Oswald Spengler (UdA) und Graf Kessler (Tagebuch) über „Kultur und Ingenium“

Zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=2vYJVFRkqk0

Das Finale der Reihe „200 Jahre Geschichtsphilosophie“ mit den erstaunlich Spenglerschen und Wangenheimschen Anschauungen bzgl. des Verhältnisses von Antike und Abendland, sowie der Romanik und Gotik im Hinblick auf das Bild Jesu, Symmetrie in der Geschichte u.v.m., sowie überhaupt die Bedeutung des Privatgelehrtentums in der Geschichtsphilosophie.

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2 Gedanken zu “Oswald Spengler (UdA) und Graf Kessler (Tagebuch) über „Kultur und Ingenium“

  1. Dr. Caligari

    Sehr geehrter Herr Wangenheim,

    den Selektionseffekt der Akademiker, den Sie ansprechen… da sprechen Sie eine sehr traurige Tatsache gelassen aus. Wer die Zeitgeschichte bezüglich der politischen Korrektheit verfolgt, der wird unsere Zeit wiedererkennen.

    Nur zwei kleine Anmerkungen:
    1.) Im Gebiet der Geisteswissenschaftten, vielleicht auch der Naturwissenschaften, wird ein Forscher in gewissen Grade immer auch seine Zeit widerspiegeln. Er soll es vielleicht auch. Es war der besondere Zeitgeist des mittleren 20. Jahrhundert, der Menschen in den Weltraum bekommen hat und es ist der Zeitgeist unserer Zeit, die DNA zu entschlüsseln und Computer immer leistungsfähiger zu machen.
    Es liegt wohl teilweise einfach daran, dass die Zeit gar keine andere Möglichkeit zulässt.
    2.) Kessler sagt, dass die Eindrücke der menschlichen Seele von der Schönheit immer gleich seien. Das scheint mir aber nicht ganz korrekt. Ein antiker Ägypter, der weder lesen, noch schreiben konnte oder ein Bauer des Mittelalters werden andere Eindrücke gehabt haben.

    Gruß

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  2. Zu Ihrem zweiten Punkt: Kessler sagt ja nicht, daß die ästhetischen Eindrücke anderer Klassen und Schichten seinen entsprechen, sondern daß zu verschiedenen Zeiten die Menschen dieselbe Auffassungsgabe haben. Damit vergleicht er z.B. die Gesellschaft der Antike mit der seiner Zeit. Aber damit auch auch nur den antiken Bauern mit dem modernen Bauern seiner Zeit oder den antiken Künstler mit einem um 1900. Es geht hier schlicht darum, daß der Mensch nicht durch ominösen seelischen Fortschritt über die Jahrtausende feiner oder künstlerischer in seiner Auffassung wird, sondern gewisse menschliche Grundzüge immer gleich bleiben.

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