Rückblick: Bruckneriade vom 13. Februar 2016

Da ich bei einer mittäglichen Träumerstunde die Ente des zweiten Weihnachtsfeiertages durch einigen Zufall mit dem Adagio der Achten Bruckners verdaute und mich an einiges vor fast einem Jahr Diskutierte erinnerte, möchte ich mit Hinblick auf den besinnlichen Charakter der letzten Tage des Jahres die Aufzeichnungen von damals wiedergeben (als der Blog noch in Tinte geschrieben wurde).

Da nicht alle déjà-ecouté in der Niederschrift vorkommen, habe ich mir erlaubt, die Ausflösung derselben im Rundbrief des folgenden Tages am Schluß ebenfalls mitzugeben.

***

Um 11 in Weimar an. Sitze im Sonnenschein gegenüber der Anna Amalia Bibliothek und dem Puschkin-Kopf neben dem Haus der Frau von Stein und mache Frühstück.

Aufzeichnungen 8 Sinfonie Ausschnitt 1.jpg

Dann Wieland Jan 1807, später Goethe wieder im Regal und ich entnehme ihm seine doch nicht ganz unbeteiligte Haltung zum Niedergang des Vaterlandes. Außerdem die Zeichnungen Goethes: Mir waren vor allem die perspektivisch mißlungenen Architekturskizzen bekannt. Das bestätigt sich. Allerdings bewahrheitet sich das Urtheil der Schopenhauer zu den schönen Landschaften, die Goethe bei ihr zeichne. Auch wohl teils aus dem Gedächtnis rekonstruierte Ansichten seiner Italien- und Schweizreisen sowie Skizzen der Jenaer- und Saalelandschaften besitzen nicht nur alle Gekonntheit des Striches, sondern vor allem erstaunliche landschaftliche Perspektive, die, sobald Häuser inkorporiert werden, durch deren Fehlproportionen in merkwürdigem Kontrast zum Rest erscheinen. Mit der mathematischen Perspektive also tut er sich – wie die Maler des 18. Jahrhunderts überhaupt – verhältnismäßig schwerer, die natürliche, organische Perspektive der Bergrücken und auch der Hell-Dunkel-Stafflung der Kulissen versteht er hingegen virtuos wiederzugeben, was im zweiten Falle auch mit dem ihm bestens vertrauten Moment der Theaterkulisse zusammenhängen mag. Da hier und da jedoch auch Überarbeitungen späterer Hand, d.h. anderer Künstler stattgehabt haben und theils von Vorlagen kopiert wurde, ja manchmal nicht zu unterscheiden ist, ob Karlsbader Zeichnungen von Goethes oder Riemers Hand stammen, ist allerdings allgemeine Vorsicht geboten. Mir ist übrigens bei der lustigen Alltäglichkeit der Schopenhauer-Abende nicht wenig kitzlig, die erste Szene [eines damals geplanten Schauspiels] dort beginnen zu lassen.

Dann zu Florian, der von einem Gespräch mit Prof. Fröhlich rekapituliert und dabei vor allem auf das dichotomische Verhältnis zwischen Schiller und Goethe hinauskommt. Die Antrittsvorlesung hätte nicht von Goethe, der Prolog im Himmel nicht von Schiller geschrieben werden können. Das erste sei vulkanisch, das zweite neptunischer Natur. Insbesondere im Faust zeige sich, daß Mephisto seine Aufgabe nicht recht begreife, daß er nämlich gar nicht zu einem Ende, zu seiner Glückseligkeit komme, sondern nur als Kontermoment zu den Engeln einen Teil dessen abgebe, was Gott vorgesehen habe.

Ich entgegne, es sei Mephisto durchaus klar, daß er nie zu einem Ende komme: entwickeln tausend Keime sich, man möchte rasend werden, hätt ich mir nicht die Flamme vorbehalten usw. Außerdem, führt Florian aus, erfülle Faust die Wette auch nur halb und halb. Ich sage, mir scheine hier noch ein interessanter Gedanke zu liegen, der mir bisher so klar nicht gewesen sei.

