Gespräch zur Geschichtsphilosophie: Spengler . „Kultur und Ingenium“ . Goethe . Zyklik . Analogik . Ästhetik

Das folgende Gespräch zu geschichtsphilosophischen Fragen und Problemen habe ich vor einer Woche mit Herrn Dr. Plaum geführt. Einleitend sage ich ein paar Worte zur Kritik meines Gesprächspartners an KuI, welche er vorgestern veröffentlicht hat. Viel Vergnügen!

1. Geschichtsphilosophie vs. Kulturphilosophie (z.B. Burckhardt: „Weltgeschichtliche Betrachtungen“). Kulturphilosophie als Beschreibung von Kultur, also einem Zustand, eine Art Soziologie der Kultur, dagegen Geschichtsphilosophie als Zeitfunktion, als Abfolge von Geschichte.

2. Geschichtsbetrachtung als Betrachtung von Allem, insofern alle Kenntnisse und Vorgänge innerhalb des Daseins der Menschheit in der Geschichte passieren und damit Gegenstand eigentlich bereits der Geschichtswissenschaft sein müßten. Aber diese kommt allerhöchstens zu einer Inkludierung der Kunstgeschichte. Spätestens bei der Geschichte der Naturwissenschaft endet hier die Kompetenz. Die Geschichtsphilosophie betrachtet hingegen dies alles.

3. Das Irrationale in der Geschichte und damit der Geschichtsphilosophie: Beispiel der komplexen/imaginären Zahlen als ästhetische Entscheidung innerhalb der Mathematik. Zweites Beispiel Tycho Brahe vs. Kopernikus, die sich lediglich in der Wahl des Bezugssystems unterscheiden, was physikalisch gleichwertig ist. Physikalisch also unentscheidbar, welche Anschauung korrekt ist – solang man nicht nach dynamischen Vorgängen (Gravitation) fragt.

4. Beginn der modernen Physik und der kunsthistorischen Moderne. Spreizung des Denkens durch die Kantische Philosophie: einerseits die allgemeine Gültigkeit des Verstandes und der Vernunft, andererseits die höchste Subjektivität in Form der Konstruktion der Welt lediglich aus der Beobachtung des Einzelnen (verschärft bei Schopenhauer).

5. Akademische Wissenschaft vs. Geschichtsphilosophie: Grundsätzliche Opposition der beiden. Schillers Antrittsvorlesung „Was ist und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte“ 1789 (der Begriff nach Herder: „Ideen zu einer Philosophie der Geschichte der Menschheit“) als Verunglimpfung der akademischen Wissenschaft („Brodgelehrte“), Goethe (der ebenfalls in seinen Privatgesprächen geschichtsphilosophisch gedacht hat) betreibt ähnliche Akademikerschelte in der Gelehrtenstube des Faust, ebenfalls bei Vollgraff, bei Lasaulx, Chamberlain (Dilettantismus), Spengler (Einleitung des „Untergang des Abendlandes“)

Jedoch Pladoyer für die Übernahme der Details, welche die akademische Wissenschaft hervorbringt, durch die Geschichtsphilosophie. Andererseits bei aller Ablehnung der Geschichtsphilosophie durch die Akademiker dennoch mannigfaltige Blütenbildung, wenn der Spezialist, wie so oft, doch aus seinem Fach heraustritt und andere Epochen kommentiert – worüber der Spezialist wiederum dieser anderen Zeiten den Kopf schüttelt.

6. Verhältnis der Geschichtsphilosophie zur Öffentlichkeit/Gesellschaft. Zunächst: Geschichtsphilosophie als Schlagen von großen Bögen, welche vom Detail erst absehen darf, nachdem sie sich dieser bewußt geworden ist. Spenglers „Untergang“ als außergewöhnliche Koinzidenz eines negativen Titels, Aufbruchstimmung des Zivilisationsdenkens, gleichzeitige Katastrophe durch den verlorenen Krieg, wodurch zufällige Bekanntheit. Sonst auch das Verhältnis der Geschichtsphilosophie zur Gesellschaft eher von wenig Resonanz begleitet. Marx (Engels: „Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staates“) kein Beispiel für erfolgreiche Geschichtsphilosophie, da am Ende auch nur eine Betrachtung von bereits eingetretenen historischen Vorgängen, die für die politische Agenda nur Illustration ist. Die Fortschrittstheorie bereits seit 1800 virulent und die sozialen Bewgeungen des 19. Jh. Ergebnis der Industrialisierung, nicht der Marxschen Theorie. Allerdings durchgängig gute Resonanz.

