Fortschritt und Ordnung . Teil 5 . Die Rückkehr der Ordnung

Zum Video: https://youtu.be/rNPtCQzOaqw

Zum Finale wollen wir den Schlußsatz vom letzten Mal in Frage stellen, ob tatsächlich nichts auf eine Revitalisierung der Ordnung hoffen läßt. Dazu befassen wir uns mit der Frage, woher der übermäßige Wohlstand der letzten Jahrzehnte rührte, der jene Ordnung verachtenden Langeweile wesentliche befeuert hat. Und infolge dessen werden wir die Außergewöhnlichkeit dieses Zustandes einsehen, der uns notwendig zum eigentlichen, natürlich Zustand und seinen wiederkehrenden Voraussetzungen führen wird.

26 Gedanken zu “Fortschritt und Ordnung . Teil 5 . Die Rückkehr der Ordnung

  1. Dr. Caligari

    Sehr geehrter Herr Wangenheim,

    zunächst einmal stimme ich Ihnen zu, dass das Erleben tatsächlicher Knappheit ein Ende der „Dekadenz“ bedeutet. Insbesondere wird der Hedonismus und solche Ideen weniger attraktiv. Aber auch viele andere uralte Werturteile werden plötzlich wieder eine Bedeutung gewinnen, wie Familie usw.
    Desweiteren stimme ich Ihnen voll zu: Die derzeitige Teuerung ist letztlich politisch gewollt über einen längeren Zeitraum, aber auch eine unwillkommene Folge einer gewissen Krise und ihrer Politik.

    Wo ich Ihnen leider so gar nicht zustimmen mag, das ist die Betrachtung über das Notwendige Ende des Wohlstands. Der technologische Fortschritt ermöglicht eine immer bessere Nutzung von vorhandenen Ressourcen und erschließt neue. Inzwischen sind wir sowas, dass sogar aktiv daran geforscht wird, künstliches Fleisch herzustellen. Man kann im Prinzip schon unter heutigen Bedingungen künstliche Treibhäuser aufstellen und viele Nahrungsmittel darüber gewinnen. Ich glaube, da ist noch Raum nach oben.
    Zum Thema Weltbevölkerung: Durch steigenden Wohlstand sinkt die Reproduktion der Bevölkerung wieder. Sieht man im gesamten Westen und Japan und China. Wird in den USA nur aus anderen Faktoren überkompensiert. Deutschland und Japan ist bereits unter Erhaltungsgrenze. China rast ebenfalls auf eine solche Situation zu.

    Was fatal sein könnte, wäre natürlich, dass die Technologie nicht mehr kompensieren kann und gleichzeitig beides passiert: Die Menschen wenden sich wieder der Moral der alten Zeiten zu und bekommen mehrere Kinder UND die Ressourcen kommen an ihre Grenzen. In dem Fall sehe ich das Ende der Menschheit als gekommen voraus.

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  2. Beuters

    Sehr verehrter Herr Wangenheim,

    vorab erwähnt finde ich es durchaus sympathisch, dass Sie bisher nie auf das Thema eingingen, das momentan in aller (maskierten) Munde steckt.

    Ihre Beobachtungen teile ich, insbesondere die der Propaganda, möglichst weniger zu verbrauchen. Der Mensch der Zukunft wird wohl in Mikrowohnungen hausen und durch Soja aus Untergrundlaboren und „Fleisch“ aus 3D-Druckern ernährt werden. Jetziges in Massentierhaltung produziertes, mit Wachstumshormonen und Medikamenten vollgestopftes Supermarktfleisch wird die Preise vom Wild annehmen, und Wild der Oberschicht vorbehalten, ähnlich wie im Mittelalter. Das ist meine Prognose für dieses Jahrhundert, aber noch sind wir davon zum Glück einige Jahre entfernt. Also guten Appetit und ran an die Buletten! 😀

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  3. Damit hebeln Sie aber meine Argumentation nicht aus. Denn Sie müßten dann zeigen, daß entweder der Energieerhaltungssatz nicht gilt oder die Erde ein unendlich großes Energiereservoir besitzt. Beides dürfte schwierig werden.