Aufzeichnungen 8 Sinfonie Ausschnitt 2.jpg

Der eigentliche Grund der Vorgänge im Faust sei – wie ich jetzt sähe – für alle Figuren jene große Frage von Relativismus und Agitation, wie wir es vor zwei Wochen besprochen hätten: Entweder strebe man ein Endziel zu erreichen (das ohnehin nicht zu erzielen ist) und sei damit beschäftigt, oder man habe die Relativität der Verhältnisse erkannt und könne aus Mangel an Überzeugung für eine der ja bloß noch relativen Dinge nicht mehr agieren. Daher ja auch die Wette Gottes! Ihm sei langweilig. Er schaue dem Wettstreit zu, mitstreiten aber sei ihm unmöglich.

Faust und Mephisto seien anfangs in derselben verzweifelten Lage, kein Ende des Strebens zusehen. (Am Ende wird ebendas aufgelöst: wer ewig strebend sich bemüht…) Beide kämen in ihrem Fach nicht weiter. Ich bin, da ich es jetzt und hier schreibe ganz verdutzt, noch nie erkannt zu haben, daß Faust nun in die Sphäre des Bösen, des Falschen, des Lebens nämlich (Nietzsche) eindringen lerne und Mephisto allen ernstes Fausten etwas Gutes tun wolle, denn das Ziel laute ja ihn sagen zu machen: Moment verweile doch, du bist so schön! Die beiden Ideologen wechseln das Metier, tauschen gewissermaßen die Rollen! Und am Ende – wie sollte es anders sein – ist alles beim Alten, nämlich wieder strebend ewig sich bemühn.

Dann kommt Kim und wir wenden uns nach der Beschäftigung des Todes Prof. Altenburgs der 8. Sinfonie zu, d.h. dem Adagio, das hier den dritten Satz bildet. Wir fragen uns zunächst woher das bekannte diatonische Motiv der vier abfallenden Töne aus der Coda stamme, von dem Florian später zeigt, daß es wohl einer chromatischen Reihe aus dem Kopfsatz entspricht. Ich sage, die Coda habe zwar einen schönen Ausklangeffekt, sei aber mit allen möglichen Elementen der voraufgehenden Musik durchsetzt und daher sehr unaufgeräumt. Ggerade das mache den guten Schluß, meint Florian, der nochmals das gehörte ins Gedächtnis rufe.

Eine Fanfare, auf die Florian aufmerksam macht, erkenne ich als das Siegfried-Motiv und im Vergleich mit dem Kopfsatz aus dem Vortrag Florians, der das Hauptmotiv derselben in Erinnerung ruft, die Identität mit dem Schluß der Olympia-Musik von Herbert Windt.

Zum Satz im Allgemeinen äußere ich mich vorm Abspielen der 1½ und 2. Fassung, daß wir bereits viel darüber gesprochen hätten, wie wenig vom alten Bruckner seit der 6., 7. Sinfonie eigentlich noch übrig sei. Hier sei es mir nun ganz besonders deutlich geworden, daß der gleichmäßige, Takt um Takt neue Harmonien, aber kein neues motivisches Material aufbietende Steigerungsduktus des frühen Bruckner mittlerweile einem Wagnerischen, ja Lisztschen Knalleffekt-Bruckner gewichen sei. So wie Kim von der 7. mit den „schönen Stellen“, also keinem Verlauf, sondern einzelnen, herausgehobenen Instrumentierungen und kompositorischen Einzelmomenten, gesprochen habe, die Bruckner sonst, d.h. in früheren Zeiten, gar nicht gekannt habe, so sei hier auch in harmonischer Hinsicht die einstige Genialität und Besonderheit Brucknerscher Musik verloren gegangen. Dagegen stehe einzig noch der extensive Einsatz der Himmelsleiter, deren harmonische Abfolge jedoch bereits vorgegeben sei, wenngleich wunderschön.

Aufzeichnungen 8 Sinfonie Ausschnitt 3.jpg

Nachdem wir die Kürzungen vor dem Höhepunkt des Satzes in den späteren Fassungen gehört haben, sind wir uns einig, daß die Herausstreichungen der nochmals den Höhepunkt zurückhaltenden ruhigen Passagen die Konsequenz der Musik zum Besten hingebracht habe.

