Marktwirtschaft oder Kommunismus? Die Umwälzungen der Gegenwart und ihre Folgen . Teil 1

Im Jahr 2014 sind aus Frankreich 6.000 Millionäre geflohen. 2015 waren es 10.000, und zuletzt 12.000 im Jahr 2016. Aus Deutschland sind bis einschließlich 2014 wenige Hundert Millionäre pro Jahr ausgewandert, im Jahr 2015 schon 1000, und 2016 waren es 4.000. Warum das Jahr 2015 einen solchen Schub in der Auswanderung brachte, ist offensichtlich und wird für Frankreich sogar von den Machern der Studie offen benannt: Die Folgen des Imports von fremden Kulturen bezüglich Kriminalität und Terrorismus.

Ja, die Zahl der Millionäre ist auch deutlich gestiegen, allerdings vor allem wegen des Immobilieneigentums, das schlicht ohne Zutun enorm gestiegen und mittlerweile deutlich überbewertet ist. Dabei handelt es sich also um einen kurzzeitigen Effekt, der unter anderem mit der Geldausweitung zu tun hat. Der Hauptgrund der Auswanderung jedoch ist, wie Sie sehen, im Gegensatz zu den Immobilienpreisen, langfristiger Natur. Ihr Kredo scheint zu sein: Dann ist das nicht mehr mein Land.

Aber die Millionäre machen nur 8% der 15 Millionen Nettosteuerzahler in Deutschland aus, auch wenn sie für einen Großteil des Steueraufkommens verantwortlich sind. Also müssen wir auch die übrige Auswanderung betrachten.

Die Auswanderung von Nicht-Migrationshintergründlern, also Alt-Deutschen aus Deutschland betrug in den letzten Jahren recht konstant 140.000 per annum. Die deutschen Geburten ohne Migrationshintergrund betragen 470.000, d.i. 64% der Gesamtgeburten (36% sind Geburten mit Migrationshintergrund – woraus sich übrigens die mindeste zukünftige Bevölkerungszusammensetzung ergibt; höhere Sterbeziffern der Alt-Deutschen und weitere Einwanderung nicht mitgerechnet).

D.h. etwa 30% der derzeitigen Zahl der Geburten an Alt-Deutschen verläßt zugleich das Land. Da es sich natürlich fast ausschließlich, wenn nicht sogar ohne Ausnahme, um legale Migration handelt, ist eine Einwanderung dieser Deutschen etwa in die Schweiz oder in die USA, nach Australien oder Neuseeland mit Auflagen verbunden, die zur Voraussetzung haben, daß es sich um mindestens gut-, tendentiell hochqualifizierte Arbeitskräfte handelt.

Zugleich sagt PISA 2012, daß von den Alt-Deutschen an unseren Schulen 22% mit gut oder sehr gut abschneiden, also zu den Kompetenten gehören (Migranten 1. Gen. 10%, 2. Gen. 7,5%). Freilich wandern auch durchschnittlich Befähigte aus, aber von diesen 22% ist mit Sicherheit ein überproportionaler Anteil darunter zu finden. Die Fähigen sind weg.

Da nun 30% der Zahl der Geburten an mehr oder weniger Hochqualifizierten auswandert und darunter tendentiell die Besseren bis Besten schon aus Gründen der Einwanderungskriterien in den beliebtesten Zielländern fallen, darf man hier von einem Totalverlust von Kompetenz sprechen. Denn üblicherweise, d.h. bei einer nachhaltigen demographischen Politik (a long time ago in a galaxy far, far away), gleichen diese neuen kompetenten Schulabgänger ja nicht die Auswanderer aus, sondern die Sterbeziffern, d.h. die Überschreiter des Renteneintrittsalters.