    Der bloße Hinweis auf künstliches Fleisch widerlegt hier nichts. Wo bekommen Sie denn die Zutaten des künstlichen Fleisches her? Das sind Agrarprodukte wie Bohnen oder Getreide. Die Effizienz dieses Fleisches könnte zwar höher sein, als wenn ein Tier noch „sinnlos“ herumläuft, also lebt, das ist richtig. Unter Wiki findet sich aber: „Ökobilanzen und Stoffstromanalysen pflanzlicher Proteinalternativen durch Lebensmitteltechnologen am Fraunhofer-Institut IVV haben ergeben, dass In-vitro-Fleisch aufgrund der Mengen an Energie und Nährstoffen, die in die Nährlösungen eingebracht werden müssen, „hochgradig unwirtschaftlich ist“.“ Aber nehmen wir an, da wäre eine Effizientsteigerung möglich (was theoretisch so sein müßte), dann bezeichnet sie auch das absolute Ende der Steigerung. Denn es gibt ja keine Abfallstoffe mehr, also keine Verluste. Und da ist sie: Die absolute Grenze.

    Etwas gleichartiges gilt für Treibhäuser. Natürlich kann der Ertrag in Treibhäusern (allerdings nur für gewisse Pflanzen) höher sein. Aber auch hier gibt es ein Optimum, das vielleicht an gewissen Standorten im Freien nicht erreicht wird und durch Treibhäuser auch dort geschaffen werden kann. Wiederum ist das aber eben das Optimum, über welches es nie hinausgeht. Ganz zu schweigen vom materiellen Aufwand des Baus solcher Gewächshäuser im großen Stil.

    Daß in den entwickelten Ländern die Bevölkerungszahl wieder sinkt, habe ich ja im Vortrag erwähnt, nur bedeutet das gegenüber den riesigen Ländern, wo die Zahl explodiert, eben nichts.

    Genau dieser Punkt des bevölkerungsmäßigen Übersteigens der technologischen Möglichkeiten muß notwendig kommen. Aber deshalb ist die Menschheit nicht an ihrem Ende, sondern gerät in den alten Zustand der Knappheit. Der wird die Bevölkerungszahl regulieren und das natürliche Ringen um Ressourcen setzt sich fort, wie es immer war.

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  4. Sehr geehrter Herr Beuters,

    ich habe meine Zweifel, daß diese Utopien oder Dystopien je eintreten. Denn sobald die Knappheit wieder Einzug hält, verschwindet eben auch die Dekadenz, das sich „ernähren lassen“ usw. und macht einer wieder naturnäheren Anschauung, Arbeitsweise und Moral Platz. Diese verstärkt zwar das Ernährungsproblem, aber dann wird sich die Bevölkerungszahl eben auf einem geringeren Niveau wieder einpendeln.

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  5. Beuters

    Ob man da schon von „Dystopie“ schreiben kann, ist fragwürdig. Es war ja der Normalzustand unserer Vorfahren, vielleicht ein mal die Woche Fleisch zu essen und sich den Rest der Zeit vom Ertrag des Feldes zu ernähren, den man mit Schweiß und Blut dem Acker abringen musste. Jeden Tag Rindersteak und Brathähnchen war zumindest für die einfachen Schichten nicht denkbar, ist heute dank der Massentierhaltung aber auch für die Unterschicht erschwinglich.

    Die Wohnfläche pro Einwohner ist in den letzten hundert Jahren massiv angestiegen. Wenn ich überlege, in was für kleinen Hütten meine Urgroßeltern noch hausten, und das oft mit sechs, sieben Kindern … kein Vergleich zu den kaum belebten Einfamilienhäusern der Jetztzeit. Mikrowohnungen von zehn, vielleicht zwanzig Quadratmetern sind für Alleinstehende völlig ausreichend, und verhältnismäßig gesehen haben diese Alleinstehenden oft sogar noch mehr Wohnfläche pro Person als unsere Vorfahren. Wenngleich es für manche Menschen traurig ist, ihr Leben lang ganz alleine verbringen zu müssen, ist abgesehen von der Einsamkeit in die so eine Mikrowohnung zwingt auch daran nichts dystopisch.