Ich sage, zwar hätten wir es nun mit einer geschlossenen Steigerung zu tun, und ich verstünde auch, daß der ganze Satz eine große Steigerung mit Coda sei, ähnlich wie das Lohengrin-Vorspiel, dennoch sei der Satz eine Enttäuschung; und zwar deshalb, weil ein 20minütiges Zulaufen einen wirklich grandiosen Höhepunkt erfordere. Was wir aber hörten, insbesondere die beiden Schluß-Übergänge des Höhepunkts hätten, wenngleich bester Brucknerscher Handwerksqualität, doch nichts Neues gegenüber nebensächlichen Passagen älterer Sinfonien zu bieten. Man könne der Auffassung erliegen, er sei alt geworden – was die harmonische Primitivität des Satzes nahe-, hingegen zugleich der Schlußsatz widerlege.

***

Nachschrift:

Liebe Brucknerianer!
 
Da es gestern drei so schöne Zitate (von den allerorten angelehnten Himmelsleitern abgesehen) in den und aus dem Fundus Brucknerscher Musik zu hören gab, möchte ich noch die genauen Stellen nachsenden, damit mein merkwürdiges „Abgeschrieben!“-Talent seine Meriten erweitere und ich bald auf die glänzend bezahlte Festanstellung bei der Gema hoffen kann:
 
Im ersten Fall handelt es sich um ein Ring-Zitat Bruckners, genauer, wie Florian gleich erkannte, Siegfried betreffend https://www.youtube.com/watch?v=h5GxoFy5Q9E, wenngleich es schon in der Walküre erklingt, wenn man dem Video glauben mag. Ich kenne es eher vor allem aus dem Schluß der Götterdämmerung, als es wiederkehrt.
Die Stelle bei Bruckner lautet in der Achten auf 18:55 https://www.youtube.com/watch?v=M49u848iy_w#t=18m55s
 
Das zweite Ereignis ist ein mir nunmehr nur noch als entfertes Zitat vorkommender Moment im Adagio der 7. durch Herbert Windt in seiner Filmmusik zu „Olympia – Fest der Schönheit“, und zwar der Beginn des Schlußchors. Florian wußte zu berichten, daß es sich um die Lieblingssinfonie Hitlers handelte [siehe Kommentare zu diesem Blogeintrag], deren Adagio auch am 1. Mai 1945 zum Führertod im Radio gespielt wurde – es liegt also nahe, daß es sich nicht um einen Zufall handle.
Bruckners Adagio der Siebten: https://www.youtube.com/watch?v=yjJprIS4zQE#t=48s bei 0:48 – die sechs folgenden Töne sind gemeint, die hier
https://www.youtube.com/watch?v=W34McNixF_M#t=1h25m9s bei 1:25:09 wiederkehren und sich von einem Trauerthema zu einer feierlichen Fanfare wandeln.
 
Außerdem möchte ich auf die Ähnlichkeit aus dem Adagio Bruckners 8. von 24:08 bis 24:40 https://www.youtube.com/watch?v=M49u848iy_w#t=24m8s zu jenem Moment in den End-Credits von „Duell – Enemy at the Gates“ von James Horner hinweisen: https://www.youtube.com/watch?v=OM0_AqwLdzs#t=4m50s hier von 4:50 bis 5:05 – wohl keine Übereinstimmung, aber zweifellos ein Kupfer.
 
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7 Gedanken zu “Rückblick: Bruckneriade vom 13. Februar 2016

  1. Musicus

    Ob Bruckners Siebte die Lieblingssymphonie Hitlers war, weiß ich nicht. Daß man anläßlich seines Todes das Adagio auflegte, hatte gewiß einerseits den Grund in Hitlers Bruckner-Bewunderung, doch scheint mir entscheidend gewesen zu sein, daß dieser Satz eine Trauermusik für Wagner enthält, die man offenbar auch zu diesem Anlaß passend fand.

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  2. Vielen Dank für die Korrektur. Daß es sich um Hitlers Lieblingsinfonie handle, war natürlich nie gesagt und möchte am ehesten noch meiner Phantasie entsprungen sein.

