in unserem Alter. Auf bald Ihr Dark P. Green

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  9. Dark P. Green

    Bester Herr Wangenheim, nun ob Sie sich da wiederfinden – ich weiß es nicht – sondern ahne schon den Widerspruch, weil alles Moderne bei Ihnen der Dekadenz oder dem Untergang verfallen ist. Dennoch habe ich mich die letzten Jahre an den Schriften zur Resonanz von Hartmut Rosa ergötzt. Und was Madame Schoppenhauer angeht, Ausnahmen bestätigen die Regel, dieses gilt auch hier. Mit Gruß Ihr Dark P. Green

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