7. Beginn meiner Beschäftigung mit Philosophie: Aristoteles. Dann Spengler als Augenöffner für die Breite der historischen Beschäftigung. Umstellung meines Studiums auf breites Humboldt-Prinzip.

8. Grundgedanke von „Kultur und Ingenium“: Die Zustände der Geschichte abstrahiert auf zwei Gegensätze (Ingenium einerseits, Kultur andererseits), aus denen sich in Opposition abwechselnd die Geschichte entwickelt. Der Zustand Kultur wird durchlebt, man wird seiner müde, woraufhin das Gegenteil angestrebt wird. Das anschaulichste Beispiel die Architekturgeschichte: Abwechslung von unornamentierten und glatten Fassaden einerseits, stark ornamentierter und krummliniger Fassaden andererseits.

9. Fortschritt vs. Zyklik: Eine Frage der Abstraktionsstufe. Glückseligkeit des Menschen erfuhr in tausenden Jahren kaum Fortschritt, auch bei enormer Entwicklung der Technik. Zyklik der Generationenfolge und Biographien. Auch Wiederkehr nach Durchlauf des Gegenteil genetisch nachgewiesen: Ähnlichkeit von Sohn und Großvater, während Opposition zum Vater (z.B.: Haarausfall)

10. Spengler als Lehrer des Analogischen: Wiedererkennen von Mustern als Grundlage des analogischen und zyklischen Denkens als besonders reizvoll und zugleich eine alte Frage der Philosophie (Platon). Spengler als Widersacher: Für mich sofort auffallend, als Spengler zur Mathematik spricht und die gegenwärtige Mathematik absolut setzt, während alle anderen Phänomene und auch Mathematiken der verschiedenen Kulturen relativiert, historisiert werden. Der Neid, den zu empfinden man bei Spenglers umfassender Bildung und Denkhöhe nicht vermeiden kann, als Ansporn.

11. Analogisches Denken als praktisches Denken. Das auch besonders im Sinne Spenglers: Cäsarismus als praktische Entscheidungsfähigkeit.

12. Problem der Renaissance bei Spengler. Die Geschichte verirrt sich nach Spenglers Auffassung in der antik überformten Renaissance. Aber die Geschichte macht keine Fehler. Der Fehler liegt in der Theorie. Andererseits Umdeutungsversuch Spenglers: die Renaissance ist viel faustischer als bisher gedacht, was eine redliche Vorgehensweise darstellen kann. Aber es gibt noch mehr Verirrungen, die Spengler angeben muß, aber nicht explizit macht: Seine Pseudomorphose beispielsweise oder Kant als nicht historisch denkender Philosoph im Gegensatz zur immanent als historsich angelegten Ur-Seele des Abendlandes, wie Spengler sagt.

13. Leerstelle in der Spenglerschen Ur-Symbol-Theorie: Woher kommen die Ursymbole? Zwar hat jede Theorie ihre Definitionen und Axiome, aber diese müssen einmal festgelegt für das ganze Phänomen Geschichte gelten. Spengler benötigt aber für jede neue Kultur (auch jene, die nach ihm kommen) einen neuen Ur-Symbol-Begriff, der aber aus nichts abgeleitet werden kann, sondern der Genialität Spenglers entspringt. Herkunft von Goethe, Nietzsche usw.

14. Spengler in der Gegenwart (Spengler-Society, etliche Monografien) häufiger behandelt. Unsere Zeit der Geschichtsphilosophie wieder günstig, weil die Welt aus den Fugen gerät. Bis 2008 hatte Fukuyama recht: Das Ende der Geschichte. Es gab keine Kämpfe. Erst seit Finanzkrise, Ukraine-Krise und Einwanderungskrise wird die Welt wieder unsicher und die Menschen halten nach Erklärungen Ausschau, welche die Geschichtsphilosophie aktuell macht. Außerdem ist der Topos Untergang fast immer gefragt – seit Hesiod, also seit dem Beginn der Geschichtsphilosophie.

