Neuerscheinung: „Migration und die Kultur Europas“ . Warum die Dritte Welt in den Westen strömt

Anfang Juli, also vor knapp zwei Monaten, spazierte ich, wie so häufig, im Garten umher und ließ mir manches durch den Kopf gehen.

Eigentlich kreisten meine Gedanken um das Phänomen der Künstlichen Intelligenz, insbesondere die mittlerweile oft geäußerte Sorge, eine Künstliche Intelligenz könnte uns dereinst so überlegen sein, daß sie die Herrschaft an sich reißt und uns allesamt unterdrückt. Nebenbei bemerkt: Durchgängig wird dabei davon ausgegangen, daß sie Waffen in ihrer Kontrolle haben werde (Drohnen etwa), wodurch wir zu Sklaven würden. Ich halte diese Auffassung für naiv. Wenn es sich schon um hohe Intelligenz handelt, dann wird sie uns ganz ohne Waffengewalt beherrschen, so wie wir heute ebenfalls beherrscht werden.

Insofern also eine überlegene Künstliche Intelligenz eine Art Über-Elite darstellt, ergab sich damit gleichzeitig die Antwort auf die Frage, warum unsere gegenwärtige Elite diejenige Politik betreibt, die wir heute vor uns sehen, insbesondere in der Frage der Migration. Und das Ergebnis dieses Gedankengangs war nun eine völlig rationale Erklärung dieses Handelns.

Denn das scheint mir doch das eigentliche Unbehagen in der Frage um die Migration zu sein, dem sich die heutige bürgerliche Vernunft gegenübersieht: Warum? Zu welchem Ende? Wir sehen den Nutzen nicht!

Freilich wird häufig versucht, die individuellen Vorteile offenzulegen, die mancher Politiker, mancher Unternehmer von diesem Treiben hat. Aber sollte es bloß Abgreifen von Staatsmitteln, Parteipolitik und billige Arbeit sein, die einen derartigen Eingriff in die Gesellschaft rechtfertigt? Sollte es wirklich nur kurzfristiges Denken sein, das die langfristigen Auswirkung verdrängt?

Nein, welche umfängliche Problematik hier eigentlich zur Diskussion steht, das wird selten gestreift, nie diskutiert. Und zwar, weil man vor lauter Partei-Vorurteil nicht zum Kern gelangt. Es ist erstens die sehr verschiedene Auffassung des Bürgertums und der Elite von Nützlichkeit in der ökonomischen Welt; zweitens die daraus sich ergebende sehr verschiedene Behandlung und Zielsetzung innerhalb der Bevölkerungspolitik. Und zwar nicht seit vier Jahren, auch nicht seit 60, nicht einmal seit 200 Jahren, sondern seit es höhere Gesellschaften gibt.

Es stellt sich heraus, daß es unversöhnliche und historisch immer wieder auftretende Parteien sind, die sich einmal mehr in einer existentiellen Opposition befinden und einen Kampf von weltgeschichtlicher Dimension führen, einen Kampf, der mit den tagespolitischen Scharmützeln – oder modernistischen Erscheinung überhaupt – nicht das geringste zu tun hat.

Die Leseprobe zum Heft finden Sie hier:

http://www.schmidtsche-vbh.de/ansehen_migration.html

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8 Gedanken zu “Neuerscheinung: „Migration und die Kultur Europas“ . Warum die Dritte Welt in den Westen strömt

  1. Martin

    wer den Sommer bisher in Bezug auf neue Lektüre ebenfalls als elend langweilig empfunden hat (und die „Leseempfehlungen“ der Redakteure von vermeintlichen Elitenzeitungen bzw. -magazinen zum Halse heraus hängen), darf nun durch diese kleine Publikation wohl wieder etwas Hoffnung schöpfen! Danke Herr Wangenheim!

    Und übrigens: sehr ansprechend auch die farbliche Gestaltung von schwarzem Einband, weißem Titeltext und weinrotem Nachsatzpapier.

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  2. Chinò

    Auf so einen Beitrag von Ihnen warte ich schon länger. Werde ich mir die Tage genauer ansehen, auch wenn 14€ für knapp 50 Seiten nicht so günstig sind für einen Studenten. Das Buch ist natürlich ansprechend gestaltet, über Stil muss man bei Ihnen ja nicht meckern 😉

    Meinen Glückwunsch zu dieser Produktion.

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  3. Es ist tatsächlich nicht billig. Der Preis relativiert sich aber angesichts der Tatsache, daß ich das Heft komplett in Handarbeit herstellen muß. Ich weiß gar nicht, ob ich das so beibehalten kann.

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  4. Heinrich Harrer

    Handarbeit gut und schön, aber wenn sich nach ein paar Tagen schon das geklebte weiße Papier auf dem Cover löst ist es Mist, muß ich leider so schreiben.

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  5. René Schneider

    Was ist der rote Faden des Werkes, sozusagen die Behauptung? Dass die Eliten – wie es eine Über-KI wohl tun würde – längst ihre „nationale Brille“ abgelegt und nur noch mir „globaler Brille“ die Vor- und Nachteile sehen und danach handeln, was dann bei Machbarkeit auch das Einströmen billigerer Arbeitskräfte aus der 3. Welt – und wenn nur als Gegengravitation zur stetigen Verteuerung des Produktionsprozesses in Europa – bedeutet?

    Gerade bei politisch-philosophischen Werken ist es von Vorteil, zu wissen, worum es geht, sozusagen wie bei einem math. Beweis, wo man als erstes den zu beweisenden Satz nennt, also was behauptet wird, um sich das Werk dann zu kaufen und zu schauen, wie es begründet ist. Denn zu viele in diesem Metier schwafeln und schwurbeln einfach nur umher, ohne wirklich eine stringente Analyse zu liefern…und das ist dann oft heraus geworfenes Geld.

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  6. Nein, darum geht es nicht. In dieser Schrift wird auch nichts bewiesen. Es ist keine logische, sondern eine analogische, nämlich geschichtsphilosophische Schrift.
    Dieses Heft richtet sich aber überhaupt in erster Linie an Leser, die bereits wissen, was sie zu erwarten haben, wenn ich mir tatsächlich einmal die Mühe mache, ein Heft physisch herzustellen. Sie werden von mir keine Empfehlung oder einen Anreiz hören, das Buch zu kaufen. Ich muß keine Stückzahl machen. Aber es wird demnächst ein Video geben, in welchem ich Kritik und Fragen bisheriger Leser vorstellen und beantworten werde. Das könnte Ihnen einen Eindruck geben.

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