Was kosten Migranten den deutschen Steuerzahler durch den Sozialstaat?

Ich stieß zuletzt über Twitter auf eine interessante statistische Aufarbeitung, nämlich die Steuerbilanz der verschiedenen Ethnien in den USA, d.i. Whites, Hispanics und Blacks. Soetwas gibt die amerikanische Regierung natürlich nicht freiwillig heraus. Sie ahnen vermutlich auch schon, was dabei herauskommt. Der Autor verweist darin auf einen früheren Beitrag, in welchem er die Staatsfinanzen der USA mit der Unterscheidung von Whites und Non-Whites durchgeführt hat. Das Ergebnis der nicht sonderlich aufwendigen Rechnung lautet:

  1. The US Would be Running Budget Surpluses if it were all White

2. Non-Whites on net create a deficit of $3,558.58 per capita.

3. The average annual tax/benefit brakes down to:

Whites: -$2,795 . Blacks: +$10,016

Der durschnittliche Schwarze kostet den amerikanischen Staat also 10.000 Dollar, vom durchschnittlichen Weißen erhält er 3.000 Dollar. Diversity is our strength! Apart from getting ripped off…

Da die Amerikaner über ein relevantes Stück Haushaltsausgaben für das Militär verfügen, rechnet der Autor neben der Methode static military auch jene mit an die geringere Bevölkerungszahl angepaßten Militärausgaben vor, was ich jedoch für unsinnig halte. Die Größe des amerikanischen Militärs hängt nicht wesentlich von seiner Bevölkerung, sondern von der Größe des Restes der Welt ab.

Nun brennt es einem natürlich unter den Nägeln, was dieselbe Rechnung für Deutschland ergeben würde. Da bei uns das Wort Rasse im Gegensatz zum englischen race völlig tabuisiert ist, kann ich mangels Datenmaterial mit einer ähnlichen Aufschlüsselung allerdings nicht dienen. Nicht einmal Whites und Non-Whites können wir mit den Daten dieses vollkommen lächerlichen Statistischen Bundesamtes unterscheiden. Wir müssen uns deshalb damit begnügen die Deutschen den Migrationshintergründlern gegenüberzustellen. Denn dafür gibt es Zahlen. Noch…

Für das Jahr 2015 stellen sich die Einkommen in ihrer Verteilung auf Migranten und Deutsche (also echte Deutsche, keine Paß-Deutschen und was es da sonst noch geben mag, sondern ethnisch Deutsche) folgendermaßen dar:

Nettoeinkommen in Deutschland nach Bevölkerung (in Millionen)
€ / Monat Deutsch Migranten  Status
k.A. = 0 1.6 0.3 Empfänger
0 9.8 5 Empfänger
0-500 5.7 2.3 Empfänger
500-900 8.5 2.5 Empfänger
900-1300 10.2 2.2 Empfänger
1300-1500 4.9 0.9 Empfänger / neutral
1500-2000 9.4 1.8 Empfänger / neutral
2000-2600 6.6 1.2 Zahler
2600-3200 3.2 0.5 Zahler
3200- 4.3 0.5 Zahler

Bei einem Monatsnettoeinkommen von 1300 – 2500€, also einem Jahresnettoeinkommen von ca. 15.000 – 30.000€ liegt die Schwelle zum Nettosteuerzahler. Diese Angaben sind schwer zu finden. Hier sehen Sie es für Österreich, was kein schlechter Anhaltspunkt ist. Dort sind die Einkommensperzentile zwischen 15.000 und 30.000€ praktisch neutral gegenüber Transferleistungen.

Alles was darüber liegt, muß also den Sozialstaat finanzieren, alles was drunter liegt schöpf ihn aus. Der Gesamtsozialhaushalt der BRD lag 2015 bei 888 Mrd. €. Diesen Betrag müssen lt. der obigen Zahlen 14,1 Mio. Deutsche und 2,2 Mio. Migranten aufbringen, also zusammen 16,3 Millionen Steuerzahler. Empfänger sind 50,1 Mio. Deutsche und 15 Mio. Migrationshintergründler. Nun ersieht man daraus schon auf den ersten Blick, daß das Verhältnis bei Deutschen sehr viel günstiger ausfällt als unter Migranten, nämlich 3,6 für Deutsche und 6,8 für Migranten. Ein Staat nur aus diesen Migranten könnte sich also höchstens den halben Sozialstaat leisten, den wir Deutschen allein hätten. Aber unglücklicherweise sind wir nicht allein.

Nun wollen wir jedoch die besonders anschaulichen Zahlen vor uns haben, wie viel im Ganzen der Deutsche durchschnittlich in den Sozialstaat einzahlt und wieviel Diejenigen mit Migrationshintergrund beitragen, so wie das oben für die USA geschah. Also dividieren wir die Gesamtausgaben des Sozialhaushaltes von 888 Mrd. € durch die Zahl der 16,3 Mio. Steuerzahler (manchmal liest man von 15 Mio.) oberhalb des neutralen Perzentils von etwa 24.000€ Nettojahresverdienst. Wir erhalten 54.500€. Nun kann das der 24.000€-Verdiener natürlich gar nicht aufbringen. Aber er ist ja bloß die Schwelle. Die durchschnittlich 54.500€ werden freilich von denen aufgebracht, die 100.000€+ brutto verdienen und die Hälfte abgeben dürfen. Dieses Geld verteilt sich auf die Empfänger, also 65.1 Mio., mit im Schnitt 13.600€.

Multiplizieren wir diese Zahlen der jeweiligen Steuerzahler bzw. Empfänger unter Berücksichtigung ihrer Verteilung auf Deutsche und Migranten, so erhalten wir folgendes Bild (gerundet):

pro Person Total Deutsche Total Migranten
54,500 € 768 Mrd. € 120 Mrd. €
13,600 € 683 Mrd. € 204 Mrd. €
Summe 85 Mrd. €  -85 Mrd. €
pro Person 1.320 € -4.928 €

Das sind die Zahlen allein für den Sozialhaushalt. Das amerikanische Beispiel von oben aber nimmt den Gesamthaushalt her. Die Gesamtausgaben des deutschen Staates beliefen sich 2015 auf 1.350 Mrd. €. Wenn wir die Werte mit dem entsprechenden Faktor von 1.52 multiplizieren, so erhalten wir:

Deutsche: +2.007€ – Migranten: -7.295€

Die Zahlen fallen nominal für die USA zwar größer aus als für Deutschland, aber hier müssen Sie bedenken, daß die Zahlen dort auf dem Verhätlnis Whites/Blacks basieren. Das ist natürlich der worst case, da die Schwarzen der kriminellste und einkommensärmste Teil der amerikanischen Bevölkerung ist (im Gegensatz zu Nordostasiaten, die bis auf Spielsucht weniger kriminell und besserverdienend sind als Weiße in Amerika). Wenn wir die Möglichkeit hätten, denselben vergleich der Rassen für Deutschland durchzuführen, also das statistische Material preisgegeben, d.h. überhaupt erhoben würde (was freilich nie geschehen wird), dann kämen wir sicher auf ähnliche Werte. Unter Migrationshintergründler zählen aber bei uns beispielsweise auch Japaner und Chinesen. Und selbst die Polen in Deutschland bessern natürlich den drawdown durch die Drittweltmigranten auf. Daß hierbei im Haushalt von 2015 unsere neuerworbenen arabischen und negriden „Ingenieure“ seit 2015 noch gar nicht eingerechnet sind, versteht sich von selbst.