15. Gesetzhaftigkeit der Geschichtsphilosophie: Ist die Geschichtsphilosophie eine exakte Wissenschaft wie die Physik? Ist auch lebensweltlich unmöglich: Sobald die Zukunft vorhersagbar ist, ist das Leben vorbei. Wer genau weiß, was unwiderruflich kommt, der macht jede Handlung überflüssig. Verwandtschaft zur Entwicklungspsychologie. Geschichtsphilosophie als Darstellung des Prinzips der gesellschaftlichen (auch anthropologischen) Entwicklungen: daraus ein Gefühl für die typischen Kräfte und Vorgänge der Geschichte entwicklen. Die Geschichtsphilosophie als ideales historisches Lehrbuch, sofern sie umfassend ist. Bereitstellung von Analogien (David Engels: „Auf dem Weg ins Imperium“)

16. Bedeutung des Ästhetischen im Denken und im Leben: So wie (siehe Beginn des Gesprächs) selbst in Mathematik und Physik die großen Entscheidungen für oder wider eine Betrachtungsweise oft ästhteischer und nicht logisch-rationaler Natur sind, so verhält es sich überhaupt in der menschlichen Gesellschaft. Rationalität und Logik sind also nur eine Seite des Daseins, welche durch Analogik und Ästhetik ergänzt werden und gleichwertig zu behandeln sind.

Gliederung von „Kultur und Ingenium“: Die durch drei teilbare Kapitelzahl 15 tatsächlich Zufall. Wechsel der Kapitelausrichtung hingegen fußen nicht nur auf der Theorie, sondern verfolgen das allgemeine Prinzip der Abwechslung in der Litertaur und Musik (z.B. Rezitativ vs. Arie).

Ästhetik ist fürs Leben genauso bedeutsam wie Rationalität. Will man alles Betrachten, so muß man auch immer Ästhet sein. Der verrückte Professor, der nur in seiner Philologie zuhause ist, kommt eigentlich aus dem akademischen Betrieb. Die großen Denker waren immer auch Ästheten und Bürger, die das Leben verschönern wollten. Goethe war alles, Ästhet und Logiker, Spengler beseufzt den Verlust des Bürgertums in der Zeit der Revolution 1919 in München, Thomas Mann hat den Begriff der Bürgerlichkeit geradezu zentral empfunden. Der Denker ist nicht die wirre Gestalt im abgeschotteten Denkerzimmer, sondern er integriert gerade alle Erscheinungen, d.i. auch ästhetsichen Belange, in ein Ganzes. Wer alles Betrachten will, muß Ästhet und Rationalist sein und dies gut gegeneinander abwägen.

17. Die ursprüngliche Theorie der Gegensetzung bei mir: Opposition der Gegenwart zum des 19. Jh., genauer der Romantik. Subjektives Urteil des Verfalls. Bei weiterer Betrachtung stellt sich jedoch das 18. Jh. nicht als „noch besser“ heraus, sondern wieder mit Ähnlichkeiten zum 20. Jh. behaftet. Daraus in immer weiterer Umfassung dieser Beobachtung eine Vorstellung der Geschichte als Abfolge von Gegensätzen.

18. Die zunehmende Rationalität erreicht einen Punkt, von dem aus nicht rationaler gedacht werden kann, was zunehmend von immer mehr Menschen schmerzlich vermißt wird. Das ist der Beginn eines neuen analogischen Denkens.

Ein Gedanke zu “Gespräch zur Geschichtsphilosophie: Spengler . „Kultur und Ingenium“ . Goethe . Zyklik . Analogik . Ästhetik

  1. R. Kiel

    Bezugnehmend auf den Stichpunkt 13, sowie die Diskussion mit Dr. Plaum:

    Alles Ergründen menschlich verflossener Vergangenheit ist die Suche nach dem Ur-Motiv, daß zum lediglich sekundären Ur-Symbol Oswald Spengler’s führt.
    Diesbezüglich erscheint der 13. Stichpunkt, – auch als diabolische Faustzahl „Pi“ – all Ihrer 18 aufgeführten geschichtsphilosophischen Fragen & Probleme geradezu metaphorisch gewählt.
    ( math. recte 12 + X | bedienen müssen<…., um sich Verständnis beim 'Gegenüber' einzuholen – und was viel schwerer wiegt überhaupt von 'Breiter Öffentlichkeit' verstanden zu werden.
    Ist doch die „belehrte Herde“ Legion der Kritisierten und zugleich deren mediales Totenheer, daß gegen jeden Kritiker brachial zu Felde zieht.

