FDP vs AfD . Der Glaube des Liberalismus an ein Free Lunch durch Immigration

Dieser Beitrag zu den Gemütslagen vor der Bundestagswahl ist für meinen Blog etwas außergewöhnlich, hat jedoch eine recht interessante allgemeine Beobachtung zur Grundlage, die ich allein der tiefergehenden wirtschaftlichen Betrachtung wegen einmal ausführen möchte.

Endgültig veranlaßt hat mich das kurze Auto-Interview Joachim Steinhöfels mit Christian Lindner. Kurz, knackig, erbärmlich – ist die Triade, die einem nach dem Sechseinhalb-Minüter im Kopfe übrigbleibt. Kurz, weil der Interviewer Steinhöfel mehr auf die Tube drückt, als der doch derzeit eigentlich beschäftigter anzunehmende Spitzenkandidat, knackig, weil in diesem geradezu militärischen Auf-den-Punkt-Fragen Steinhöfels kein Raum zum Ausweichen blieb und drittens erbärmlich, weil Linder sich in allen nur erdenklichen Hinsichten vollkommen lächerlich machte.

Das beginnt bereits damit, daß Steinhöfel ihm tatsächlich etwas verfrüht ins Wort zu fallen scheint und eine klare Antwort zur Frage des Widerstandes gegen das NetzDG fordert. Doch nach einigem Mäandern wird Steinhöfel darin bestätigt, denn eine klare Antwort erhält er nicht. Allein, seine (Lindners) Fantasie reiche nicht aus, sich vorzustellen mit der (Achtung!) „völkisch-kollektivistischen“ AfD (und der „sozialistisch-kollektivistischen“ Linken) zusammen gegen das Netzwerkdurchsetzungsgesetz zu stimmen. Was das heißt, diskutieren wir gleich.

Die FDP gehe nur dann in eine Regierung, sagt Lindner allen Ernstes, wenn es Trendwenden gebe. Ich weiß wirklich nicht, woher plötzlich diese Regierungsunwilligkeit, diese Ministerposten-Aversion bei der FDP kommen soll. Aber noch grotesker wird es, als er bemerkt, Koalitionsaussagen seien respektlos gegenüber dem Wähler, man sei ja noch gar nicht gewählt. Ja eben! Weil der Wähler vorher und nicht nachher erfahren möchte, was ihr mit der übereigneten Macht nachher anstellt. Mein lieber Herr Gesangverein.

Aber das ist nicht verwunderlich. Das einfach vollkommen absurde Respektsgewäsch, das von einer Teenagerikone aus dem Rap-Geschäft kommen könnte: Respect! zeigt deutlich an, mit welcher Art kognitiver Verweigerung man es hier zu tun hat. Ein Mann, der uns solcherlei logische Verkehrtheiten nur um des Ausweichens vor einer Frage gewissermaßen ins Gesicht sagt, unterscheidet sich von der sprachlichen und gedanklichen Kindergärtnerei des gegenwärtigen Regierungsapparates nur noch in Nuancen. Schon in dieser Hinsicht darf man den praktischen Wert solcher Leute sowohl in Opposition wie in der Regierung von Null bis negativ verorten.

Und dieser Lindner, der eben noch sagte, er wolle im Zweifel lieber Opposition spielen, weigert sich also schon im voraus, seiner Oppositionsaufgabe, ein verfassungsfeindliches Gesetz wenigstens in Frage zu stellen, überhaupt nachzukommen, weil der Antrag mit einer in ihrem Geist angeblich verfassungsfeindlichen Partei zustandekäme? So verfassungsfeindlich, daß der Bundeswahlleiter, der alles andere als neutral ist, wie man dieser Tage erfuhr, diese Partei zuläßt, was nach deutschen Recht nur bei Verfassungskonformität möglich ist. Heidewitzka!

So viele widersprüchliche Gedanken in einem einzigen kurzen Gespräch äußern zu können, das verlangt nach mehr als nur Wahlkampf-Distanzeritis. Für derartige Vergewaltigungen des logischen Denkens bedarf es eindeutig der ideologischen Verblendung. Und die hat der gute Mann offenbar. Eine Partei, die sich zu fein ist, die Grundrechte der Verfassung mit einer Konkurrenzpartei gemeinsam zu verteidigen, ist an Illiberalität tatsächlich kaum zu übertreffen. Daß sie überhaupt noch „Liberale“ genannt werden, muß man mittlerweile als Newspeak bezeichnen.