    Ich stimme Ihnen insoweit zu, dass der große Zusammenbruch mit darauffolgenden Bürgerkriegen und Hungersnöten, auf den einige auch zu hoffen scheinen, wahrscheinlich ausbleibt. Das hat man, wie Sie auch im Video erwähnten, ja schon oft behauptet, dass es nun entgültig zu Ende sei und alles kollabieren würde, und es blieb Gott sei Dank immer aus.

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  6. Käfer essen und in häßlicher Kontainerarchitektur zu wohnen, wäre auch für unsere Vorfahren eine Dystopie gewesen. Aber mit dem knappen Wohnraum und dem zurückhaltenden Fleischkonsum haben Sie natürlich recht.

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  7. Beuters

    Zum Käferfraß wird es denke ich nicht kommen, zumindest nicht en masse, da die Alternativen wie In-vitro-Fleisch und die Ersatzprodukte aus Getreide wohl den Vorzug erhalten werden.

    Die Architektur habe ich so gar nicht bedacht … aus rein ästhetischer Sicht sind Mikrowohnungen schon unmenschlich, aber in Anbetracht der Lebensqualität, dem Platz und den räumlichen Möglichkeiten völlig ausreichend. Man könnte hier vielleicht einen Vergleich zur Massentierhaltung ziehen, die ja auch ethisch fragwürdig (und sehr unästhetisch) ist, aber uns trotzdem einen hohen Lebensstandard ermöglicht.

    Dann kommt natürlich wieder die Frage auf, inwiefern uns dieser hohe Lebensstandard überhaupt nützt beziehungsweise zum Glück gereicht, aber das ist wieder ein anderes Thema, zu dem Sie übrigens auch mal ein Video drehen könnten, es wäre sicherlich interessant.

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  8. Rico Kiel

    Da es mir nicht mehr möglich ist auf besagter Videoplattform – deren unsäglichen Namen ich nicht mal mehr schreiben mag – einen Beitrag zu senden versuche ich es mal hier.:

    Sicherlich! Die letzten 30 Jahre wurde nochmals richtig Party gemacht auf der Titanic. Derart ein aufgeführter Pharma-spuk nur schäbiger Theatervorhang Welt-/Geldökonomischer Inflationszyklen ist. Ob bewußt oder unbewußt daran teilgenommen, erfüllt sich stets ein Zyklus.
    Doch der gegenwärtige verläuft länger denn 1000 Jahre betrachtet im ‚Größeren Modus‘.
    Möglicherweise ist es das, was (wenig wahrhaftige) Eliten schon immer wissen.
    Naturzyklen sind unabänderlich erkannte ja schon Georges Couvier.
    Dazu Goethe.: „Wer nicht von dreitausend Jahren sich weiß Rechenschaft zu geben, bleibt im Dunkeln unerfahren! Mag von Tag zu Tage leben.“
    Demzufolge Flora & Fauna auf Gedeih & Verderb zyklischen Prozessabläufen im kleinen wie großen Modus ausgeliefert sind. Quantitative Effekte, wie z.B. Überbevölkerung, sind darum rational betrachtet einzig mögliche Methode der Natur kommende (zyklische) natürliche(!) Kataklysmen zu meistern.
    Es streitet ergo Kreatur gegen Natur, bedeutet Natur gegen sich selbst. Wie der Mensch auch. A = A

    Der Wüstengürtel um den Äquator vergrößert sich zusehends und ist Solare/Kosmische Folgeerscheinung. Ganz natürlich(!) nicht Menschen gemacht. Menschen flüchten in erträglichere Klimazonen, denn über 50 Grad Celsius im Schatten hält auch kein Berber auf dauer stand. Eine globale Dehydrierung korreliert mit einem schwächer werdenden Erdmagnetfeld…. Der Mars führt es anschaulich vor.
    Die Zukunft der Europäer liegt darum nicht in einer Alpenhütte.
    Europäische Gebirge werden überrannt von Exil suchenden aus vertrockneten, Vulkangeplagten, Nahrungsarmen Heißzonen der Erde. Die Zukunft für wenige Europäer liegt im kaum besiedelten Nordosten Sibiriens, Kanadas und auftauenden Grönland.
    Hier erklären sich zugleich Umbrüche der Vergangenheit, wie „Völkerwanderung“, „Kreuzzüge“…, die chronologisch bereinigt den wirklichen Grund des Zusammenbruchs der Antike erzählen.
    Und natürlich ist derartige Zyklik ein enormer Rückschlag für erlangte Fortschritt & Technik, resp. Ordnung.