    Es ist schon lang her, aber ich entsinne mich, daß die 3., die eigentliche Wagner-Sinfonie Bruckners, ja mit Wagner, wie wir festellten, nicht sonderlich viel zu tun hatte und daß wir eine andere (die Siebente?) eher für geeignet hielten, diesen Titel zu tragen. Ich höre allerdings in diesem Adagio keinen Wagner.

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  3. Leser

    Aus der Wikipedia entnommen:

    „Bruckner begann den 2. Satz wenige Wochen vor Wagners Tod, den er wohl vorausahnte. Er schrieb an Felix Mottl:

    ‚Einmal kam ich nach Hause und war ganz traurig; ich dachte mir, lange kann der Meister nicht mehr leben. Dabei fiel mir das Cis-Moll-Adagio ein.‘

    […]

    Drei Wochen nach dem Entwurf des 2. Satzes, am 13. Februar 1883, starb Wagner. Bruckner hatte gerade den Höhepunkt im Satzverlauf dieses Adagios komponiert und die darauf folgende Coda (eine Trauermelodie, die von den Wagnertuben zunächst alleine, dann mit Begleitung in den Hörnern gespielt wird) bildet die eigentliche Trauermusik für den verehrten Meister.“

    Diese Anordnung Hitlers war an verschlagener Selbstüberhebung nicht mehr zu überbieten. Der Stab mag ihn „verraten“ haben aber das Adagio preist den verstorbenen „Meister“ doch noch! Wie er wohl still bei sich zitternd frohlockte bei dem Gedanken, dass man sich doch noch seinem politischen Testamente unterwerfen möge. Es musste ein ranghoher Militär sein! Höchstes Triumphgefühl für diesen armen und kranken Menschen.

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  4. Jetzt entsinne ich mich, ja! Daher Wagner-Adagio. Vielen Dank.

    Aber daß Hitler sich damit zum Meister erhoben hätte, würde ja voraussetzen, daß er es angeordnet hat. Ich dachte das sei Dönitzens Initiative gewesen, oder liege ich da erneut falsch?

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  5. Leser

    Tatsächlich soll es wohl so im politischen Testament verordnet worden sein, zusammen mit der Ernennung Döhnitz‘ zum Oberhaupt. So ein parodischer Stoff! Das dieser nie verarbeitet wurde wundert mich sogar. Ich finde es wunderbar schrecklich. Das wäre einmal eine ganz andere Geschichte der letzten Tage des „Führers“. Der alte Priester und seine letzte wollüstige Perversität. Andererseits ist das Missverständnis über dieses Symbol auch ein Segen und vielleicht ist es redlicher über solche Absurditäten zu schweigen.

    Für mich Laien ist der musiktheoretische Hintergrund kaum nachvollziehbar, jedoch wird im Wikipedia-Artikel zur Siebten durchaus dargelegt, wo überall Anwandlungen zum Meister zu vernehmen seien. Allein der Charakter der Wagnertuba, die ab der Siebten Bestandteil jeder nachfolgenden Sinfonie wurde. Ist es nicht interessant, dass gewisse Instrumentalcharakter nur im gewissen Ausdrucksrahmen sich entfalten können? Zugegeben, auch eine Trivialität! Aber die Wagnertuba ist so sehr konstruiert auf eine ganz bestimmte Atmosphäre – so limitiert, dass sie sich meines Wissens nirgens sonst noch wiederfinden konnte (vielleicht bei Mahler noch?) Fast könnte man ihr für die mystische Musik Wagners dasselbe nachsagen, wie es Spengler für die Geige der faustischen Musik tut. Jener erhob die Geige als Sprachrohr „ihre[r] letzten Geheimnisse […] jenseitigste[r]. heiligste[r] Augenblicke völliger Verklärung im Streichquartett und der Violinsonate“ und über Wagners Einbindung seiner Tuba könnte man beinahe dasselbe erdichten (wie die Mystik im Klang Bruckners ab der Siebten) Bloß viel eingeschränkter und gleichzeitig so abschlüssig gewaltig, dass dieses Instrument völlig unergründet, daher, dass der Wirkkreis bereits ausgeschöpft im Moment der Konstruktion wurde, nun im Repetoire der Orchester verweilt. (UdA I S. 298)

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  6. Nun, vielleicht ein schöner Stoff, wenn die „Perversität“ – von der ich noch nicht ganz überzeugt bin, daß es eine sei – wahr wäre. Aber wie so oft bei solchen Geschichten, ist es wahrscheinlich nicht wahr. Denn davon steht im politischen Testament kein Wort (was auch äußerst sonderbar gewesen wäre).