*

Nun denken Sie womöglich, meine verehrten Leser, der Wangenheim werde jetzt doch noch zum Kommentator der Tagespolitik. Nun, vielleicht für dieses eine Mal. Es geht jedoch um etwas ganz anderes, nämlich den Glauben der Wirtschaftsliberalen an ein Free Lunch. There is no such thing as a free lunch: You pay for it. Und so grotesk es klingt, daß gerade diese ökonomisch gebildeten Zeitgenossen daran glauben – sie tun es. Und das hängt mit dieser Halb-und-Halb-Haltung gegenüber dem Einwanderungsproblem zusammen.

Nun hat Lindner durchaus recht, wenn er sagt, daß er bereits 2015 klare Position gegen die Flüchtlingspolitik bezogen hat. Das ist auch nur all zu verständlich. Denn jedem, der auch nur einen Hauch ökonomischen Verstandes besitzt, muß klar sein, daß die Aufnahme von Millionen Menschen mit einem Durchschnitts-IQ von 65-85 eine wirtschafts- und sozialpolitische Katastrophe ist. In diesem Sinne ist auch jedem ökonomisch Durchblickenden klar, daß diese Immigration Abgaben-politisch eine vollkommen anti-liberale Entwicklung bedeutet. Denn irgend jemand wird die Kosten tragen müssen.

Gibt es nun eine vergleichbare anti-wirtschafts-liberale Politik im Deutschland der letzten Jahrzehnte als diesen massenhaften Import von ganz klar Sozialstaatsabhängigen und auf keinen Fall je Nettosteuerzahlern? Ich wüßte nicht welche. Daher müßte es eigentlich das Hauptthema auch der FDP sein, gerade diesen Einwanderungswahnsinn zu kritisieren. Aber ist es ihr Hauptthema? Bereits vor der Wahl nicht mehr. Im Landtag von Schleswig-Holstein unterstützt die FDP noch am 07.09.2017 einen Antrag zur Erleichterung des Familiennachzuges. Nun beobachten wir also den Bruch der Wahlversprechen bereits vor der Wahl. Statt: „Alle Flüchtlinge müssen zurück“ (Lindner) nun „Wir befürworten noch mehr Flüchtlinge“.

Jedenfalls ist dieser Import von Nettosteuerempfängern das Hauptthema der AfD, von der Lindner gern hätte, es handelte sich um eine kollektivistische Partei. Die FDP dagegen beschränkt sich darauf die tatsächlich radikal-kollektivistische Einwanderungspolitik der CDU (mit der sogar Koalitionverhandlungen völlig selbstverständlich sind) lediglich ab und an, und besonders auch vor Wahlen, in welchen sie harter Konkurrenz von der AfD ausgesetzt ist, mit ein paar leidenschaftslosen Statements zu kommentieren, während sie bereits praktisch die gegenteilige Politik in den Landtagen betreibt. Daß es sich um einen nicht anti-liberaler zu denkenden Import von Sozialismus-fördernden Zuständen handelt, scheint die „Liberalen“ also überhaupt nicht zu interessieren. Und mit einer Partei, die dergleichen zum Hauptthema macht, will sie am liebsten gar nichts zu tun haben. Soviel zu den Tatsachen. Aber warum ist das so?

Weil sie glauben, der Import von billigen Arbeitskräften mache bis zu einem gewissen Grade wirtschaftlich durchaus Sinn. Auch Männer wie Hans-Werner Sinn sehen vor allem den Lohnsenkungseffekt im geringqualifizierten Bereich. Sinn schließt aus diesem Effekt, wer den Kauf einfacher Dienstleistungen tätige (die Mittel- und Oberschicht), profitiere, wer diese geringer bezahlten Dienstleistungen erbringen müsse (die Unterschicht), der verliere.

Nun rede ich heute nicht davon, daß auch die Mittelschicht unter der steigenden Kriminalitätsentwicklung nach Import dieser primitiven Gemüter aus Nahost und Afrika zu leiden hat, und unter der allgemeinen Desintegration der Gesellschaft, welche durch diese Spaltung der Kultur vor sich geht. Ich will lediglich auf diesen scheinbar so klaren wirtschaftlichen Punkt hinaus. Denn was Sinn da erzählt und viele Ökonomen glauben, ist eine Milchmädchenrechnung.