Entscheidend aber ist ja ohnehin vielmehr das Verhältnis zwischen Empfängern und Zahlenden. In den USA liegt es lt. obigen Zahlen bei 3,6. Das heißt, über das Dreieinhalbfache von dem, was die amerikanischen Weißen in den Sozialstaat pro Person einzahlen, wird von den schwarzen Empfängern pro Person wieder verbraucht. In Deutschland liegt das Verhältnis mit 3,7 etwa gleichauf. Es braucht also fast vier durchschnittliche Deutsche, um einen durchschnittlichen Migranten mit Sozialstaatsunterstützung auszustatten.

Bedenken Sie außerdem, daß in dieser Rechnung der gesamte angebliche demographische Vorteil der Migranten bereits eingerechnet ist, denn wir haben es hier mit reinen Empfängern und Zahlern zu tun. Da es mehr junge als alte Migranten gibt, wären die Zahlen bei einer äquivalent zu den Deutschen gealterten Migrantenbevölkerung noch katastrophaler. Sie sehen, der demographische Vorteil kann die geballte Inkompetenz, die wir importiert haben, nicht im Ansatz ausgleichen. Und das liegt nicht wenig am Titelbild des Beitrages, der die Verteilung des IQ auf der Welt illustriert.

Außerdem zeigt die Rechnung, daß wir über einen Sozialstaatsüberschuß von 85 Mrd. € jährlich verfügen würden, wenn wir seit 1950 niemanden ins Land gelassen hätten, der hier Sozialansprüche hätte stellen können. Ganz nebenbei bemerkt, haben wir auch diese Katastrophe seit den 50er-Jahren schon jener degenerierten CDU zu verdanken (Verzeihung: ihren minderbemittelten Wählern natürlich), die bereits mit und unter dem politischen Krüppel Adenauer eine Partei von globalistischen Volltrotteln war. Unter uns, vorm Krieg, als der Haufen noch Zentrum hieß, war er schon genauso verhurt. Da können Sie spaßenshalber mal die Kommentare Graf Kesslers über Erzberger nachschlagen (aber alle, nicht nur jene, die den Linken heute so genehm sind).

Und dabei ist noch nicht einmal eingerechnet, mit welchem Zinseszins dieses aus dem deutschen Wirtschaftskörper ausgesogene Geld seit Jahrzehnten Dank unsrer weisen Staatsführung auf dem Haushalt lastet. Die Zahl wäre also heute ohne die vorangegangenen Jahrzehnte ständigen Verlustes durch Sozialausgaben an Migranten gigantisch hoch. Bei einer Überschlagsrechnung über 30 Jahre, selbst mit einem 2.7-fach kleineren Staatshaushalt im Jahr 1985, erhalten wir bei 3% Zinsen und 31 Mrd. € Ausgangswert summiert bis heute glatte 2 Billionen €.

In Worten: Zwei Billionen Euro haben wir in den letzten 30 Jahren an unsere armen, gebeutelten Migrationshintergründler schon mir-nichts-dir-nichts verschenkt. Das ist das dreifache der Target-2-Salden Deutschlands, die demnächst in einem gewaltigen Crash verloren gehen werden. Also wenn Sie glauben, das europäische Projekt wäre der pure Wahnsinn, dann haben Sie vollauf recht, aber der Migrationswahnsinn ist bereits rein monetär mindestens der dreifache Wahnsinn.

Und in diesem Wahnsinn spielt der Sozialstaat eine zentrale Rolle. Er ist damit nicht nur ein ohnehin völlig übertrieben aufgepumpter Geldvernichter, er ist überdies eine Einrichtung zur Verschiebung des Wohlstandes von Europäern/Amerikanern zu Einwanderern, die man zu Millionen aus aller Welt in die westlichen Staaten geschleust hat und nun schon seit Jahrzehnten fröhlich alimentiert.

Freilich ebenfalls nicht eingerechnet sind solche erhöhten Ausgabenposten etwa durch überproportional größere Polizeikräfte und der allgemeine volkswirtschaftliche Schaden, der durch die dreimal höhere Kriminalität von Ausländern in Deutschland verursacht wird. Wenn man wirklich alle Kosten der Einwanderung aufsummieren könnte, für welche die Daten einfach nicht bereitgestellt werden, dann würden Sie auf der Stelle auswandern. Ganz sicher.

Diversity is our strength!

 

Bitte beachten Sie noch die Berechnung der Staatsschuld ohne Migrationshintegründler in Kommentar Nr. 3

 

 

 

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18 Gedanken zu “Was kosten Migranten den deutschen Steuerzahler durch den Sozialstaat?

  1. Friedrich Springer

    Eine hervorragende Überlegung, Herr Wangenheim. Wenn ich Ihre Ausführungen richtig deute, komme ich zu dem Schluss, dass das derzeitige System so in Anbetracht der in Rente gehenden Baby-Boomer und neu hinzugekommenen „Ingenieure“ nicht durchhaltbar ist.

    Ich zerbreche mir täglich den Kopf, aus welchen Motiven Merkel diesbezüglich gehandelt hat. Lange dachte ich, ihr Handeln entbehre sich jeglicher rationaler Grundlage. Nach Lektüre Ihres Textes denke ich jedoch Folgendes: wenn man keine schlüssige Motivation hinter dem Handeln eines Menschen finden kann, dann sollte man sich das Ergebnis ansehen und von diesem auf die Motivation schließen. Wenn das Ergebnis von Merkels Handeln der völlige Erosion der Zahler-Empfänger-Bilanz bzw. des Sozialstaats ist, ist es möglicherweise auch dessen Triebfeder. Möglicherweise möchte Merkel die für einen Nationalstaat konstitutive Schicksals- und Solidargemeinschaft sprengen, um ihre feuchten EU-Einigungsträume zu verwirklichen.

    Natürlich bleibt immer noch der Ansatz, dass Merkel tatsächlich irrational sondern vielmehr ideologisch handelt. In jedem Fall vermute ich, dass Merkel von der Richtigkeit ihres Handelns überzeugt ist und nicht bloß eine „Getriebene“, die nicht anders kann. Inwieweit sie hier von ihrer DDR-Sozialisation beeinflusst wird, ist ein anderes Thema.

    Sie deuten die Katastrophe in Ihren Ausführungen nur an, indem Sie die angespannte Situation in aller Deutlichkeit schildern. Aber was können wir hoffen? Wo geht Ihres Erachtens nach die Reise hin? Was passiert mit dem Umlagesystem, dem gesellschaftlichen Gefüge?

    Ich freue mich auf Ihren nächsten Artikel.

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  2. Das System ist im herkömmlichen Sinne tatsächlich nicht durchzuhalten, aber die Frage ist ja: Braucht man dieses System für die Gesellschaftsform, die sich demnächst einstellt oder bereits eingestellt hat?