    Eine geniale Krux gelehrter Irrationalität also.
    Wo auch der klarste Kritiker nur nach den systemisch auferlegten Spielregeln der Kritisierten opponieren darf und kann.
    Wo Kritiker sich nur bewegen können, wenn sie sich gleichermaßen dem offiziell erglaubten Begriffskabinett unterwerfen; sich darum ins Korsett der Kritiker zwängen müssen und in Abhängigkeit verordneter 'Konstanten' somit Gödels Unvollständigkeitssatz ∀T = E / ΔT < X das Wort reden.
    Fatales Fundament ist letztlich Ergebnis in allen undemokratischen Peer Review Dogmas und hält etwaige Kritiker auf gehörige Distanz.
    Das geistig verordnete Korsett schnürt jeden Freien Willen ab, so daß kausale Zusammenhänge nicht verstehbar sind. Die erlangte Majorität der Kritisierten wird anfänglich durch höhnisches verlachen behauptet, während ihre Kritiker an den medialen Pranger gestellt werden. Unterstützend wirkt hierbei zweifellos eine in den Schulen domestizierte, völlig unaufgeklärte herangezüchtete Masse. Dient als Legion.

    Gesamt betrachtet scheint diese schon zu Spengler's Lebenszeit vorherrschende Systemik – wohl eher dynamische Dogmatik – als ein Hauptgrund, weshalb er sich mit zunehmendem Alter in melancholische Aphorismen verlor.
    Aussagen, die sich auch in Werken „Ich Beneide Jeden Der Lebt“ oder „Frühzeit der Weltgeschichte“ komprimiert anfinden und zugleich seine erlangte Gewissheit eines real nichtlinearen – weil real Zeitabhängig undefinierbaren – kausalen Historienverlaufes widerspiegeln.
    Will umkehrend auch bedeuten; aus dem einst global verstandenen Ur-Motiv wurde ein unverstandenes Ur-Symbol nach bislang unerörterten hereinbrechen von „Völkerwanderung, Bilderstürmen und Kreuzzügen“.
    Will auch bedeuten; aus griechisch-römisch offenen Ringförmigen Amphitheatern, Keltisch, germanisch, slawisch Ringförmigen Thingtheatern – abgehalten in klarer Sternnacht zu Ehren wieder zu tanzen beginnender zeitlos Nibelungengleicher Himmelsgestirne – wurden irdische Heerzüge willkürlich emporgehobener Wahnsinniger Vertreter.
    Will samt und sonders bedeuten aus Kult ward Krieg, aus Kultur formte sich Ingenium, so wie sich Phönix, Horus, Janus, Adonis… Abelgleich sich aus Asche oder Acker immer wieder empor hob. Ein pathologisch kollektiv durchschrittenes determinativ völlig bewußtloser 1000 Jährig gelebter schizophrener Massenpsyche, dessen Trampelpfad alle Teilnehmer – ob in Hysterie oder Apathie – noch immer im Kreise um Bruegels göttliche Mühle herum führt.
    Bedeutet erst war das Symbol und dann das Opfer. Erst das Horn und dann die Schlacht. Erst der Ruf und dann der Hass. So wie in logischer Folge bei unerfahrenen Kindern aus Spiel bitterster Ernst wird.
    Oswald Spengler ergeht sich genau deshalb tiefgründig rätselhaft wie Homer, Shakespeare, Goethe, Schiller… usw. in seinen späten Schriften. So wie Eduard Stucken seine morbiden Romane und Verse öffentlich unverstanden verlegen ließ, wie all die unverstandenen konstruktiven Genien die ihre Bildwerke, Vertonungen oder Bauten geistigen Kindern mit selbst beschränkten Horizont vorlegten und legen. Geistige Kinder die diese Symbolik konsumieren und unverstanden nachäffen, aus deren durchschnittlicher Mitte die "demokratischen Diktatoren" entspringen, so wie die Mehrzahl heutiger „wissenschaftlicher Experten“ daraus empor wuchert. Die eifrig den Trampelpfad Scaliger's immer enger absteckt und lange Lücken mit historisch vermehrfachten Quatsch auffüllt.