Diese müssen also ebenfalls abgezogen werden. Es sterben in Deutschland knapp 1 Million Menschen im Jahr. Zwar sind 20% der Bevölkerung Migrationshintergründler, aber ganze 20% wird man davon nicht abziehen müssen, da die deutsche Altersurne natürlich stärker nach oben, zu höherem Alter hin verschoben ist. So oder so: Die Zahl der altdeutschen Tode übersteigt die Zahl der altdeutschen Geburten also fast um das Zweifache. Wir würden demnach auch ohne diese Auswanderung mit einem fast 50%igem Verlust von Hochqualifizierten zu kämpfen haben.

Tatsächlich aber werden diese Verluste durch die Drittweltimmigration noch verstärkt, weil Hochqualifizierte natürlich nie in ein Drittweltland auswandern würden, aber zunehmend das Gefühl haben, daß in Deutschland zu bleiben etwas ganz ähnliches bedeutet. Was das für die zukünftige Zahl der Nettosteuerzahler bedeutet, d.h. vor allem über das Sinken dieser Schwelle aufgrund der sinkenden Zahl von Höchsteinkommen, brauche ich nicht ausführen. Denn die obersten 10% der Einkommen sind für über 50% der Steuerzahlungen verantwortlich. Das Funktionieren des Staatshaushalts hängt im Grunde an diesen 10%. Das dürfte jedem klar machen, wie ungeschickt es ist, diese Menschen zu vergraulen.

Das ist also die Lage. Im Grunde gibt es dazu nichts weiter zu sagen, denn sie ist aussichtslos. Nicht insofern als Deutschland von der Weltkarte verschwindet (d.h. dazu im zweiten Teil mehr), sondern insofern Deutschland als einer der weltweit führenden Wirtschafts- und Bildungsstandorte, d.i. Kulturstandorte verloren ist. Denn die Auswanderungszahlen werden sich nicht verringern. Man wird schon deshalb  mindestens 300.000 Menschen Einwanderungssaldo im Jahr halten müssen, um selbst bei sinkender Produktivität pro Person wenigstens das Bruttosozialprodukt oder immerhin den Konsum nominal nicht sinken zu lassen, was eine fatale statistische Nachricht wäre. Und mit jedem Jahr, in welchem die Kriminalität und der offene Straßenkampf steigt (Ausländer sind dreifach überrepräsentiert in der Kriminalitätsstatistik, jede Einwanderung und Vermehrung zieht das Land also auch in dieser Hinsicht weiter herunter), wird die Auswanderung zunehmen, insbesondere auch hier durch jene, die es sich leisten können und die andernorts Einlaß erhalten.

Das ist allerdings nur jene Seite der Tatsachen, die sich mit dem befaßt, was der Wirtschaft und der Gesellschaft verlorengeht. Es lohnt sich aber dennoch, sich gänzlich darüber im Klaren zu sein, was in Deutschland also tendentiell übrigbleibt: Und das sind Ausländer, darunter eine immer größere Zahl an Drittweltimmigranten, und ausreiseunfähiger und -unwilliger White Trash. Es handelt sich im wesentlichen um eine Auslese der Schlechtesten, die hier im Gange ist.

Warum dieses Vorgehen dennoch aus rein machtpolitischer Perspektive ein Wachstum darstellen kann, habe ich in dem kleinen Heft „Migration und die Kultur Europas“ dargestellt.

Diese Tatsachen – freilich in ihrer ganzen verheerenden Wirkung noch in Bildung begriffen – hat man zunächst zu akzeptieren. Denn selbst ein radikaler Einwanderungsstop von heute auf morgen würde das bereits bis zum heutigen Tage importierte Problem nicht lösen. Und daß die vorliegende Gesellschaft es über das Herz brächte, Millionen von Einwanderern wieder abzuschieben, darf man getrost als Märchen klassifizieren. Über Kosmetik wird das nie hinausgehen. Ganz davon abgesehen, daß dergleichen aus Gründen der bereits massenhaft betroffenen Bevölkerungsteile bereits einen Bürgerkrieg triggern würde.

*

Freilich liegen nun aber der Auswanderungsentwicklung im Ganzen vor allem auch wirtschaftliche Anreize zugrunde. Vordergründig mag es die Transformation des Landes in sozialen und Alltagsfragen sein, die nicht wenig wirkt, langfristig aber werden die finanziellen Folgen der Einwanderung weit überwiegen.