    Die Fokussierung Ihrer Fragestellung auf die gegenwärtige Politik ist heute weit verbreitet und allzu menschlich. Aber was in den letzten beiden Jahren vor sich ging, war ja bloß eine etwas konzentriertere Form dessen, was seit 60 Jahren in allen europäiden Ländern vor sich geht. Das sehen insbesondere die Ostdeutschen, die davon geradezu überrumpelt wurden, oftmals nicht (und daher ist der Aufschrei im Westen auch viel geringer – man ist’s gewöhnt). Insofern lautet die Frage nicht, warum gegenwärtige Politiker so handeln, sondern warum spätestens seit den 60er Jahren (siehe auch den amerikanischen Immigration Act von 1965) so gehandelt wurde.

    Und die naheliegendste Antwort ist: Die Wohlstandsentwicklung des Westens war bis ins 20. Jahrhundert derart erfolgreich, daß zunehmend alle weißen Völker nur noch aus Bürgern bestanden. D.h. vor allem, es fehlte mehr und mehr an einer Unterschicht, die ausgebeutet werden kann. Diese fand man zunächst im Ausland und dort bleibend. Dieses sich immer weiter spreizende Verhältnis von Herrengesellschaften und Sklavengesellschaften scheint mir nun in sich kein Problem zu sein. Aber man hielt es offenbar für nötig, den Konkurrenzdruck einer Unterschicht wieder in die westlichen Staaten einzuführen. Und ganz unrichtig ist der Gedankengang auch nicht. Die Tatsache, daß eine kapitalistische Gesellschaft z.B. immer ein gewisses Heer an Arbeitslosen braucht – die Mahnung, daß jeder abstürzen kann – ist Teil des Systems, das Arbeitsmoral schafft.

    Was man dabei nicht beachtete war, daß man keine weiße Einwanderung zur Verfügung hatte. Das Einwanderungmaterial, das zur Verfügung stand und steht ist weit entfernt von dem, was ursprünglich die Unterschicht der westlichen Staaten ausmachte. Vermutlich entwickelte sich erst aus diesem Wunschgedanken, daß man die weißen Unterschichten durch farbige problemlos ersetzen könnte, der ganz praktische Gedanke, daß die Menschen alle gleich seien, was zuvor ein rein philosophisch-elitärer Gedankengang war, den niemand einer Wirklichkeitsprüfung unterziehen wollte.

    Und dann kommt jener Punkt hinzu, daß heute auch die weiße Bevölkerung in der Breite vom Bürger zum Untertanen herabsinkt. Daher ist der Gedanke des immer primitiveren Konsums so entscheidend. Er zeigt eine ungeheure Barbarisierung des Westens an, eine Steuerbarkeit der Wünsche und Bedürfnisse auf niederster emotionaler Ebene. Die gegenwärtige Erziehung und Bildung trägt ihr übriges bei. Sollte das dauerhafter Natur sein, sollte kein Bürger- und Selbstbestimmungsgeist in die europäischen Völker zurückkehren, dann wird sich die Masse bis auf eine kleine Elite problemlos in den sozialen Absturz einfügen (sozusagen mit christlicher Demut). Sollte das nicht geschehen und in den Europäern tatsächlich der alte Keim der Selbstbestimmung in Masse wieder zu sprießen beginnen, was immerhin historisch nicht ganz unwahrscheinlich ist, und von der nächsten echten Rezession könnte befeuert werden, dann wird es ungeahnte und heute kaum vorstellbare Kämpfe geben.

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  3. Ich möchte noch einen sehr wichtigen Punkt ergänzen: Die Nettokreditaufnahme lag in den Jahren 2000-2017 bei durchschnittlich 21 Mrd. €. Zieht man hiervon allein den Sozialstaatsüberschuß von 85 Mrd. € ab, den die Deutschen ohne die Migrationshintergründler einfahren würden, so erhielte man seit 2000 eine durchschnittliche Kreditrückzahlungssumme von 64 Mrd. € pro Jahr. Das wären zusammen 1.15 Billionen € und mit einem Zinssatz von 3% ganze 1.54 Billionen € Schuldabtragung. Das hätte die Schuldenlast um sage und schreibe 71% reduziert.

    Würden wir also im Jahr 2000 alle Migrationshintergründler des Landes verwiesen oder die Sozialzahlungen an sie eingestellt (und auch keinen Steuer-Euro mehr von ihnen angenommen) haben, so würde Deutschland spätestens im Jahr 2023 schuldenfrei (!) sein. Verstehen Sie? Ohne Migrationshintergründler würden wir in 23 Jahren unsere gesamte Staatsschuld abzahlen.

    Und nun überlegen Sie, wo wir heute stünden, wenn wir diesen aberwitzigen Hokuspokus auch die Jahrzehnte zuvor nie begonnen hätten. Der Begriff „Staatsschuld“ wäre den meisten Deutschen wahrscheinlich nicht geläufig. Wer weiß, wir würden vielleicht Care-Pakete nach Luxemburg schicken.

    If it wasn’t real, you couldn’t make up this insanity…

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  4. Leser

    Aber ist die Staatsschuld nicht das erwählte Mittel, um die Arbeitsmoral mittelfristig zu erhalten? Was soll denn ein Bürgertum ohne Staatsschuld, dass doch trotzdem seine politische Potenz längst verspielt hat und hinzu: Kann es ein Bürgertum ohne einen außenpolitisch tatkräftigen Staat überhaupt geben?

    Sie argumentieren ja für ein reines Wirtschaftsbürgertum. Allerdings frage ich mich, ob die Produktion und der Verbrauch komplexer Güter (dazu natürlich dann eben auch das Bedürfnis zu diesen) rein als Selbstzweck überhaupt auf der Höhe gehalten werden kann.

    Wir hatten diese Diskussion einmal unter Ihrer Beitragsreihe zu Trump und der Zukunft Europas geführt. Mittlerweile bin ich skeptisch, ob die Konstellation USA – Europa – Russland überhaupt aufginge. Ja, soll man etwa den Bürgern Europas es irgendwie schmackhaft machen – etwa durch permamente Furcht -, dass man sich die Hände wund arbeiten solle, um seinen Beitrag zu leisten, dass sich keines der Weltmächte traue selbst Hand anzulegen? Sollte je ein Selbstbestimmungsgeist aufblühen, so wird er sich kaum dieser unterschwelligen Knechtschaft beugen wollen. Dafür ist er notwendig zu stolz, oder er ist überhaupt nicht erwacht.

    Der reine schuldlose Sozialstaat und obendrein ein Interesse interessenlos in die Weltpolitik zu blicken – das ist natürlich ein schönes Ideal. Ich würde sofort unterschreiben! Es fragt sich dennoch, ob solche Idealbilder der Realität standhalten.

    Nun, man müsste also etwas anbieten können, dass keiner nachmachen und worauf niemand verzichten kann. Und das in solcher Qualität und Quanität, dass solch ein rein wirtschaftliches Arragement längerfristig bestand hätte. Das ist die außenpolitische Seite.

    Die große Frage liegt in der Ausgestaltung der inneren Verfassung – das „in Form sein“, wie Spengler so gerne sagt. Aber riesenhafte Staatsüberschüsse sind die besten Mittel für den eigenen geschichtlichen Tatendrang oder er führt sofort zur Faullenzerei und eben dagegen kann kein Rassegefühl etwas unternehmen, wie stark es doch auch sein mag. Denn es ginge wider ihrem Geschmack für den reinen Luxus zu wirtschaften. Der macht ja per definitionem faul.