    Was „Grenzenergie“ betrifft lieber Herr Wangenheim, so ist diese real grenzenlos vorhanden.
    Darf ich Ihre Aussage zu einem Beitrag darauf anwenden? Zitat.:
    „der Hinweis darauf, daß drgl. in der Vergangenheit nicht erreicht wurde, sagt nichts über die Zukunft aus.“
    Exakt!
    Wenn also das elektrische Wechselpotential zwischen Erde/Atmosphäre und Kosmos angezapft werden würde verfügte die Menschheit über grenzenlose Energie…! Die Erde ist kein geschlossenes System, sondern ein offen symbiotisches. Da elektrostatisch vernetzt mit dem Rest des galaktisch elektrodynamischen Zirkus.
    Doch Menschen wählen immer den technischen Rückschlag…., weil wir insbesondere in der Masse Autisten sind und eingefahrene Regeln befolgen wollen. Was Ihre Zyklik und ein sich gegenwärtig globalgesellschaftliches Szenario eindrucksvoll beweißt… 😉

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  9. R. Schneider

    Jede Energie lässt sich theoretisch in Materie überführen und umgekehrt, E=mc^2. Dazu kommt, dass jede Materie aus Protonen besteht. Der Unterschied zwischen einem Felsblock und einem saftigen Steak ist nur die Anordnung der Protonen. Wenn das so ist, dann braucht es nur genug Energie (und die Kernfusion ist kein Star Trek mehr) und eine weitere zündende Idee wie damals die Dampfmaschine und wir können aus Sand Proteine, und was Magen und Gaumen sonst noch begehren, herstellen. Ist sowas wirklich für die nächsten 100 Jahre praktisch ausgeschlossen?

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  10. Ja, man kann Energie in Materie umwandeln, Herr Schneider. Allerdings dürfen Sie mal spaßenshalber ausrechnen, wie das Verhältnis lt. E=mc^2 aussieht. Sie können enorm viel Energie aus Massenumwandlung gewinnen, benötigen aber exorbitante Energiemengen, um Materie zu generieren. Daher sind Kernfusion und Kernspaltung ja so verlockende Ideen, weil man nur geringste Materiemengen benötigt, um riesige Energiemengen herzustellen. Umgekehrt ist es natürlich genau andersherum. Und daher können Sie diese Idee vergessen.

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  11. Rico Kiel

    Das dynamische Magnetfeld der Erde anzuzapfen hieße nicht es zu schwächen. Eher im Gegenteil. CO2 (auch ausgeatmet) ist ein natürlicher Batteriespeicher. Die ganze Erde ist eine Batterie, wie jeder Planet. Die Erde befindet sich im Ladungsmodus, darum existiert überhaupt Leben. Die Merkur-verlorene Venus z.B. ist im Entladungsmodus. Das induktive Magnetfeld (Dynamotheorie) erzeugt sich also logisch durch unseren Trabant. Die Induktionsspannung des Erde-Mond Geodynamo lässt nach, weil interstellare Solarstrahlung, Jupiterstrahlung, resp. kosmische Strahlung zunimmt. Eine kataklystische Zyklik / Großer Modus also…, deren Ursprung vielleicht mit dem nahen Doppelsternsystem Alpha Centauri zusammenhängt usw…
    Energie erzeugt sich also extern, von außerhalb. Auch die der Sonne, deren Corona darum heißer ist als ihre Oberfläche und somit per praktischer Evidenz die offizielle Kerntheorie zerlegt. Derartige Energie anzuzapfen schwächt also kein Erdhabitat. (offenes System), sondern könnte gar weitergedacht zur Verstärkung der induktiven Magnetfeld (-Spule) des Erde-Mond System verwendet werden….
    Doch soweit kommen wir ja gar nicht, da es schon mit Erkenntnissen zu Plasma-bestromten Sternen hapert in der grenzbetrachtenden – weil geschlossen Systemischen – Wissenschaft.

