Zurück zum Anzug . Teil 3 . Farbkombinationen und ein paar Worte zu Schuhen und Krawatten

Zum Video: https://youtu.be/xMeLKFT_K44

Heute befassen wir uns, da einzelne Sakkos und Hosen unter den zuletzt diskutierten Anforderungen leichter zu finden sind als ein Anzug, der alle Paßform-, Tuch- und Verarbeitungseigenschaften besitzt, mit dem Problem der Farbkombination. Welche Jacketts lassen sich also mit welchen Hosen und Westen kombinieren, welche Krawatten trägt man dazu. Außerdem trage ich ein paar Punkte zum Herrenschuh nach und zur Frage der Positionierung des Schließpunktes am Sakko.

4 Gedanken zu “Zurück zum Anzug . Teil 3 . Farbkombinationen und ein paar Worte zu Schuhen und Krawatten

  1. Sehr geehrter Herr Wangenheim,

    mit einem Punkt habe Sie mich arg zum Lachen gebracht: Die Gag-Krawatte, ernsthaft getragen. Stimmt, ist mir gar nicht aufgefallen. Im Nachhinein ist es doch klar.
    Das ist ja so als würde man eine Clownsperrücke zur Alltagsmode machen.

    Was gänzlich in Ihrer Betrachtung fehlt – ich meine, das Thema schon mal angeschnitten zu haben – ist die Fliege. Ist diese, außer an Kellnern und Kindern, Unerwünscht?
    Mir scheint die Fliege grade bei den Wirtschaftsliberalen Flügel der politischen Mitte und den damit einhergehenden, assoziierten Themen wie Aktienhandel, Konjunktur, wirtschaftliche Freiheit. Quasi der Code, er trägt Fliege, er gehört „zu denen“.

    Einen seltsamen Effekt erinnere ich auch, der Anzug zwingt einen automatisch in eine seriösere, anständigere Haltung. Selbst beim Albern.

    P.S.: Vielleicht sollten Sie einen Beitrag zum Thema „Typographie“.

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  2. Die Fliege habe ich in der Tat ausgelassen, was vor allem daran liegt, daß das Ziel dieser Betrachtungen war, ein möglichst solides und unauffälliges Bild beim Anzugtragen zu vermitteln. Die Fliege fällt aber immer stärker auf als eine Krawatte. Insofern war sie hier von vorn herein kein Thema. Andererseits gelten für diese aber die gleichen Kombinationsregeln – insofern ist sie durchaus abgedeckt.

    Ja, der Anzug gibt Haltung, insbesondere, wenn er exakt geschnitten ist. Sie erinnern sich vielleicht, daß ich das im ersten Teil erwähnt hatte. Und es ist in der Tat ein nicht unwichtiger Punkt.

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  3. Michael

    Herr Wangenheim,

    Sie haben mich zum Anzug gebracht, bzw. zum Kleidungs-Bewusstsein. Es liegt der Natur zugrunde, dass jeder für andere Leute gut aussehen möchte, aber dazu muss man erst einmal wissen was gutes Aussehen und Stil ist. Die meisten Menschen assoziieren gutes Aussehen eher mit einer teuren Jeans, adidas Pullover und schicker Sonnenbrille, um selbstbewusst und stolz an anderen entlang zu stolzieren. Ich bin froh Ihren Kanal gefunden zu haben!
    Aber neulich bemerkte ich ein Problem, denn was ist eigentlich mit meiner Begleitung? Sollte diese sich nicht auch anpassen, damit wir als Paar ins Gesamtbild passen. Ich werde meiner Partnerin ganz sicher nichts aufzwingen, sie darf aussehen wie sie möchte, aber wie sieht es eigentlich aus, wenn ein Anzugträger mit Krawatte und Hut neben seiner Begleitung flaniert, die selber die vielbesagte Plastik-Jacke und die Jeans trägt? Macht das nicht alles kaputt?

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  4. Sie müssen ja nicht gleich das volle Programm fahren und ihre Frau verschrecken. Sie können zunächst eher unauffällig Kombination ohne Krawatte tragen und damit eine Ansage machen. Wenn Sie dann Ihre Gemahlin zum Einkaufen begleiten und an den richtigen Stellen sagen: „Das steht Dir fantastisch!“ oder wenn sie nicht zu den richtigen Sachen findet: „Probiere doch das mal!“ und „Darin würde ich dich gern einmal sehen!“, dann können sie die meisten Frauen durchaus zu einer Bluse und zumindest weiten Bundfaltenhosen bringen, die in der Damenmode weit verbreitet sind und die es dort (im Gegensatz zur Herrenmode) wie Sand am mehr gibt. Vielleicht schaffen Sie es irgendwann sogar dazu, ihr Röcke oder Kleider schmackhaft zu machen. Aber von heute auf morgen wird das (wie bei uns Herren auch) nicht gehen, soll es auch nicht. Nehmen Sie sich Zeit und lassen Sie Ihrer Frau Zeit, aber verlieren Sie das Ziel nicht aus den Augen. Übrigens: Versuchen Sie immer weniger farbig oder auffällig gekleidet zu sein als die Dame neben Ihnen (aber das ist ja im Grunde schon der Kern Ihrer Frage gewesen).

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