    Ich schließe deshalb mit einer paradoxen Gegenthese: Der ideale Sozialstaat braucht die Schmarotzer im Innern oder die eigene Verwirklichung außerhalb. Ansonsten sprächen wir von einer Art Perpetuum Mobile, mindestens von einem konturlosen Volk.

    Ich muss Ihnen unbedingt zustimmen, was die Bildung einer Unterschicht zur Förderung der Arbeitsmoral anbelangt. Da hat die EU ebenfalls versagt, die ja eigentlich selbst paradoxerweise identity politics betreibt, denn – und da muss ich dann doch widersprechen – gab es immer die Möglichkeit weißer Einwanderung, nämlich indem man die Konsequenzen aus failed states rücksichtslos zu ziehen verstünde. Dass in solchen Fragen keine Männer von Rang entscheiden, sondern das lächerliche Dogma der (künstlich am Leben erhaltenen) Souveränität der Einzelstaaten diktiert, ist mitverantwortlich an dieser ungeheuerlichen Spekulation mit dumb immigration aus dem Farbenland.

    Diversity is our strength!

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  5. Erstens: Ja, ich denke, das kann es geben, ein biedermeierliches Bürgertum, eines, das keine außenpolitischen Ambitionen hat, aber – oder vielleicht gerade dadurch – im höchsten Sinne geistiges Bürgertum ist. Das ganze 18. Jahrhundert ist in Deutschland so geprägt gewesen. Und vergessen wir nicht, daß bis 1870 noch genau dieselbe Situation vorherrschte (freilich mit nationalen und damit zukünftig internationalen Ambitionen). Wenn man dann noch weiß, daß um 1870 das Wirtschaftswachstum kulminierte, während in der Zeit der Sonnensuche im Weltgefüge nach 1890 das Wirtschaftswachstum beständig fiel, dann wird deutlich, daß sich außenpolitische Ambition und inherentes wirtschaftliches Wachstum sogar ausschließen können und nicht selten ausgeschlossen haben.

    Zweitens: Ganz unrecht haben Sie freilich dennoch nicht. Insbesondere ist Ihr Hinweis sowohl auf die USA als auch Rußland bedeutsam. Denn wenn wir eine solche migrantenlose Welt postulieren, dann gälte das freilich auch für die USA. Diesen könnten wir also in einem solchen Szenario ebensowenig Paroli bieten, wie heute, da beide Staaten und Völker so einen tonnenschweren Klotz am Bein haben. Das gleicht sich aus. Was aber aus Ihrer Aufzählung folgt, ist, daß wir den Vergleich auch einmal mit Rußland führen müssen – und da wird dann deutlich, daß in einem migrantenftreien Alternativszenario zwar die westliche Welt, also Westeuropa sehr viel besser dastünde, der Osten aber nicht, denn der hat keinen auch nur ähnlichen Klotz am Bein, auf den er dann verzichten könnte. Die wahren Profiteure sitzen also dort – geopolitisch gesehen.

    In diesem Alternativszenario müßten wir also eine ungeheure Überlegenheit Westeuropas und Amerikas annehmen. Praktisch gesporchen: Wir hätten wahrscheinlich eine Landesgrenze mit den USA gemein… im Osten. Sie erlauben den kleinen Scherz.

    Daß der Sozialstaat außenpolitische Ambitionen ersetzt, halte ich für fragwürdig. Hingegen ist richtig, daß ein ausgeweiteter Sozialstaat außenpolitische Ambitionen unmöglich macht. Er kostet einfach Unmengen. Außerdem spricht ein überbordender Sozialstaat ja bereits von einer gesamtgesellschaftlichen Ambitionslosigkeit, nicht von Allen das Äußerste zu fordern. Insofern würde ich eher von zwei völlig verschiedenen Gesellschaftsentwürfen und Haltungen sprechen: Kapitalismus und Kommunismus, um es auf die Extreme herunterzubrechen.

    Sie meinen also, Deutschland hätte beispielsweise Einwanderung aus Griechenland, Irland und Spanien forcieren sollen, indem man die dortigen Volkswirtschaften nicht künstlich gestützt hätte. Das ist sicher ein richtiger und guter Gedanke, allerdings müssen Sie bedenken, daß die Schieflage, in welche diese Staaten kamen, ja erst durch den Zinszwang des Euro entstanden ist. Die Krise ist also zum Hauptteil selbst künstlicher Natur. Aber Sie behalten freilich insofern recht, als sich dort auch vor Einführung des Euro immer wieder Krisen entwickelten, aus welchen man Nettosteuerzahler hätte ziehen können. Nur wäre diese Zahl natürlich im Vergleich zur tatsächlich betriebenen Masseneinwanderung mikrig gewesen. Sie sehen ja oben, daß überhaupt nur 2.2 Millionen Migrationshintergründler in Deutschland Nettosteuerzahler sind. eine weise Staatsführung würde natürlich diese Leute hineinlassen und alle anderen ablehnen. Dann sähe der Staatshaushalt natürlich nochmals besser aus. Das wäre dann im wesentlichen das amerikanische Modell bis mindestens 1914.

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  6. Leser

    Ich habe Schwierigkeiten Ihnen zu folgen. Von welchem Klotz sprechen Sie? Meinen Sie die Empfänger im Sozialstaat?

    Ich habe folgende Erinnerung an der früheren Diskussion: Ein politisch ohnmächtiges und wirtschaftsstarkes Europa, welches durch ein komplexes wirtschaftspolitisches Netz davor geschützt ist vom wilden Westen oder Russland eingenommen zu werden. Dass also Verhältnisse herrschen, die jeden Schritt gegen diese Ordnung unmöglich machen. Das hieße freilich auch Abzug der US-Streitkräfte aus Europa, Auflösung der Nato in gegenwärtiger Form, Abbruch der amerikanischen Einkreisung Russlands und die Verbeugung, Russland an dessen Stelle zu setzen. Also Gleichgewicht der Mächte im Interesse aller.

    Ja, das sind aus amerikanischer Sicht unmögliche Forderungen! Daher meine Frage: Was kann Europa denn bieten, dass es ein politisch-diplomatisches Weltzentrum der friedlichen Koexistenz werde? Es ist klar, dass die Westeuropäer nur aus eigener Kraft derartige Zwänge/Verlockungen schaffen können.

    Russland ist ein unsicherer Faktor. Meinten Sie das mit Ihrer Skepsis gegenüber dem Osten? Gleichgewicht der Mächte ist ein Schlagwort Putins. Aber was wird aus Russland, wenn Putin geht (stirbt!)? Die Russen wollen technologische Unterstützung und Pipelines, sie wollen nicht zuletzt den Nordpol für sich behaupten. Das ist für ein ambitioniert angelegtes Land verständlich. Aber sie werden sich den Wettlauf um den Norden nicht leisten können ohne Abnehmer – Europa.

    Falls auch das nachputinsche Russland den Zug gen Norden als sein wichtigstes nationales Interesse verfolgt, so ist zumindest der Osten in der Tasche: Dann ist es an ein wirtschaftsstarkes Europa angewiesen und wird die Erhaltung eines solchen Europas mit allen Mitteln unterstützen.