Wir leben doch in einer Marktwirtschaft, nicht wahr? Wenigstens argumentiert Sinn so. Auch die Wirtschaftsliberalen werden dem zustimmen. Und neben vielen gegenläufigen Staatsprogrammen ist es auch im großen und ganzen noch so. Aber kann es in einer Marktwirtschaft etwas umsonst geben? Kann der Preis einer Dienstleistung, einer Arbeit tatsächlich sinken? Ja, kann sie. Durch Innovation. Auch durch ein größeres Angebot an Arbeitskräften. Aber liegt dergleichen tatsächlich vor?

Die Innovation wird nicht steigen. Ganz im Gegenteil, billigere Arbeitskräfte verhindern Innovation. Eine alte Binsenweisheit. Aber wir wollen den reinen Arbeitsmarkteffekt durch die Einwanderer betrachten. Man könnte ja meinen, durch fehlende Konkurrenz ruhte sich das deutsche Prekariat auf überzogenen Löhnen aus. Also importiert man ihnen Konkurrenz. Nun bestreite ich gar nicht, daß es einen kurzzeitigen Effekt geben mag, der daher rührt, daß der Araber und Afrikaner vielleicht wie ein Ostdeutscher vor den Kaufhäusern des Westens steht. Und dieser Vergleich ist naheliegend, denn auch die Ostdeutschen haben dem westdeutschen Arbeiter ein Lohndumping beschert. Und tun es heute noch.

Wäre der Ostdeutsche aber nun wirklich billiger zu beschäftigen, hätte sich diese Arbitrage längst kein Konzern mehr nehmen lassen. Man würde nur noch im Osten produzieren. Tut man aber nicht. Eben weil der Ostdeutsche auch mit seinen niedrigeren Löhnen nicht billiger ist. Es gäbe sonst keinen Grund, im Osten nicht zu investieren und diesen Lohnvorteil abzugreifen. Es müßte Vollbeschäftigung im Osten herrschen. Das ist jedoch nicht der Fall. Also ist die Prämisse falsch. Die geringer bezahlte Arbeit ist nicht billiger. Eben weil die Produktivität auch geringer ist. Der Ostdeutsche bekommt, wie jeder, was er leistet.

Und das gilt nun überall. Im Frankfurter Hof beispielsweise werden die Zimmer nach meiner Beobachtung mehrheitlich von südischen Ausländerinnen gesäubert. Das ist sicher billig. Aber ich habe damit Schwierigkeiten. Das hört sich natürlich nach Rassismus an, ist aber nichts anderes als gesunder Menschenverstand. Natürlich gilt immer die Qualifikation des Einzelnen, des Individuums als entscheidend. Da ich aber nicht mit allen Individuen, die mir Dienstleistungen erbringen eine Evaluation durchführen kann, sind allgemeine Kriterien heranzuziehen und eben im Durchschnitt auch zutreffend. Und die lauten: Mitteleuropäer verfügen über einen IQ von durchschnittlich 100, Südosteuropäer liegen bei 90, Arabien und Nordafrika bei 85 und Restafrika bei 65 bis 70. Ich werde also nicht nur geringere Bezahlung erwarten dürfen, sondern auch schlechter ausgeführte Arbeit.

Hier meine ich nicht einmal solche Extremvorfälle, wie jenen schwarzen Kellogg’s Arbeiter, der auf das Fertigungsband von Rice Krispies uriniert. Ich meine ganz unscheinbare Dinge, wie die Tatsache, daß Sie in den USA niemals einen schwarzen Arzt aufsuchen sollten. Warum? Nicht, weil es keine guten schwarzen Ärzte gäbe. Sondern, weil eine viel größere Zahl von schlecht abschneidenden schwarzen Studenten Ärzte werden, als es bei Weißen und Asiaten der Fall ist. Das ist ein ganz klares Risiko für den Patienten. Der Anteil an akzeptierten Kandidaten für Medizin-Hochschulen in den USA ist für Schwarze durchgängig höher, und zwar um so mehr gegenüber Weißen und Asiaten (Achtung!) desto schlechter ihre Noten waren. Hispanics liegen wie immer dazwischen. Diese Grafik zeigt es Ihnen an. Unter den schlechtesten Schülern, die überhaupt zugelassen wurden (GPA 3.2-3.4), bekam gegenüber Asiaten die sagenhafte zehnfache Zahl an Schwarzen die Zulassung zum Medizinstudium.