Denn mit jedem zukünftig fehlenden Nettosteuerzahler fehlt es auch ein bißchen mehr an den nötigen Mitteln, um den gegenwärtigen Staat und sein Sozialsystem, d.h. die Lebensqualität, aufrecht zu erhalten. Folglich müssen die Steuern erhöht und/oder das soziale Niveau abgesenkt und irgendwann der soziale Friede aufgegeben werden. Damit wäre auch der letzte Standortvorteil Deutschlands gegenüber Gesellschaften wie den USA verloren. Auch das macht das Auswandern in nicht weniger betroffene, aber wesentlich leistungsorientierter gebaute, steuerlich interessantere Sozialsysteme wahrscheinlicher.

Warum gibt es aber nicht die geringste Hoffnung, daß die Einwanderer, die Deutschland heute besitzt, je Nettosteuerzahler werden? Nun, wir haben ja ein 60jähriges Ergebnisprotokoll. Und was die wenigstens wissen: Auch die Einwanderer, die seit den 50er-Jahren gekommen sind, waren bis heute nicht in der Lage, in ihrer Gesamtheit Nettosteuerzahler zu werden. Sie kosten noch heute den deutschen Staat und seine Gesellschaft netto Geld. Bereits das bremst die Wirtschaftskraft und die infrastrukturelle wie soziale Entwicklung des Landes seit Jahrzehnten aus. Dabei haben wir hier eine Integrationszeit von durchschnittlich immerhin 25 Jahren. Zudem zeigt sich, daß die Folgegenerationen der Einwanderer schlechter integriert sind als die erste. Die Anpassung an Leistungsprinzip und gesellschaftlichen Umgang nimmt also nicht mehr zu, sondern ab. Und die Qualifikation und allgemeine Zivilisierung der neuen Einwanderer aus Drittweltländern darf freilich als deutlich geringer angenommen werden als jene der Italiener, Spanier, Jugoslawen und Türken, die zuvor hauptsächlich kamen (und wie oben gesehen ebenfalls unseren Stand bis heute nicht erreicht haben).

Und solang die Einwanderung in Summe die Schwelle der Nettosteuergrenze nicht übersteigt, ja sie sogar in extremem Maße verfehlt, gibt es keine zuverlässigere Methode, die gesamtwirtschaftliche Rechnung kräftig ins Minus laufen zu lassen, als durch Einwanderung. Selbst konservative Berechnungen, die nur 150 Mrd. € Netto-Generationskosten durch allein die neue Million an Flüchtlingen konstatieren, die zuletzt eingewandert sind, gehen von so absurden Zahlen aus, wie sechs Jahren Integrationszeit für die neuen Einwanderer, um den Stand der Alteinwanderer zu erreichen. Was also die Alteinwanderer in durchschnittlich 25 Jahren erreichten, das sollen die neuen Drittweltimmigranten in sechs Jahren bewerkstelligen. Auch hier ist der Begriff Milchmädchenrechnung noch eine ungeheure Beschönigung.

Die verheerende Lage wird also unter keinen Umständen in Besserung übergehen, sondern sich immer weiter zuspitzen. Vor den (freilich gut kaschierten) Steuererhöhungen werden immer größere Teile der Belasteten fliehen, was wiederum den Fluchtdruck der zurückbleibenden Nettosteuerzahler erhöht. Aber nicht nur für Nettosteuerzahler lohnt es sich, dieses Land zu verlassen. Auch der unterdurchschnittliche Steuerzahler wird die Auswirkungen des wirtschaftlichen und sozialen Niedergangs miterleben (der im übrigen ja schon seit Jahrzehnten im Gange ist) und – sofern er Aufnahme findet – in einer bürgerlichen Gesellschaft besser leben können.