    Ich habe den Punkt zum migrationslosen Alternativszenario nicht verstanden. Sie meinen vermutllich die Kaufkraft der USA. Das muss gar nicht so entscheident für Europa sein, wenn es doch dafür auch auf wachsende russische Kaufkraft setzen kann.

    Indes haben die EU-Sanktionen Russland nicht geschadet, sondern den Kurs Putins nur gehärtet und verschärft. Vielleicht ist die Lage Russlands mittlerweile so fortgeschritten, dass die nationale Politik tatsächlich schon überpersönlich, d.h. unabhängig vom Staatsmann Putin ist. Soweit ich informiert bin, ist der erste atomar betrieben Eisbrecher bereits fertiggestellt und angeblich der welterste seiner Art für die Durchdringung des Nordens.

    Ein migrationsloses leistungsstarkes Amerika wäre vielleicht auch die Chance für ein Paradigmenwechsel der US-Politik gegen Russland. Auch Amerika könnte russische Ressourcen akzeptieren. Man muss sehen, wie es mit Trump weitergeht. Russlands Hoffnung ist dahingehend ja sehr groß, dass endlich eine Regierung an der Macht ist, die die Ideologie des vorherigen Jahrhunderts überwindet.

    Mir scheint der Gedanke nicht abwegig, dass die extreme Außenpolitk Amerikas seit den 90er Jahren vor allem von der fixen Idee lebt, den innenpolitischen Missstand durch Raubzüge am Leben zu erhalten. Die Agressivität, mit welcher der Westen damals im postsowjetischen Raum wütete und die sture Haltung dieses Kurses in den letzten 20 Jahren sind Indizien. Das ist keine rein selbstbezügliche Beutelust gewesen, sondern ganzheitliche Außenpolitik, um sich vor den wirklich unbequemen innenpolitischen Entscheidungen zu drücken. Und dann kam Trump

    Ironielos auf die Lage der Weltmächte bezogen:
    Diversity is really our strength!.

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  7. Ja, natürlich.

    Das muß keineswegs den Abzug der Amerikaner aus Deutschland bedeuten und auch die Nato müßte dadurch nicht angetastet sein. Damit entwerfen Sie ja bloß das Szenario eines militärischen (Gegen-)Gewichts Westeuropas. Das ist der Weg der EU. Ich meine aber gerade das nicht. Nochmal: Es ist einfach sinnlos, dem Koloß Amerika ernsthaft Paroli bieten zu wollen. Lieber profitiert man von deren Wirtschaftskraft passiv militärisch und kümmert sich um sich selbst.

    Was Westeuropa bieten kann? Föderal zerstückelte, aber intensive Wirtschaftskraft und den Blick des außenstehenden Beobachters. Nicht mehr, nicht weniger.

    Die Russen können freilich wie Nordkorea auch eine große Armee haben und auch hin und wieder technologisch etwas Interessantes hervorbringen. Der Ekranoplan, die An-225, die Buran, den einen oder anderen guten Jet usw. aber das alles sind Einzelprojekte, die im Vergleich zu Amerika unter „Aushungern“ der Bevölkerung bewerkstelligt werden. Wo die Russen auf letzter Rille fahren, da leisten sich die westlichen Staaten einen ausufernden Sozialstaat (ob nun mit oder ohne Einwanderung) und eine deutlich begütetere Bevölkerung, und sind zugleich technologisch und weltpolitisch dennoch überlegen. Und nochmal: das alles ohne den Klotz Einwanderung am Bein. Diese volkswirtschaftliche Bremse in Amerika und Westeuropa ausgeschaltet und die Russen können im Vergleich dazu wieder Kartoffeln schälen.

    Und deswegen will Putin auch das Gleichgewicht. Wer unterlegen ist, der fordert Gleichgewicht. So wie die kleinen Staaten in der EU am liebsten in allen Gremien dieselbe Stimmkraft haben wollen. Im Grunde drückt Putin damit bloß aus, daß er als Unterlegener dennoch gleich behandelt werden will. Das ist eine Art geopolitische Weltsozialstaatsforderung (um die sich natürlich niemand kümmert).

    Amerika braucht zumindest vorerst von niemandem mehr Ressourcen. Seitdem sie sogar wieder in Unmengen Öl selber fördern… Übrigens ein weiterer Punkt, warum Amerika unbesiegbar ist: alle Ressourcen im Land verfügbar, darunter auch Agrarprodukte: der weltweit zweitgrößte Produzent von Getreide (zwischen China und Indien), bei nur einem Drittel Bevölkerung. Niemand kann die USA, aber die USA können etliche Länder aushungern. Sorry folks, aber die Europäer in jenem geeinten Riesenland Amerika, das ist einfach geopolitischer Perfektionismus.

    Ich glaube, die Frage der außenpolitischen Ablenkung haben wir für die amerikanische Politik der letzten Jahrzehnte bereits diskutiert. Und da gebe ich Ihnen durchaus recht. Ein migrationsloses Amerika (also selbstverständlich mit intelligenter Einwanderung, aber pre-1965 Immigration Act) würde aber letztlich genauso handeln. Allerdings nicht aus Ablenkungsabsichten heraus, sondern wie eine Katze, die mit Mäusen spielt. Die Überlegenheit wäre so ungeheuerlich, daß es sich dergleichen nicht nur leisten könnte, sondern auch völlig unbedarft mit dem kleinen Zeh ganz ausversehen einen Staat nach dem anderen zum Einsturz bringen würde.

    Mit Ihrem Schlußkommentar kann ich aber gar nicht übereinstimmen. Wo nur eine Weltmacht ist, dort herrscht im großen und ganzen Ruhe im Karton (pax augusta). Gibt es ein halbes Dutzend Anwärter auf die Weltmacht, dann ist Kräftemessen an der Tagesordung, was auch irgendwann einmal böse ausgehen kann.

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  8. Leser

    Ich dachte eher an eine militärfreie Wirtschaftszone und dem Rückbau der momentan bestehenden einzelstaatlichen Wehrverbände in innenländische Stadtmilizen (für den ordentlichen Übergang, bis auch diese Reste ganz im Polizeiapparat aufgingen). Also keine europäische Grande Armée.

    Um Europa herum können freilich die Großmächte patroullieren und sich gegenseitig in Schach halten; Europa aber ist waffenloser – heiliger – Boden. Ein ganz vergeistigtes Bürgertum akzeptiert vielleicht den Schutzzaun, aber keine Wölfe im Gehege.

    Ihr Szenario scheint mir dies einer übergreifenden weißen Koalition gegen den Rest der Welt zu sein. Gewissermaßen ein transatlantisches Pomerium. Dabei fällt doch aber der Amerikaner ganz aus der Rolle. Ich habe immer gedacht, dass ein Pomerium eine letzte Defensivlage sei. Sind die Amerikaner nicht zu jung, um den Drachen dieses Schatzes zu spielen? Ein Schatz, der nicht ganz ihr eigener ist. Überhaupt denke ich, sehen es die Amerikaner nicht so eng mit den Rassen, da es keine existenzielle Bedrohung ihrer Kultur darstellt.