    Schon Athanasius Kircher hatte den Gedanken einen Turm bis zum Mond zu bauen…. Heute Space-elevator genannt, von dem sicher grenzbetrachtende Gravitologen träumen.
    Doch was würde passieren wenn ein solcher Antennenturm auch nur bis zur Exosphäre errichtet werden würde?
    Kein Grüner Politnik würde die (T)Raumahrt überleben, da wir hiermit einen gigantischen Blitzableiter installiert hätten.
    Wo sich aber ein Blitz erzeugt fließt Strom in gewaltigen Mengen. Es hieße also diesen künstlich erzeugten Potentialausgleich zwischen „Himmel & Erde“ mittels Transrormatoren zu ‚zähmen’…. Derartiges könnte man an den Polregionen installieren. Entsprechendes ingenieurtechnisches Können vorausgesetzt.
    Gewonnener Strom kann zusätzlich per Hofmannschen Wasserzersetzungsapparat in Sauerstoff und Wasserstoff aufgespalten werden. Voila…, zyklische ökonomische Exzesse alle 100 Jahre wegen Energiemangel wären damit vorbei. Aber wohl möglich neue Probleme sprunghafter Überbevölkerung wegen Zuständen wie im Energiestarken Schlaraffenland…?
    Wir bauchen darum auch kein Schummelgesetz E = M x A² benutzen, wo aufgrund von Unberechenbarkeit V von „Lichtes“ derartiges begrenzt werden muß. Die wirkliche Kraft ist das Coulomb-Gesetz C = A x S.
    C ist Energie = Strom und korreliert auch noch mit dem planetaren Batterie/Speicherstoff C Kohlenstoff…. (…wirkt hier gar Paul Kammerers „Gesetz der Serie“ C = C…?)
    Das Geheimnis der e-dynamischen und e-statischen Prinzipien ruht in der Lorentzschen Drei-Finger-Regel. A x B = C, was letztlich Coulombs-Gesetz C = A x S beschreibt. Dem sich ein Maxwell- und Gauß-Gesetz ∇ x B = E, sowie Newton-Gesetz F = M x A oder Einstein-Gesetz E = M x C(^²) zwingend unterordnen müsste. Denn simple elektromagnetische Kraft wirkt gegenwärtig ca. 10^36 mal stärker als die sog. „Erdanziehung“ der „Gravitologen“.

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  12. Hieße nicht, es schwächen? Wo soll denn plötzlich das Mehr an Energie herkommen? Da müßte sich entweder: 1. die Temperatur im Erdinneren ändern – bestimmt nicht, oder 2. die Fließgeschwindigkeit im Erdinneren ansteigen – bestimmt nicht, 3. die Corioliskraft ansteigen – ebenfalls unmöglich.

    Das Erdmagnetfeld wird vom erdinneren Fluiddynamo angetrieben. Dieser ist ein nicht veränderbares System. Er leistet etwa 400 GW. Das sind ungefähr 400 AKW. So viele Atomkraftwerke gibt es im Moment tatsächlich auch auf der Erde. Das sind aber bloß 4% des Gesamtenergieverbrauchs. Der Dynamo müßte also plötzlich das Doppelte leisten wie derzeit, wenn man 400 GW entnehmen wollte, ohne das Magnetfeld zu schwächen. Aber wir können dem Dynamo ja mal gut zureden, einen Zacken zuzulegen. Was wir jedoch dann mit 4% zusätzlicher Energie wollen, weiß ich nicht so recht. Das löst kein einziges Problem. Und in meinen Ausführungen ging es ja auch gar nicht um ein Energieproblem, sondern das der Ernährung.

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  13. Rico Kiel

    Energie = Ernährung.
    Die Möglichkeit von Energiegewinnung wurde von mir erläutert. Es gilt sich einfach an den Interstellaren/kosmischen Stromkreis anzuschließen. Doch wer möchte das in einem Wirtschaftssystem des „Geldwerten Mangels“? Tatsächlich würde das Magnetfeld stärker wenn der Mond eine erdnähere Erdumlaufbahn einnehmen würde. Magnetspuleneffekt. Was nicht nur mit rascherer Rotation und extremen Verwerfungen der Erdkruste verbunden wäre.