Daher ist es auch kurzsichtig, zu glauben, daß man sich irgendwo in die Provinz zurückziehen könne, ohne den Niedergang der Gesellschaft merklich zu spüren, welcher Glaube offenbar weit verbreitet ist. Freilich vor Terrorismus und steigender Kriminalität wird man sich in funktionierende ländliche Gebiete absetzen können – das Prinzip der gated communities –, wenngleich der Kommunismus der gleichmäßigen Flüchtlingsverteilung dem deutlich entgegensteht. Wovor man mit einer Flucht in ländliche Gebiete allerdings nicht geschützt wird, das ist der kommende Steuerdruck, den der Staat unweigerlich wird aufbauen müssen, um seine sinkenden Einnahmen durch Auswanderung der Hochqualifizierten und steigenden Ausgaben durch Einwanderung der Niedrigqualifizierten auszugleichen. Die Spirale kennt nur ein Ende, und das ist der Zerfall des Sozialstaates oder die Zahlungsunfähigkeit desselben.

Dieses wird er freilich mit allen Mitteln abzuwenden suchen. Da er jedoch die Ursache realistisch betrachtet nicht mehr beseitigen kann, muß er die Folgen verhindern. Und Sie kennen diese Situation der qualifizierten Abwanderung natürlich aus den Geschichtsbüchern. Das ist die Lage der DDR in den 50er-Jahren. Freilich fehlt es an so überragend hoffnungsvolleren und gleichsprachigen Zielen, wie der Bundesrepublik der 50er-Jahre. Der Effekt ist dennoch derselbe, und immerhin kannte die DDR keine signifikante minderqualifizierte Einwanderung. Man wird also dieses Ausbluten irgendwann aktiv zu verhindern suchen.

Und glauben Sie nicht, daß dergleichen im so aufgeklärten 21. Jahrhundert nicht mehr möglich sei. Eine Regierung, die eine wirtschafts- und sozialpolitisch derart abstruse Einwanderungspolitik betreibt (und das seit Jahrzehnten, nicht erst seit 2015) und schon bei der geringsten Gefahr für ihre Meinungshoheit erpreßte Privat-Zensur im Gesetz verankern will, wird selbstverständlich auch vor Ausreisebehinderungen nicht halt machen. Was glauben Sie, wie leicht plötzlich jeder Einzelne an Flughäfen, Grenzübergängen usf. gefilzt werden kann? Was glauben Sie, welche Beschränkungen der Vermögensverlagerung dann ganz unvermittelt in Kraft treten? Und der kleine Mann, dem es dann immer schlechter geht, wird das bejubeln. Glauben Sie also nicht, daß dagegen irgend jemand aufstehen wird.

Das wird nicht heute und nicht morgen geschehen, aber man sollte vorbereitet sein. Sobald die Diskussion darum in den Medien aufschäumt und spätestens, wenn irgend ein drittklassiger Vertreter des politischen Establishments verlauten läßt, daß niemand die Absicht habe, eine Mauer zu errichten (also Maßnahmen zu ergreifen, den Abfluß von Hochqualifizierten oder Gutverdienern einzuschränken), sollten Sie auch als einfacher, freiheitsliebender Durchschnittsverdiener das bereits zurechtgelegte Flugticket in Anspruch nehmen und alle Vorbereitungen zur Erlangung einer fremden Staatsbürgerschaft längst getroffen haben.

Bei Ulbricht hat es zwei Monate gedauert, bis aus der Beschwichtigungslüge eine Tatsache wurde – auf daß Sie den Zeithorizont im Auge haben. Sie sind dann Flüchtling. Sich darauf vorzubereiten, auch und vor allem seelisch-mental, kann man nicht früh genug in Angriff nehmen. Wer zu spät geht, den bestraft das Leben.

11 Gedanken zu “Marktwirtschaft oder Kommunismus? Die Umwälzungen der Gegenwart und ihre Folgen . Teil 1

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  3. Geneigter Leser

    Sehr gelungene, auf den Punkt gebrachte Bestandsaufnahme. Danke dafür, auch wenn es eine Dokumentation des Untergangs ist.