    Das ist freilich hier etwas ganz anderes. Die Migrationsfrage, die Rückkehr zum Bürgertums, die wirtschaftliche Leistung nehmen hier existenzielle Züge an. Wir brauchen die Amerikaner und sie stellen es uns in Rechnung (Schutzgeld) – aber damit laden wir sie ja förmlich ein auch uns irgendwann zu überwinden.

    Daher ist jetzt meine Überlegung, ob der Wettstreit der Mächte um Europa nicht den Wert Europas eher steigen ließe. Nicht pax augusta, sondern Barockpolitik vor dem Hintergrund der Auswegslosigkeit einer militärischen Entscheidung.

    Das scheint mir gar nicht so fernliegend. Eine Langstreckenrakete ist Ausdruck reinster dynamischer Kriegführung; eine nuklearbestückte aber ist völlige Brechung des Bewegungscharakters – alles vernichten können bedeutet eben wieder gar nicht Krieg führen dürfen. Den Kalten Krieg sollte man nicht als Epoche, sondern als lehrsame Jahre für den neuen Welttakt werten. Das 20. Jahrhundet war doch dies des Strebens nach dem Weltmonopol. Aber man vergesse nicht den belehrenden Sinn hinter dem Wettrüsten: Es ist in dieser Form nichr zu erreichen. Die Russen haben das zumindest begriffen. Ich sehe in der Politik Putins überhaupt nicht jene amerikanische Interpretation des geschwächten Bären, sondern kultischen Umschlagscharakter. Dass man es nicht hinnehmen kann, dass eine Rakete knapp eine viertel Stunde nach Moskau braucht, ist klar.

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  9. Zunächst einmal habe ich mein flaues Gefühl, daß ich Ihnen noch eine Antwort schuldig bin, zur Prüfung gebracht: Und siehe da, Ihr sehr berechtigter Punkt, ob nicht die Staatsschuld ebenfalls ein Mittel zur Steigerung der Arbeitsmoral sei, blieb unbeantwortet. Ich bitte Sie, mir ein solches Übergehen Ihrer Argumente nicht durchgehen zu lassen.

    Mein Einwand ist hier folgender: Die Gefahr der Arbeitslosigkeit ist eine direkte, persönlich treffende und direkt mit der eigenen Arbeit verbundene Unsicherheit, die ein Zusammenreißen zur Folge hat (wo nicht Tatendrang ohnehin antreibt). Die Staatsschuld jedoch ist eine im Grunde unanschauliche, vage Zahl, deren Auswirkungen im Leben niemand zu beschreiben wüßte. Sie führt lediglich zu einem Unwohlsein. Da ist sie dem Sozialstaat nahe. Der Nettosteuerzahler regt sich über zu hohe Unterstützungszahlungen der Empfänger auf, wie über Politik im allgemeinen. Er ist mit der Gesamtlage unzufrieden. Das ist ein sehr unschönes Gefühl des Ausgeliefertseins und des Ausgebeutetwerdens. Hier besteht viel eher die Gefahr, daß er sagt: „Ihr könnt mich alle mal gern haben, ich reiß mir kein Bein mehr raus!“ Oder noch schlimmer: „Macht doch, was ihr wollt, ich hau ab!“ Ich glaube also, der Effekt bei der Staatsschuld wie beim Sozialstaat ist gerade der gegenteilige.

    Nun zu Ihrem letzten Beitrag: Ich weiß nicht, ob Sie es ganz ernst meinen, aber von Militärfreiheit sollte natürlich nie die Rede sein. Sie wissen, wie anziehend die Gun-Free-Zones in Amerika auf Amokläufer wirkt. Aber nehmen Sie die Lage Deutschlands: 1. mit kleinen Atommächten in der näheren Umgebung befreundet: Sie können einen nicht angreifen, aber man selber ist dadurch ebenfalls nicht angreifbar, da man im Militärbündnis steht. 2. mit der Weltmacht im größeren Rahmen befreundet, die ganz andere Sorgen als Deutschland hat. 3. eine (Wir-haben-auch-eine-)Armee, die sich in die Hosen macht, wenn der Mond aufgeht. Das ist schon eine recht intelligente Position für einen wirtschaftlichen Koloß, der aber endlich eingesehen hat, daß es für Weltmacht dann doch einfach an Rohstoffen und Menschen fehlt.

    Das ist also tatsächlich eine Art Pomerium (und genau das war Europa in den letzten 70 Jahren), aber Pomerium heißt zunächst mal zivilisatorische Reinheit durch funktionierende Grenzverteidigung. Insofern könnte man die Öffnung der Grenzen, die Arbeitsimmigration (also seit den 50er Jahren, USA 1965, unter anderen Vorzeichen in Deutschland ja schon im Krieg) als Zerfall des Pomeriums deuten. Ein interessanter Gedanke.

    Nein, keineswegs eine weiße Koalition gegen den Rest der Welt. Aber ich würde eine Koalition der Europäer (Europa und USA) zusammen mit den Nordostasiaten als die Koalition der natürlichen Beherrscher der Welt natürlich als sinnvoll ansehen. Es geht um eine Koalition der Befähigten (die sich gegenseitig natürlich die Butter vom Brot nehmen wollen). Daß wir von den USA und Europa sprechen, hat ja damit zu tun, daß diese sich gerade zutode immigrieren.

    Und ich glaube sehr wohl, daß die amerikanische Kultur in Gefahr ist. Exakt so, wie es in Europa auch der Fall ist. Auch der amerikanische Wohlstand basiert auf der Schaffens- und Tatkraft weißer Einwanderer. Alles, was damit zusammenhängt, auch der einstige Verzicht auf den Sozialstaat, inklusive der gesamten Filmkultur, dem Klassizismus der amerikanischen Architektur, der ganze Freiheitsgedanke, all das und noch einges mehr steht auf dem Spiel. Daß die Amerikaner das genauso sehen, konnten Sie bei der letzten Wahl beobachten.

    Daß die Amerikaner uns nicht überwinden und nicht überwinden können, das haben Sie im Grunde selbst erklärt, nämlich durch das Moment der alles zerstörenden Waffentechnik. Wie Sie ganz richtig sagen: Im Gegensatz zur Raketentechnik, die Spengler noch als Bewegungsgedanke preist, ist die Atomwaffe ein Mittel alle großen Bewegungen in Starre zu versetzen. Und das ist wirklich ein heilsames Pomerium.

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  10. Leser

    Freilich habe ich mich selbst bezüglich der Staatsschuld nicht festgelegt, weshalb ich das gar nicht mal merkte. Es war durchaus als offene Frage formuliert. Dennoch habem Sie recht diese Frage ermeut aufzurollen.

    Erstmal: Die Zahlen sind nur verlockend, sobald man annimmt, dass der gesamte Sozialüberschuss tatsächlich in die Tilgung der Staatsschulden einginge. Freilich zur Entlastung der Kommunen etc. ist das alles richtig und weise. Man könnte sogar sagen, dass die Tilgung der wirklich auslaugenden Schulden noch viel früher erledigt sei. Denn – Sie sagten es bereits selbst – spürt man im persönlichen Leben kaum jene abstrakte Schuldenlast. Hier muss man also unterscheiden zwischen echter Last, die ganze Bundesländer nur auf dem Papier solvent hält und reiner Investition, deren Rückzahlung sowieso niemand ernsthaft in Frage stellt. Zum Beispiel zahlt der Bund Negativzinsen bei Krediten bis zu 2 Jahren Laufzeit. Das repräsentiert das Vertrauen der Gläubiger, die schnelle Ergebnisse erwarten von einer Volkswirtschaft, die diese mit vollkommener Sicherheit auch erbringt.