    Freilich war Hitler einst besessen, ein kleiner oder gar großer Wagner zu sein. Kubizek hat in seinen Erinnerungen ja durchaus eindrücklich dargestellt, wie er das Vorspiel zu „Wieland, der Schmied“ komponieren wollte. Aber im englischen Wikipedia https://en.wikipedia.org/wiki/Symphony_No._7_(Bruckner)#Use_by_the_Nazis steht etwas anderes (und die Behauptung in der deutschen, die ich sonst nirgends finde, ist nicht belegt). Insbesondere liest man dort, daß jenes Adagio auch schon bei Bekanntgabe der Niederlage in Stalingrad gespielt wurde, wie ebenso bei der Enthüllung der Brucknerbüste in Walhalla 1937 wobei Hitler andächtig gestanden habe https://imgur.com/tr9DnET. Es liegt also nahe, daß es sich doch einfach um das Lieblingsadagio Hitlers gehandelt hat. Und also spielte man sie zu seinem Tod ebenfalls.

    Was hingegen bei Wiki zur Wagnerähnlichkeit steht, ist so ziemlich alles halbwahr. Das Hauptthema des 1. Satzes beginnt tatsächlich wie ein Ringthema, aber spätestens nach dem 7. Ton, also beim Sprung nach unten in Takt 6 ist das reiner Bruckner. Sowas hätte Wagner nie geschrieben. Und da beginnt nun das Thema eigentlich erst recht.

    Daß die Durchführung meistersingerlich sei, nur weil es mal ein bißchen tippelt – mein Gott! Wagnertuben hat er sicher als Ehrerweisung eingebaut, aber ich zweifle ja, daß das einen so besonderen Klang macht. Ich erkenne Wagner vor allem gern an Musik, die er schrieb, bevor er die Wagnertuba erfand. Es ist ein Ringinstrument, das vielleicht eine feinsinnige Lücke zwischen Horn und Posaune füllt. Gut, sei gestattet. Allein, daß es kein Standardinstrument geworden ist, zeigt seine Entbehrlichkeit.

    Die Sextolen später in der Wiederholung des Haupthemas sind viel zu lang und gehen in die falsche Richtung, um an Wagner zu erinnern. Wagners Begleitungen im Tannhäuser sind Seufzer, keine langen Hebungen! Daher verwendet sie Bruckner ja auch für die Himmelsleiter als zusätzlich erhebendes Moment. Da gibt es ganz andere Tannhäuserbegleitungen bei Bruckner, wenngleich ich sie nicht aus der Lameng benennen kann.

    Dafür ist mir immer, als müßte ich jene Stelle https://www.youtube.com/watch?v=wGoYMjVagqQ#t=32s bis 35s mit folgendem Grieg fortführen: https://www.youtube.com/watch?v=O2gDFJWhXp8&t=30m57s

    Ich nehme an, Sie meinen S. 300f. Der Unterschied besteht, wie Sie richtig sagen, vor allem in der Weite des Anwendungsspektrums des Streicherklangs, während die Wagnertuba nur eines unter vielen Blechinstrumenten ist. Aber ich habe – gerade weil ich Spengler absolut beistimme, was den Effekt des flächigen Dauertons angeht – die breiten Blechblasinstrumente immer zu den faustischen Instrumenten gezählt.

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  7. Leser

    Oh! Entschuldigen Sie die Desinformation. Ich habe soeben selbst das Testament gelesen und mich über meine falsche Behauptung aufgeklärt.

    Meine Recherche führte mich sogleich zur Daily Mail vom 2. Mai 1945. Gleich der zweite Artikel auf dem Titelblatt dokumentiert den genauen Ablauf im Rundfunk.
    http://www.dailymail.co.uk/news/article-3064866/Read-history-happened-Extraordinary-Daily-Mail-pages-day-Adolf-Hitler-died-70-years-ago-week.html

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