Das ist der identische Effekt. Sie glauben, Sie bekämen dieselbe Arbeit geliefert. Und Sie glauben, daß es billiger werde oder, was marktwirschaftlich-statistisch dasselbe ist, daß diese Arbeit mit weniger Bildung und geringerer Intelligenz erbracht werden könne. Tatsächlich werden Sie – in den USA wie auch bei uns mittlerweile noch von einem Pseudo-Anti-Rassismus verstärkt – schlicht mit minderwertiger Qualität begütert. There’s no such thing as a free lunch. You pay for it.

Und das sind nun keine Einzelfälle, sondern das ist das Prinzip der Marktwirtschaft. Sie können nicht dauerhaft für weniger Lohn anstellen und glauben, daß Sie dieselbe Leistung erhalten (ganz abgesehen von Motivation und was dgl. m. ist). Sie werden im Zweifel nur noch Trottel bei den Vorstellungsgesprächen zur Auswahl haben. Und diese werden nun in Massen importiert. Was durch den Import von billigen und das heißt eben schwächeren, ungenaueren, primitiveren Arbeitskräften tatsächlich geschieht, ist ein allgemeines Absenken des Niveaus der Dienstleistungen und Produkte, wie ich es schon anderwärts diskutiert habe. Das hält natürlich Schritt mit der allgemeinen Enteignung durch Niedrigzinspolitik und stagnierenden Löhnen der Mittelschicht, durch welche eine höhere Produkt- und Dienstleistungsqualität für die meisten ohnehin nicht mehr erreichbar ist.

Das heißt: Selbstverständlich gibt es die hochwertige Dienstleistung noch. Sie wird von den Fähigeren noch immer erbracht. Aber Sie wissen ja: Geiz ist die Triebfeder des durchschnittlichen Konsumenten, der den Qualitätsverlust – bewußt oder unbewußt – mitmacht und das Gesamtniveau der gesellschaftlichen Lebensweise hinabgeleitet. Und deshalb geschieht mit Einwanderung aus Drittweltstaaten auch aus liberaler Sicht nie irgend etwas anderes als die allgemeine Absenkung des Niveaus: gesellschaftlich, wirtschaftlich, kulturell. Wer sich den Löhnen der Schwellenländer annähert, wird selbst eines.

Es ist gewollt, um den Anschein des konstanten persönlichen Niveaus durch tatsächliche Absenkung des Gesamtniveaus zu suggerieren. Der Mensch mißt seinen Wohlstand nicht absolut, sondern relativ zu seiner Umgebung. Sinkt diese herab, empfindet er den eigenen Niedergang weniger. Ein wirtschaftspolitischer Teufelskreis, dem nunmehr ohne radikale Eingriffe nicht mehr zu entkommen ist. Und daher stimme ich in zwei Wochen für die Alternative zu den Pseudo-Liberalen.

*

 

 

 

 

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3 Gedanken zu “FDP vs AfD . Der Glaube des Liberalismus an ein Free Lunch durch Immigration

  1. Pingback: Kann etwas Sinn machen? Oder ist das miserables Deutsch? – Die Reisen des wunderlichen Herrn Wangenheim

  2. Anja

    Guten Abend, lieber Herr Wangenheim,

    daß Sie die Alternative wählen, habe ich vermutet. Auch ich wählte ebenso.

    Die DDR 2.0 muß sich doch irgendwie verhindern lassen!? Wer kennt diese Zustände besser als wir aus eigenem Erleben!? „Die schwarze Gefahr“ (im doppelten Sinne) verschärft meiner Meinung nach die heutige Situation im Vergleich zu damals, als wir noch „unter uns“ waren.

    Danke für die interessanten Ausführungen!

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  3. Es kann nur jeder in seinem Kreise klare Grenzen setzen und jedem Unsinn offene Absage erteilen. Wenn dann der Pöbel dennoch die bequeme Lüge wählt, gilt es bloß noch beim Errichten des neuen antifaschistischen Schutzwalls bereits außerhalb desselben zu weilen.

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