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  7. Feigheit vorm Leben

    Fliehen? Ernsthaft? Und wohin? Höchstens Osteuropa, keinesfalls Ostasien. Die USA ist schlechter dran als wir. Davon abgesehen hat man auch die Ostgebiete wiedergeholt zu einer Zeit, als die Verweichlichung im Gange war. Wie F. Roger Devlin treffend auf den Einwand, man müße die Fremden nun hierbehalten antwortete: nun, der Weg von Europa nach Afrika ist nicht länger als umgekehrt.

    PS: Spengler hat’s Leben gehaßt und war suizidal.

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  8. Wohin? ist allerdings eine nicht ganz einfach zu beantwortende Frage. Aber je nach zukünftiger Entwicklung sind die osteuropäischen Staaten merklich besser dran. Daß technisch eine Remigration möglich ist, streite ich nicht ab. Aber sie liegt angesichts der politischen Lage in den Sphären von Wolkenkuckucksheim. Daß es also prinzipiell möglich ist, kann man als völlig nutzlosen Fakt ansehen. Und was Sie mit der Bemerkung über Spengler bezwecken, so als kennte ich Spengler nicht… (was natürlich dennoch verkürzt ist)

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  9. Nocheinmal Feigheit vorm Leben

    Bzgl. „white trash“: ich halte das für unehrlich, da man gegenüber den weitaus fordernden Fremden kaum zu solch drastischen Bezeichungen greift. Klonovsky ist jemand, der sich duckmäuserisch hinter einer sogenannten „Bildung“ versteckt, um nicht als „Rassist“ zu gelten (was auch immer das sei). Wer also Bach hört und Heidegger liest, ist für Klonovsky Deutscher. Ist nur Quatsch: auch wenn man die Farbe nicht sieht — sehen willt –: sie sieht einen.

    Außerdem habe ich mir mein Versagerdasein nicht ausgesucht. Wer Mathemtik u. Physik erfolgreich zu studieren im Stande ist, der hat eben in der „Genlotterie“ Glück gehabt .wenn man bedenkt, daß die geistige Begabung, die Denkkraft zu mehr als 3/4, bis zu 80% genetisch bedingt ist. Man hat hier nicht viel Spielraum.

    Wie gesagt: laut der Aufzeichnungen Spenglers — 2007 komplett erschienen — hatte er keinen Monat ohne Selbstmordgedanken. Wie hat er’s ertragen? So wie Nietzschen: schaffend. („Ich will das Leben nicht _wieder_.“ klagte F. N. 1882).

    Ich bin nun Bodensatz, meine Gemütskrankheiten haben meinen Lebensweg verkorkst, und wäre ich nicht gläubiger Christ geworden („Damaskuserlebnis“ gehabt wie Pascal, Kierkegaard, Huysmans), dann hätte ich mich schon längst erschoßen oder erhängt (einen Versuch überlebte ich mit 23, der Ledergürtel war fürs Erhängen doch nicht so geeignet: es reichte nur für die Bewußtlosigkeit).

    Davon abgesehen war das ein lesenswerter Text, der ohne viel Distanzierung auskam, was gerade im deutschsprachigen Raum keine Selbstverständlichkeit ist.

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  10. „White trash“ ist ein geliehener Begriff aus der US-Gesellschaft. Als Zitat ist es kursiv gesetzt. Es ist also nicht mein Begriff. Es soll nur klar machen, daß es auch den weißen Pöbel gibt. Nicht mehr und nicht weniger. Pöbel darf man noch sagen, habe ich gehört ; )

    Eben, Spengler hat in einer gewissen Lebensphase an Selbstmord gedacht. Das ist eine sehr wesentliche Einschränkung. Und deshalb hat er auch das Leben nur in dieser Zeit und auch da nicht durchgehend gehaßt. Im Gegenteil, er hat seine Kunst- und Waffensammlung, Beethoven und Zigarren sehr genossen.

    P.S.: Ich habe nicht Mathematik und Physik erfolgreich studiert. Und daran auch noch Intelligenz festzumachen, käme mir auch nicht in den Sinn. Dafür habe ich zuviele denkunfähige Physiker kennengelernt.

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