    Nun ist das für einen polemischen Text durchaus richtig, wenn Sie einmal vorrechnen, um was für Zahlengrößen es sich hier bezüglich der Sozialast handelt. Allerdings drängt ja kaum ein Gläubiger den Bund zur Rückzahlung der Staatsschulden, dass dieser den Überschuss nicht in die strukturärmeren Länder verteilen dürfte. Ja, er müsste sie weise verteilen.

    Insofern ist die angestrebte Hebung der Arbeitsmoral durchaus keine direkte Folge der Staatsschuld. Sie zeigt aber indirekt – zusammen mit dem Faktor der weisen Einsetzung des erwirtschafteten Überschusses – die Prosperität bisweilen ärmerer Landstriche an. Da geht es also nicht wirklich um die Angst der Arbeitslosigkeit, sondern der Hoffnung auf bessere Verdienste. Daher – ich erkenne den polemischen Witz natürlich an – werden Sie mir doch zustimmen, dass die Tilgung der Staatsschuld kein vorrangiges Anliegen ist. Überlegen wir lieber, was die jährlichen 64 Mrd. für die öffentlichen Kassen bedeuten würden.

    Als reine Zahl ist die Staatsschuld durchaus aussagelos. Bei einer funktionierenden Wirtschaft bedeutet sie eigentlich gar nichts, sondern ist der stille Untergrund für jegliche Wahlversprechen zur Besserung des bereits Guten. Kommt beides zusammen, zeigen sich zumindest arbeitsmoralische Wirkungen durch Hebung der allgemeinen Zufriedemheit, die eben nicht bloß von der Beschäftigung abhängt, sondern dem öffentlichen Angebot einer Stadt. Gibt es diese nicht, verroht eben die Jugend im Alkoholexzess bei unnützer Bahnhofshockerei und schädigt die Entwicklung zu einer allgemeinen gewünschten Arbeitshaltung schon in den wichtigsten Jahren der Persönlichkeitsentwicklung. Disziplinlosigkeit ist die allgemeine Folge.

    ***

    Lassen Sie uns die geopolitische Frage vertagen. Eine Koalition der Befähigten ist natürlich wünschenswert. Schließlich stimmen wir überein, dass jedwege Konstellation zuerst vom Willen der Westeuropäer abhängt, auf eigenem Boden den Wohlstand sicherzustellen. Alles weitere ist Politik. Erstmal Hoch! die Wirtschaft.

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  11. So bedeutungslos ist aber die Staatsschuld dann doch nicht. Immerhin liegt die Zinslast bei derzeit ca. 34 Mrd. €. Haben Sie also diese Schulden abgetragen, steht noch einmal die Hälfte des in Diskussion stehenden Haushaltsüberschusses bereit, also dann insgesamt 98 Mrd. € jährlich. Oder anders gesprochen: Im Bund ist die Zinslast höher als der Verteidigungsetat (12.1 zu 10.3%). Im Gesamthaushalt macht das 7.5% aus. Die Steuern könnten also im Schnitt um diesen Wert sinken, ohne daß irgendeine Veränderung der Haushalte nötig würde. Das macht sich schon durchaus bemerkbar.

    Nun können Sie freilich sagen, um den Wert, den sich der Staat nicht verschuldet, verschulden sich die Privatpersonen. Aber selbst wenn dies so wäre, was ich aufgrund der Vorbildwirkung des Staates anzweifeln würde, hielte ich es für weitaus effizienter. Soll doch jeder selbst entscheiden, ob er sich verschulden will, statt allen, auch den Sparfüchsen, durch die Staatsschuld das Sparen zu erschweren (eben durch höhere Steuern). Freilich ist auch das nur Zeichen der allgemeinen finanziellen Verlotterung. Die alte Tugend der Sparsamkeit ist ja auch bei Privatpersonen weitgehend abhanden gekommen. Aber wir sprechen ohnehin von einem ehemaligen Wunschzustand.

    Sicher ist die Verteilung der Staatseinnahmen mindestens genauso bedeutsam und endlich noch wichtiger als die Höhe des Gesamthaushaltes. Daß ich für den Fall des migrationsfreien Deutschland die Tilgung der Staatsschuld zum Vergleich herangezogen habe, lag einerseits daran, daß die Staatsschuld häufig als untilgbar gilt, dabei wäre das ohne die Migranten ein Kinderspiel, zweitens weil es keinen Sinn macht den Haushalt zu vergrößern. Lieber sollte man Steuern senken.

    Im übrigen gilt ja für das Szenario „migrationsfreies Deutschland“ ebenfalls, daß etliche Haushaltsposten dann bereits als erhöht gelten dürften. Denn wo weniger Bürger sind, dort sind auch weniger Ausgaben nötig. Wenn uns aber 17 Millionen Bürger fehlten, dann würde genau das den Haushalt an vielen Stellen entlasten. 20% weniger Menschen, also mindestens 10-15% weniger Verkehr, bedeutet bei gleicher Investitionslage in die Verkehrssysteme natürlich eine enorme Qualitätsverbesserung. Ob das die Zahl der freien Sitzplätze in der Bahn oder die Verkehrsdichte auf den Straßen betrifft – alles würde komfortabler, streßfreier, billiger (wenn auch z.T. ineffizienter, aber exakt das könnte man sich, wie wir sehen, ohne mit der Wimper zu zucken leisten).

    Im Falle der Polizeikräfte könnte man durch die erhöhte Präsenz der Ausländer in der Kriminalitätsstatistik sogar 30% sparen oder eben mit einer 30%igen Überbesetzung der Polizei fortfahren, was natürlich entsprechende zusätzliche positive Effekte neben der Ausschaltung der erhöhten Ausländerkriminalität, die durch deren Fehlen ja ohnehin passé wäre, zur Folge hätte. Der Verteidigungshaushalt würde freilich nicht profitieren, Bildung und Forschung hätte leichte Gewinneffekte. Obwohl man letztere lieber aushungern sollte. Aber das gilt im Großen und Ganzen überhaupt von diesem viel zu aufgeblähten Staatsapparat.

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  12. Waldmeister

    Fehlen in der Berechnung die Versicherungen?
    Krankenversicherung: man kann prima aus den Einnahmen der Gesetzlichen Krankenversicherungen, der Anzahl der Versicherten und dem Beitragssatz (Achtung, AN+AG-Teile mit einbeziehen) berechnen, ab wann jemand statistisch für die Krankenversicherung kostenneutral ist. Man kommt da auf rund 26.000€ Jahresbrutto.
    Gesamtgesellschaftlich kostenneutral sieht noch ganz anders aus. Wieviel muß jemand brutto verdienen, um gesamtgesellschaftlich kostenneutral zu sein (also Ausgaben für Sicherheit, Verwaltung, Infrastruktur etc etc)? Ich schätze 9/10 des BIP pro Kopf.
    Noch ein kleiner Hinweis: wenn man das Durchschnittseinkommen der Einkommensbezieher (Lohn/Gehalt/Dividenden/Renten) auf 160 Stunden Arbeit im Monat hochrechnet, dann haben 40% der Einkommensbezieher einen Stundenlohn von bis zu 10€/h brutto. Auch nicht schlecht.