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  14. Nein, Energie ist nicht gleich Ernährung. Wer ein Atomkraftwerk hat, aber keinen Acker, der verhungert.

    Wenn das so einfach ist, sich da anzukoppeln, dann haben Sie ja eine großartige Geschäftsidee. Ich erlaube mir, zu zweifeln.

    Auch viel Glück mit der Veränderung der Mondbahn…

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  15. Rico Kiel

    Danke Ihnen recht herzlich. Sie werden der Erste sein der davon testamentarisch erfährt… 😉
    Im Übrigen spült Roland Emmerich hierzu gerade (s)eine massentaugliche Marvel-Version in die Lichtspielhäuser, …um den Tik-Tok-Durchschnitt auf kommendes schon mal zu konditionieren.

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  16. Heute sind mir übrigens Dutzende Kommentare auf YT angezeigt worden – teilweise Wochen alt -, die ich vorher nicht sehen konnte. Da scheint irgend etwas völlig falsch programmiert zu sein. Ihre Kommentare waren allerdings nicht dabei.

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  17. Max

    Sehr interessantes Video. Ist Ihnen Professor Edward Dutton geläufig? Nach der These von ihm würde ein moderater Rückgang des Wohlstands nicht ausreichen um wieder zu einem normalen Zustand zurückzukommen. Seine These besagt, daß der durch die Industrialisierung ermöglichte Rückgang der Kindersterblichkeit, sowie im Allgemeinen eine verringerte Sterbewahrscheinlichkeit durch höheren Wohlstand dazu führte, daß sich der genetische Zustand der Bevölkerung, und damit sowohl die körperliche Gesundheit und die Intelligenz, verschlechtert hat. Der Höhepunkt der Intelligenz war (in Großbritannien) um 1870 erreicht (wenn ich micht recht erinnere); und seitdem fällt die durchschnittliche Intelligenz wieder. Dies wird so weitergehen, bis es der zusehends verdummten Gesellschaft unmöglich sein wird die industrielle Zivilisation zu erhalten. Zusätzlich versuchen die sogenannten „Spiteful Mutants“, also die gehässigen Mutanten, aktiv die Grundpfeiler der Gesellschaft zu zerstören. Ein Ende dieses Prozesses ist erst dann erreicht, wenn der Wohlstand soweit gefallen ist, daß wieder eine hohe Kindersterblichkeit einsetzt und dadurch eine natürliche Selektion guter Gene ermöglicht wird. Dann würde die Intelligenz wieder über Jahrhunderte langsam steigen und irgendwann erneut eine hohe Zivilisation ermöglichen. Er erklärt sich damit auch den Aufstieg und Untergang vergangener Zivilisationen wie z.B. der römischen.

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  18. Behrends

    Sehr geehrter Herr Wangenheim,

    ich habe eine Fragen bezüglich Ihrer Thesen die Sie in Ihren Video aufgestellt haben und hoffe, Sie könne mir diese näher erläutern.

    Würde eine Verknappung der Lebensmittel und der Konsumgüter durch Rohstoffmangel nicht eher dazu führen, dass mehr Menschen Ihren Arbeitsplatz verlieren und dadurch sogar noch mehr Langeweile eintritt? Durch die Langeweile kommt es, nach Ihrer These zu der Unordnung in der Welt, die dadurch ja noch verstärkt werden würde. Die Menschen könnten auch nicht wie in früheren Zeiten (zumindest die Mehrheit) selber Ihr Feld bestellen um einerseits Ihre Nahrung zu erwirtschaften die Sie benötigen und andererseits Ihren Alltag mit einer Tätigkeit zu füllen, da der Grund und Boden, der sich zum anbauen von Lebensmittel verwenden lässt sich bereits in Besitz von Unternehmen oder Privatpersonen befindet.