    Die mit dem Aufgang einer Zivilisation sich stetig neu definierende Ursymbolik erzeugt deshalb die benannten 'Leerstellen' in Spenglers Geschichtsbetrachtung. Es ist aber nun genau dieses unerkannte Ur-Motiv welches Trieb- und Zerstörungskraft allen zivilisatorischen Aufgangs und Unterganges ist.
    Dessen kulturelles Resultat sich verzweigend in aller morphierender Ur-Symbolik der Völker wiederfindet – ob Sternscheibe von Nebra, Hilal, Kreuz oder Flagge….
    Astral-Formen, welche Kraft des verdrängten Ur-Motives um so stärker die bewußtlose unaufgeklärte Massenpsyche seit den frühsten Bilderstürmen fatalistisch triggert. Beispielhaft vom Schwarz zum Rot bis zum Gold leiten möchte und doch diesen Hehren Anspruch steter Revolte ins noch schlimmere Gegenteil umkehrt.
    Ein Umstand eines menschlichen Metathema – eher astralen Metatrauma – von Romulus & Remus, Seth & Horus, Loki & Odin, Kain & Abel, Moses & Aaron, Izanagi & Izanami…., daß schon Eduard Stucken in seiner bislang völlig unverstandenen Schrift 'Astralmythen' grob ahnend umriss, aber zugleich nicht besser darzustellen vermochte – oder wollte.
    Ein öffentlich nahezu unkommunizierbarer – da zu komplexer – Metaumstand der scheinbar auch den genialen Denker Oswald Spengler hinderte klare Aussagen zur Ur-Symbolik und dessen Ur-Motiv zu tätigen. In der Art, daß unser Zentralgestirn aller Grund monarchistischen Waltens war und auch dato unbewußte Triebkraft aller katastrophaler demokratisch-dogmatischer Hierarchie ist.
    Als banalstes Indiz sei ein steter Klimawandel angeführt, für den dato eine hysterisch unbewußte Masse mobilisiert und global verantwortlich gemacht wird.
    Denn wer von all den Gläubigen mag Gott – resp. seiner galaktisch wechsel-launigen Sonne – die Hauptverantwortung für das unmittelbare Klimageschick des ganzen Erdhabitat an die Hand legen?

    Eine unbequeme Sachlage welche übrigens im Nachfolgenden Beitrag unter Punkt 4. u. 5. von Ihnen Herr Wangenheim thematisiert wird….
    Massen kann man über ihre korrelierte Psyche steuern, die Sonne, Planeten und Trabanten, als Variable der zufällig – weil unüberblickbar – kausal 'Großen Schoße' aber nicht.
    Weshalb Kausalität nie totale Erkenntnis befeuert wie Sie behaupten mögen, da der Horizont unberechenbar ist.
    Wohingegen sich Korrelation sinnbildlich durch ein berechenbares Ende der Straße, abgegrenztes Schwarzes Feld, 'Black Box' oder „Schwarzes Loch“ bezeichnen möchte und in Realität ein abgestecktes Minenfeld im Hirn der meisten Holone darstellt.
    Was dato herrscht ist ein Überhang an Korrelation, was stracks in die Planwirtschaft mündet. Planwirtschaft ist per Definition sozialistisch totalitär und Vorstufe des Faschismus; den Spengler verachtete und darum – als kleineres Übel – lieber einer überschaubaren Monarchie subsidiar selbst- und nicht fremdgesteuert den Vorzug gab. Aufgrund eines korrelativen Überhanges in der bikameralen Massenpsyche unterwerfen wir uns jedoch gern mehrheitlich „göttlich verordnet“ der platonisch planwirtschaftlichen Willkür. Fixieren darum im XP 'Labarum' die Lichtgeschwindigkeit Helenas oder Helios – und tragen stellvertretend für den 'Konstant berechneten Plan', Kraft unfreien Willens die etikettierte Gemütsdefinition „Schuldiger Gutmensch“ mit uns herum.
    Sind gleichsam Automaten in vorgegaukelter Matrix, bleiben blose Werkzeuge einer bestmöglichen aller Welten…. So wie der Mond induktiv vom Ionisierungsgrad des Sonnenlichtes abhängig seinen Transit um die rotierende Erdachse zieht und das "Klima" entscheidend mitbestimmt.

    Ein unerörtert verdrängtes Ur-altes Bildmotiv, daß sich stetig wiederholend nur Cargokultig als Symbolhaft vorgehaltenes Psychogramm der Masse neu zusammensetzt.

    Die etwas 'Größere Kausalität' der kausal – Variablen – Sonnenfahrt im Astralzyklus.:

    Das etwas 'Kleinere Korrelativ' der spektral farbveränderten goldenen „Sonne“ Germania aus aktueller Popkultur.:

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