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  13. Sie haben natürlich recht. Aber es ist nicht bloß die Krankenversicherung. Auch die Progression bei der Steuer ist hier noch nicht eingerechnet. Das Bild sieht also noch viel verheerender aus. Aber diese Daten der reinen Steuerzahlen habe ich noch nirgendwo gesehen.

    Hinzu kommen natürlich Beamte, die aus dieser Rechnung ebenfalls herausfliegen müßten, da ihr Gehalt nicht ohne weiteres als Wirtschaftsleistung eingerechnet werden sollte.

    Wie wollen Sie von einem Durchschnittswert auf eine Teilmenge (wie 40%) schließen? Ich verstehe nicht ganz, was sie meinen.

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  14. Pingback: Weshalb Sie diesem Blog nicht folgen sollten – Die Reisen des wunderlichen Herrn Wangenheim

  15. Sehr geehrter Herr Wangenheim,
    worauf die Zuwanderung bei uns hinausläuft, haben Sie deutlich vor Augen geführt. Aber sollen wir einfach nur zuwarten und das alles geschehen lassen? Der Kaiser ist nackt, und das sehen
    wir doch alle. Wenn uns der Subsahara-Tsunami überflutet, dann wars das mit dem Zeitalter der
    Aufklärung. Bis zur Bundestagswahl haben wir noch eine Art Gnadenfrist, danach gibt es erstmal
    für den wählenden Bürger auf lange Zeit keine Möglichkeit mehr, den Steuerleuten unserer (noch, teilweise) demokratischen Bundesrepublik in den Arm zu fallen. Die Daten der Intelligenzforschung und das Gleichheits-Taboo müssen auf den Tisch, damit jeder sehen kann, daß wir uns Nichtschulbare ins Land holen und für die Schulung, mit der die Absolventen von
    in der Wirtschaft unbrauchbaren Studiengängen kommod versorgt werden, Unsummen verbrennen. Das sollte dem mit panem et circensis beschäftigten dekadenten Bundesbürger vor der BTW noch klargemacht werden, denn wenns ans Geld geht, wird vielleicht doch noch mancher wach. Na ja, die Hoffnung stirbt jedenfalls zuletzt.

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  16. Sie haben mit Ihren Ausführungen freilich völlig recht. Aber das ist vielleicht das große Problem der späten, zivilisatorischen, technischen Zeiten: In historisch kurzzeitiger Ermangelung natürlicher Hemmnisse wird vieles völlig Abstruse möglich. Der Mensch läßt sich in diesem Gefühl der von der Natur und ihren unbeliebten Wahrheiten abgelösten Unnahbarkeit immer wieder in ideologische Extreme zerren und tritt dabei von einem Fettnäpfchen ins andere.

    Und jedesmal geht wieder ein Stück Kultur, die Jahrhunderte hindurch aufgerichtet wurde, unwiderbringlich verloren. 1943 hätten Sie vielleicht etwas Ähnliches gesagt. Aber die Menschen sind erst zu echtem Widerstand übergegangen, als es desselben nicht mehr bedurfte: nämlich als der Krieg vor ihrer Haustür angekommen war. Das Ergebnis war die architektonische und (wie man nicht unterschätzen darf) genetische Zerstörung weiter Teile Deutschlands. Heute warten die Deutschen wieder, bis das Chaos vor ihrer Haustür angekommen ist.

    Das Ergebnis wird, wenn nichts dazwischen kommt, die endgültige kulturelle und genetische Zerstörung nicht nur Deutschlands, sondern ganz Westeuropas sein. Das ist nicht wenig, aber es wurde ja auch jahrzehntelang fleißig daraufhingearbeitet. Das schließt übrigens das Fernhalten von allem fundamental geeigneten Personal an Universitäten, Beamtenstellen und in den Redaktionen ein, weshalb die von Ihnen geforderten DInge eben nicht auf den Tisch kommen. Aber letztlich müssen jene all sich am laufenden Band widersprechenden ideologischen Nachrichten (also ohne Einbezug der Tatsachen) nicht nur geglaubt werden, sondern geglaubt werden wollen. Und das weist auf die Kampfesmüdigkeit, die innere seelische Resignation oder wenigstens Bequemlichkeit weiter Teile der Bevölkerung hin.

    Hinzu kommt die Trägheit des Systems. Deshalb ist die nächste Bundestagswahl für die meisten Menschen so bedeutungslos. Die fühlbaren Konsequenzen der Politik der letzten 50 Jahre und der letzten 2 im Besonderen, werden in ihrer ganzen Brillanz erst in dreißig oder fünfzig Jahren, ganz in 100 Jahren vor uns stehen, also vor den nächsten Generationen. Menschen, die nicht in Generationen denken (historisch und deshalb auch bezüglich der Zukunft abgeschnitten), sondern wie ihre Regierungen, in 4-Jahres-Perioden, können die langwelligen Vorgänge nicht abschätzen, wollen sie nicht abschätzen. So wie man sich die Niederlage 1944 nicht eingestehen wollte. Auch aus dieser Perspektive stirbt die Hoffnung zuletzt. Man hofft, es würde schon alles gut gehen.

    Zugleich liegt freilich in jeder Verschärfung der Situation auch die Chance des Aufbegehrens. Ich selbst könnte in absehbarer Zeit dieses Land verlassen. Die meisten Deutschen können es nicht. Sie sind an die deutsche Sprache und an deutsche Verhältnisse gebunden. An deren Stelle hätte ich bereits deutlich radikalere Formen des Widerstandes eingeläutet. Aber wer nicht einmal von einem Widerstandsrecht Gebrauch macht, daß ihm per Verfassung sogar zugestanden wird, der wird in der Geschichte untergehen. Ein Volk, das sich ideologisch wie ein Haufen Kinder umherscheuchen läßt und auch die politischen Kräfte nicht hervorbringt sich zu wehren, das geht eben im Zweifel, so groß und reich es auch gewesen sein mag, unter. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

    Insofern dürfen wir die nächsten Jahrzehnte als Bewährungsprobe dafür ansehen, ob die Westeuropäer noch einen Lebenswillen gepaart mit einigem langfristigem Blick besitzen, den sie mit allen Mitteln durchzusetzen bereit und in der Lage sind, nicht zuletzt geistig und seelisch. Und das heißt praktisch nicht einfach die Beendigung der gegenwärtigen Politik, sondern ob der Westeuropäer es emotional ertrüge und sogar als große Entlastung seines mentalen Zustandes ansähe, Massenausweisungen von Millionen Menschen vorzunehmen. Und wie Sie an dieser sehr direkten Formulierung sehen, sind wir davon deutlich weiter als nur eine Bundestagswahl entfernt. Mittlerweile geht es nicht mehr um den Stop der Einwanderung, sondern eher noch um die Verschärfung des Zustandes, damit so viele Krägen als möglich platzen. Die Mittel zur Umkehr werden damit zwar immer extremer, aber mit Samthandschuhen ist hier ohnehin nichts mehr zu retten.

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