    Mit freundlichen Grüßen

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  19. Ich habe von Dutton oberflächlich gehört. Ich würde dem, was Sie von seinen Ansichten sagen, gar nicht widersprechen. Allerdings ist hier die Frage, von welchen Zeithorizonten wir ausgehen, d.i. von welcher fraktalen Ebene (falls Sie KuI kennen). Wenn ich in obigem Vortrag von der Rückkehr der Ordnung gesprochen habe, dann meine ich damit eine kurzfristigere Entwicklung als den Untergang und das Wiederaufkommen ganzer Kulturen, womit wir im Bereich von vielen Jahrhunderten wären. Mir schwebt hier eher ein Horizont von insgesamt maximal 100 Jahren vor, merkliche Auswirkungen bereits innerhalb weniger Jahrzehnte zeitigend. Insofern beißt sich das nicht. Die Zuchtwahl durch viele Kinder ist sicher ein richtiger Gedanke, den ich gar nicht bestreiten will.

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  20. Das ist für den ersten Moment eines wirtschaftlichen Abschwungs sicher richtig, Herr Behrends, aber doch nur ein kurzfristiger Zustand. Was Sie beschreiben, ist der Wirtschaftscrash. Den meine ich, wie ganz zu Beginn der Fahrt angemerkt, ja gar nicht. Mir geht es um den sehr nachhaltigen Umbau des Wirtschaftslebens durch steigende Nahrungsmittelpreise. Und das erzeugt keine Arbeitslosigkeit, sondern im Gegenteil sehr viel Arbeit, vor allem in Landwirtschaft und Gartenbau.

    Was die Landverteilung angeht, so war diese nie auf den Kleinbauern hin ausgerichtet. Im Gegenteil, oft war der Bauer nur Pächter oder sogar Leibeigener. Davon abgesehen haben auch heute alle Eigenheimbesitzer Grund und Boden, wenn auch teils nur wenige Hundert Quadratmeter. Aber 48% der dt. Haushalte haben Haus- oder Grundbesitz. Das ist vielleicht im europäischen Vergleich wenig, aber doch in absoluter Hinsicht keine schlechte Zahl. Ich will damit wie gesagt nicht auf Selbstversorgung hinaus, aber doch auf einen graduellen Umbau den Lebensstils durch eine solche Entwicklung.

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  21. Max

    Sehr geehrter Herr Wangenheim,

    Duttons These ist, daß sich durch die außergewöhnliche gute Entwicklung der Technik, insbesondere in der Medizin, und den Sozialsystemen sich der Rückschritt der Intelligenz sozusagen in Turbogeschwindigkeit abspielt. Wesentlich schneller als in vergangenen Hochkulturen. Dies geschieht sowohl durch die stärkere Vermehrung der Unterschichten als auch im Allgemeinen dadurch, daß früher ca. 50% der Kinder jung verstorben sind und heute nur sehr wenige. Genau diese sind laut Dutton im Durchschnitt sowohl körperlich als auch geistig weniger befähigt, als ihre Geschwister die auch früher überlebt hätten. Diese Phänomene sorgten schon bis zum Jahr 2000 zu einem Rückgang der Intelligenz der in etwa 15 IQ Punkten entspricht. So sind Akademiker im Jahr 2000, intelligent wie Schullehrer um 1900 und Schullehrer im Jahr 2000 so wie Fabrikarbeiter um 1900. Zur Messung wurden verschiedene Werte wie Reaktionszeiten, Vokabular und Erfindungen im Verhältnis zur Bevölkerungszahl verwendet. Extrapoliert soll zum Ende dieses Jahrhunderts die Durchschnittsintelligenz auf den Wert des 11. Jahrhunderts fallen; und das ohne Eingewanderte zu berücksichtigen. Dies wirkte sich schon in einem Rückgang der großen Erfindungen aus, so daß es, wie Sie ja auch in dieser Videoserie feststellen, nach 1950 nur noch inkrementelle Verbesserungen in der Technik gemacht wurden. Auch diese werden mit der Zeit weniger in Quantität und Qualität und nach und nach reicht die Intelligenz nicht einmal mehr um vorhandene Technik zu erhalten. Dutton führt hierbei die Concorde und die Mondlandung als Beispiele an. Ich bin auch der Ansicht, daß Fortschritt fast nur noch bei Computern stattfindet. Dabei ist mir auch die Tatsache aufgefallen, daß zwar das Mooresche Gesetz noch einigermaßen besteht, aber damals von recht geringen Investitionen einiger weniger Nutzer wie Militär und Großunternehmen ermöglicht wurde. Jetzt braucht es etwa fünf Milliarden Nutzer und damit Zahler um diesen Fortschritt aufrechtzuerhalten. Also exponentielles Wachstum ja, aber nur mit exponentiellen Kosten. Er erwartet den Zusammenbruch der Zivilisation in höchstens 100 Jahren. Auch wenn ich seiner Grundthese zustimme vermag ich nicht zu beurteilen ob er sich nicht mit der Geschwindigkeit verschätzt hat.

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  22. Ich weiß nicht, welche Daten Dutton benutzt, aber ein Rückgang des IQ um 15 Punkte seit 1900 habe ich noch nirgends lesen können. Zwar kehrt sich gerade hier und da der Flynn-Effekt um, aber da geht es um ~2 Punkte. Reaktionszeiten und Wortschatz reichen jedenfalls für eine solche Messung nach meiner Kenntnis nicht aus. Diesbezüglich bin ich also etwas skeptisch.

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  23. Faktenprüfer

    Der IQ-Median wird in hundert Jahren, genau genommen von 1950 bis 2050, um ungefähr fünf Punkte gesunken sein: https://www.fourmilab.ch/documents/IQ/1950-2050/

    Das dortige Balkendiagramm basiert zwar auch nur auf Schätzungen, ist aber schon wesentlich wahrscheinlicher als ein Abfall von fünfzehn IQ-Punkten in derselben Zeit.

    Nichtsdestotrotz ist es natürlich immer noch erschreckend, da mittlerweile fast jedes Kind Zugang zu Bildungsanstalten genießt, was den IQ bewiesenermaßen hebt, und der IQ-Abstieg bei gleichzeitig steigender Bildungsrate somit wohl größtenteils genetisch verursacht wird und damit auch vorerst irreversibel ist.

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  24. Hier handelt es sich allerdings nochmals um einen anderen Effekt, als Dutton zu meinen scheint, denn dieser spricht ja vom IQ der westlichen Welt. Hier hingegen werden ja schlicht die IQ der verschiedenen Völker der Erde hergenommen und anhand des erwarteten Bevölkerungswachstums aufsummiert. Daß der Welt-Gesamt-IQ bei den hohen Geburtenraten der in den IQ-Tests schlechter abschneidenenden Völker sinken muß, ist natürlich zweifelsfrei richtig (sofern alle sonstigen Parameter unbeweglich sind).

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  25. Bananenverzehrer

    Elektronische Unterhaltungsgeräte sind solche Zeiträuber, dass man heutzutage wirklich fest davon überzeugt ist, keine Zeit mehr für die grundlegendsten Bedürfnisse zu haben. Wie Sie bereits richtig sagten, vergisst man sogar Bedürfnisse wie Schlaf oder Hunger, wenn man beispielsweise mit einem Computerspiel beschäftigt ist. Daher rührt es wohl, zumindest zum Teil, dass man „keine Zeit“ mehr hat, um sich vernünftig zu kleiden, frisch zu kochen, spazieren zu gehen und so fort. Jogginghose und T-Hemd ersetzen genau wie Fertig- oder Imbissfraß die Kulturgüter, die man aufgrund der digitalen Drogen nicht mehr pflegt. Für einen großen Teil der Bevölkerung ist das Fernsehen oder Computerspielen nicht mehr bloßer Zeitvertreib, sondern neben dem klassischen Acht-Stunden-Arbeitstag zur Hauptbeschäftigung geworden. Sonstige nützliche Geräte wie Spül- und Waschmaschine, Trockner, Dusche, Mikrowelle, Mixer, elektronische Kaffeemühle etc. verlängern den Tag, den man dann durch die am Anfang erwähnten Unterhaltungsgeräte wieder zu verkürzen sucht. Ein Teufelskreis, der zur Verhausschweinung führt, und um so schlimmer wird je weiter die Digitalisierung fortschreitet.

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